Nach einem Streit um die nächtliche Handy-Nutzung zwischen dem 15-jährigen Junien und seinem Vater wurden alle vier Kinder der Familie Nohl vom Jugendamt gegen ihren Willen aus ihrer Familie gerissen. Ein Jahr ist seitdem vergangen. Gestern wurde das jüngste Kind fünf Jahre alt – getrennt von seinen Eltern. Die kleine Lia darf ihre Eltern einmal pro Woche für 1,5h unter Aufsicht sehen.
Auslöser war ein Konflikt, von dem Junien in der Schule erzählte. Ihm wurde Verschwiegenheit von der Lehrerin zugesichert. Er war wütend, verletzt und aufgebracht, weil sein Vater ihm nach Mitternacht das Handy weggenommen hatte.
Die Schule schaltete daraufhin das Jugendamt ein. Es erfolgte die Mitnahme der Kinder aus der Schule. Doch noch auf dem Weg ins Heim, im Polizeiauto, sagte Junien die Wahrheit: Er hatte übertrieben und auch gelogen – aus Wut auf seine Eltern.
Trotz dieses Geständnisses wurden alle Kinder in Obhut genommen.
Nach dem ersten Wochenende liefen sie gemeinsam nach Hause – dorthin, wo sie sich sicher fühlten. Doch sie wurden von der Polizei zurückgebracht, dann voneinander isoliert und in getrennten Heimen untergebracht.
Monate später hielten es Junien und seine älteste Schwester (17) nicht mehr aus. Getrennt voneinander flohen sie erneut aus den Einrichtungen. Sie wollten einfach nur nach Hause.
Währenddessen wurde ein Gutachten erstellt. Das Ergebnis: Die Eltern seien erziehungsunfähig, die Kinder sollten in Heimen aufwachsen.
Dabei waren genau diese Eltern zuvor vom Jugendamt als Pflegeeltern anerkannt worden. Sie hatten über Jahre hinweg Verantwortung übernommen, Pflegekindern ein Zuhause gegeben und eng mit Behörden zusammengearbeitet.
Juniens drei Schwestern berichteten von keiner Gewalt zu Hause. Ein Gegengutachten empfahl die Rückkehr der Kinder zur Familie.
Stattdessen wurde für Junien ein Herausgabebeschluss erlassen. Das bedeutete: Er durfte mit Gewalt aus seinem Zuhause geholt werden.
Polizei und Jugendamt tauchten immer wieder auf. Juniens Worte, seine Korrektur, sein Geständnis – all das fand kein Gehör.
Er wurde von Heim zu Heim verlegt. In einer Einrichtung lebte er zuletzt mit Jugendlichen ausschließlich arabischen Hintergrunds die deutlich älter wirkten, in deren Zimmern geraucht wurde und in denen Nächte von Unruhe geprägt waren. Junien und seine Eltern sprachen diese Zustände immer wieder an – ohne Konsequenzen.
Der Anwalt der Eltern erreichte, dass Junien wieder zur Schule gehen durfte. Der Herausgabebeschluss wurde aufgehoben. Ein Hoffnungsschimmer.
Dann die Anhörung beim Oberlandesgericht in Kassel.
Vorher fragte der Anwalt den Richter mehrfach: Wird der Junge danach mitgenommen? Ist da etwas geplant?
Zweimal lautete die Antwort des Richters: Nein. Da ist nichts geplant. Junien solle sich keine Sorgen machen.
Junien wurde hineingerufen. Er sprach offen. Sagte, dass er bei der Darstellung zunächst übertrieben und gelogen hatte. Das es sich um einen einmaligen Vorfall zwischen Vater und Sohn handelte. Dass er einfach zu Hause leben möchte.
Doch als Junien den Gerichtssaal verließ, geschah das Unfassbare:
Mehrere Justizbeamte und bewaffnete Polizisten stürzten sich auf ihn. Er wurde zu Boden gebracht, gefesselt, abgeführt.
Ein 15-jähriger Junge.
Er schrie nach seinen Eltern. Sagte immer wieder, dass er Angst habe. Vor ihren Augen wurde er abgeführt – wie ein Schwerverbrecher.
Videoaufnahmen zeigen diese Szene. Die Mutter bleibt ruhig, bittet immer wieder, die Handschellen abzunehmen.
Ab Minute 17:
Wegen Fluchtgefahr wurde Junien in der geschlossenen Psychiatrie untergebracht. Hier sollte er sich ausziehen. Blut sollte abgenommen, Medikamente verabreicht werden.
Nur wenige Tage später sah er keinen anderen Ausweg mehr. Er sprang aus dem etwa 4m hohen Fenster. Er wollte nach Hause.
Schwer verletzt schleppte er sich weiter, fuhr per Anhalter zu seiner Tante.
Als die Tante nach Hause kam, war ihr Haus umstellt. Junien saß im Heizungskeller versteckt, weinend, voller Angst und Schmerzen. Seine Schulter musste später unter Vollnarkose eingerenkt werden.
Doch statt Schutz folgte erneut Zwang:
Junien wurde zurück in die geschlossene Psychiatrie gebracht. Ein gesunder Junge. Kein Kontakt zu seinen Freunden, kein Sport den er so liebt, kein Besuch vom Seelsorger. Die Bibel wird ihm verwehrt - das Jugendamt mag keine Kirche heißt es zur Begründung.
