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    For sharing a fundraiser.

    ❤️ Ein neues Update von Hannah Nach längerer Zeit gibt es endlich wieder ein Update von uns! Zuerst möchte ich mich von Herzen nochmal bei allen bedanken, die für Hannah gespendet, unseren Spendenaufruf geteilt haben und ihn weiterhin so fleißig verbreiten. Es ist unglaublich schön, wie viele Menschen Hannah auf diesem Weg unterstützen. Danke, dass ihr an sie denkt und mit uns mitfiebert! ❤️ Die letzten Wochen waren für Hannah nicht leicht. Sie war sehr angeschlagen, ungeduldig und hatte psychisch einen richtigen Durchhänger. Das Heimweh und die Sehnsucht nach ihrem Zuhause und einem Stück Normalität werden immer größer. Gleichzeitig liegt noch ein langer Weg vor ihr, und manchmal hat sie einfach das Gefühl, dass zu wenig vorangeht. Alles was für uns so selbstverständlich und easy geht, muss vorher geplant werden und nimmt um ein Vielfaches mehr Zeit in Anspruch. Und mit Schmerzen ist jede Bewegung zusätzlich herausfordernd. Vorletzten Samstag durfte ich dann ganz spontan Hannah für ein paar Stunden mit nach Hause nehmen. Ich hab den Rest der Familie damit überrascht und es war einfach wunderschön! Sie konnte mit den Hunden kuscheln, ein bisschen "alte Normalität" genießen und ihren Akku wieder aufladen. Da hat sich das unglaublich anstrengende Rutschbretttraining definitiv ausgezahlt! Letztes Wochenende hat sie die Tage auch wieder zu Hause und mit Freunden verbracht, was so ein Geschenk ist, dass das wieder möglich ist, wenn auch mit großer Planung. Nebenbei haben wir dadurch auch festgestellt, wo es zu Hause Hindernisse für Hannah gibt. Die Planungen für die notwendigen Umbauarbeiten sind inzwischen auch angelaufen, sodass es auch hier vorangeht. Ein unglaublich schönes weiteres Highlight letzte Woche: Hannah hatte ihre erste Hippotherapie! Dafür habe ich wirklich gekämpft, und es hat sich so gelohnt. Die Therapie hat ihrer Seele unglaublich gutgetan, und auch körperlich hatte sie einen großen Benefit. Für einen Moment konnten wir beinahe vergessen, dass Hannah eigentlich im Rollstuhl sitzt, weil sie sich auf dem Pferd so natürlich bewegt hat. Ein wunderschöner Moment für uns alle. ❤️ Auch therapeutisch geht es weiter: Es werden neue Geräte ausprobiert und Therapien angepasst. Zusätzlich ist Hannah weiterhin jeden Sonntag bei ihrer Therapeutin für Traditionelle Chinesische Medizin. Die Behandlungen sind zwar sehr anstrengend und schmerzhaft, aber ich habe jedes Mal das Gefühl, dass sie etwas bewirken, weil sich danach immer wieder etwas verändert. Morgen steht außerdem ein wichtiger Termin an: das medizinische Konsil. Dort wird besprochen, wo Hannah aktuell steht, wie es weitergeht und wann möglicherweise der Wechsel in die Reha ansteht. Diese Informationen sind auch für unsere Planung zu Hause sehr wichtig. Es bleibt also ein Auf und Ab mit schönen Momenten, kleinen Fortschritten und Tagen, an denen einfach alles zu viel ist. Aber wir machen weiter, Schritt für Schritt, denn Aufgeben ist keine Option!
    Morgen ist der Unfall 8 Wochen her, und es ist verrückt wie sich das Zeitgefühl irgendwie verändert hat. Hannah macht kontinuierlich Fortschritte und trainiert fleißig ihre Arme, damit sie die Kraft hat, alleine mit dem Rutschbrett ins Bett/in den Rollstuhl oder bald auch ins Auto zu kommen... Die Schultern und Oberarme Schmerzen immer noch sehr, was jetzt zusätzlich auch am stärkeren Training und den neuen Bewegungsabläufen im Rollstuhl liegt. Sie kann sich mittlerweile alleine im Bett aufrichten und auch wieder hinlegen. Die größte Überraschung war, als sie vor einer Woche ihr linkes Bein bewegt hat... Nicht viel, aber der Fuß hat eine kleine Bewegung nach außen und zurück gemacht. Sie übt das jeden Tag und kann es sehr zuverlässig ansteuern, aber es ist unglaublich anstrengend. Bis das "Signal" unten am Fuß ankommt dauert es auch zwischen 10 und 30 Sekunden... Bin gespannt was die Ärzte nächste Woche dazu sagen und ob die Therapie dadurch angepasst wird... Auf der Station fällt sie durch ihr sonniges Gemüt auf und das sie den anderen immer wieder Mut zuspricht und sie motiviert weiter zu machen... Das Mädel in ihrem Zimmer hat zu mir gesagt, dass sie so dankbar ist mit Hannah im Zimmer zu sein, weil sie einfach ein Engel ist... Ich hoff sie bleibt weiter so stark und positiv... Von ganzem Herzen nochmal Danke für eure Unterstützung!
    In den letzten Wochen ist wieder so viel passiert und ich war jeden Tag sehr lange bei Hannah, das ich garnicht dazugekommen bin ein Update zu verfassen... Hannah's Loch im Hals von der Trachealkanüle ist mittlerweile vollständig zugewachsen. Die ein oder andere Narbe von den Verletzungen machen etwas Probleme mit der Heilung und müssen jeden Tag kontrolliert werden. Es wurde ein passender Aktivrollstuhl gesucht und so ganz perfekt war leider keiner dabei, aber da wird jetzt vorübergehend an einem etwas rumgebastelt das es passt. Ihr richtiger Rollstuhl wird dann eh erst nach der Reha maßgenau für sie angefertigt. Wir haben den "Knietransfer" zu 2. Von Bett in den Rolli und zurück gelernt und sind jetzt etwas flexibler und nicht mehr so abhängig von den Krankenschwestern. Mit dem Aktivrollstuhl geht jetzt einiges voran. Sie wird selbständiger und hat dadurch auch mehr Kontakt zu den anderen Rollifahrern. Das Krafttraining hat begonnen und ihr werden Techniken beigebracht wie sie alleine ins Sitzen und Liegen kommt. Nächste Woche geht dann das intensive Rollstuhltraining los mit noch unvorstellbaren Dingen... In ein paar Wochen hat sie dann auch gelernt wie sie alleine in den Rollstuhl zurück kommt wenn sie mal rausfallen würde und auch wie man Treppen runterfährt... Außerdem kocht sie nächste Woche mit ihrer Ergotherapeutin in einer Rollstuhlgerechten Küche und es beginnt ein Anziehtraining. Alles garnicht so einfach wenn man nur den halben Körper kontrollieren kann... Sie ist nach wie vor mental sehr stark und agiert unterstützend und als positives Vorbild für "die Neuen" auf der Station. Ich bin so stolz auf sie wie taff und hilfsbereit sie ist, obwohl sie selbst noch so hilfebedürftig ist in fast allem... Ihr größtes Ziel ist es gerade so selbständig zu werden, dass sie nicht um Punkt 8 im Bett sein muss und sie möchte endlich Mal nach Hause oder einen Ausflug mit uns machen, wenn auch nur für ein paar Stunden... Der Weg dahin wird noch ziemlich anstrengend, aber ich bin mir sicher sie schafft das bei ihrer Motivation auch Recht schnell. Außerdem konnte ich einen Reittherapieplatz für sie organisieren. Etwas für sie Seele... Es geht also voran!!!
    Die letzten Tage waren wieder sehr ereignisreich und ich habe das Gefühl manchmal garnicht mit dem Verarbeiten hinterherkommen... Was ich lernen durfte : wirklich nichts lässt sich auf dieser Reise vorhersehbar planen! Positive Fortschritte wurden gerade heute von einem Arztgespräch mit schockierender Diagnose überschattet. Erst gestern wurde die Trachealkanüle gezogen und wir durften den ersten kleinen "Ausflug" mit ihr vor die Tür unternehmen um in der Sonne ein Eis zu essen... Heute Früh wurde sie völlig überrumpelt und auf die Normalstation verlegt, was einerseits positiv ist, da sie jetzt Kontakt zu anderen Rollstuhlfahrern knüpfen kann, andererseits ist dort wieder alles neu und ungewohnt. Dann wurde für uns überraschend ein MRT gemacht. Der Chatarzt informierte uns darüber, das sich ein Verdacht bestätigt hat und wir eine schnelle Entscheidung treffen müssen. Es gibt Zellen die falsch informiert sind und dadurch würden sich die Muskeln im Beckenbereich verknöchern. Die einzige Möglichkeit dem entgegenzuwirken ist mir einer Bestrahlung. Diese wird nächste Woche gleich gestartet, wird für Hannah aber sehr anstrengend werden durch den Transport an 5 Tagen und anschließend wird der Körper auf die Bestrahlung auch dementsprechend reagieren. Aber auch diesen Rückschlag wird Hannah meistern, da bin ich mir sicher!