Seit über sieben Wochen ist er nun dort. Kein Schulbesuch. Kein Abschluss. Seine Ausbildung im Sommer rückt in weite Ferne.
Weil er nicht an der Begutachtung mitwirkt, wurde sein Aufenthalt verlängert. Die weitere gerichtliche Anhörung wurde ohne Wissen der Eltern und ohne Beistand eines Anwalts durchgeführt. Man ließ Junien wochenlang keine Vollmacht für einen eigenen Anwalt unterschreiben.
Der telefonische Kontakt zu seinen Eltern: auf ein Mal die Woche für 5 Minuten reduziert. Gleichzeitig wurde genehmigt, ihn bei Bedarf mit Gewalt zu fixieren. Dabei ist er umgänglich und freundlich und sehr selbstständig.
Das Jugendamt möchte Junien im nächsten Schritt in ein Heim bringen, dass sehr weit weg von den Eltern ist. Auch das Ausland wird dabei erwogen.
Alle vier Kinder sehnen sich nichts mehr, als endlich wieder nach Hause zu dürfen.
Die kleine gerade 5 Jahre alt gewordene Lia fragt ihre Eltern jede Woche: „Wann holt ihr mich ab? Wann darf ich wieder nach Hause?“
All das geschieht im Namen des Kindeswohls.
Das Verfahren läuft am Amtsgericht Fulda bzw. nun am Oberlandesgericht Kassel. Die Entscheidung steht noch aus.
Die Eltern Adina und Marcel Nohl wohnen in Burghaun/Hessen und gehen dort in eine Freikirche/Gemeinde in Hünfeld.
Bitte helft der Familie indem die Petition geteilt wird und ihre Not öffentlich bekannt gemacht wird.
Die Anwaltskosten bewegen sich bereits im fünf stelligen Bereich. Die Spenden werden ausschließlich für die Anwaltskosten verwendet.
After a dispute over late-night phone use between 15-year-old Junien and his father, all four children of the Nohl family were taken from their home against their will by child protective services. A year has now passed. Yesterday, the youngest child turned five—separated from her parents. Little Lia is allowed to see her parents once a week for 1.5 hours under supervision.
The incident began when Junien told his teacher at school about the conflict. He had been promised confidentiality. He was angry, hurt, and upset because his father had taken his phone away after midnight.
The school then informed child protective services. The children were taken from school. However, while still on the way to the facility, in the police car, Junien told the truth: he had exaggerated and even lied—out of anger toward his parents.
Despite this confession, all the children were taken into care.
After the first weekend, they ran home together—to the place where they felt safe. But they were brought back by the police, then separated from each other and placed in different facilities.
Months later, Junien and his oldest sister (17) could no longer endure the situation. Separately, they ran away again from the institutions. They simply wanted to go home.
Meanwhile, an expert report was prepared. The result: the parents were deemed unfit to raise their children, and the children should grow up in care homes.
This is despite the fact that these very parents had previously been approved as foster parents by child protective services. For years, they had taken responsibility, provided a home for foster children, and worked closely with authorities.
Junien’s three sisters reported no violence at home. A counter-expert opinion recommended that the children be returned to their family.
Instead, a court order was issued for Junien’s removal. This meant he could be taken from his home by force. Police and child protective services repeatedly showed up. Junien’s words—his correction, his confession—were not heard.
He was transferred from one facility to another. In one of them, he most recently lived with youths of exclusively Arab background who appeared significantly older; smoking took place in their rooms, and nights were marked by unrest. Junien and his parents repeatedly raised concerns about these conditions—without consequence.
The parents’ lawyer succeeded in ensuring that Junien could return to school. The removal order was lifted. A glimmer of hope.
Then came the hearing at the Higher Regional Court in Kassel.
Beforehand, the lawyer repeatedly asked the judge: Will the boy be taken away afterward? Is anything planned?
Twice, the judge answered: No. Nothing is planned. Junien should not worry.
Junien was called in. He spoke openly. He said that he had initially exaggerated and lied in his account. That it had been a one-time incident between father and son. That he simply wanted to live at home.
But as Junien left the courtroom, the unthinkable happened:
Several court officers and armed police officers rushed at him. He was forced to the ground, restrained, and taken away.
A 15-year-old boy.
He screamed for his parents. He repeatedly said that he was afraid. In front of their eyes, he was taken away—like a violent criminal.
Video recordings show this scene. The mother remains calm, repeatedly asking for the handcuffs to be removed.
From minute 17:
In a closed psychiatric facility, Junien was told to undress. Blood was to be taken, and medication administered.
Just a few days later, he saw no other way out. He jumped from a window about 4 meters high. He wanted to go home.
Seriously injured, he kept going and hitchhiked to his aunt’s house.
When his aunt arrived home, her house was surrounded. Junien was hiding in the basement by the heating system—crying, full of fear and pain. His shoulder later had to be reset under general anesthesia.
But instead of protection, there was more coercion:
Junien was taken back to the closed psychiatric facility. A healthy boy. No contact with his friends, no sports that he loves, no visits from a counselor.
He has now been there for over seven weeks. No school attendance. No graduation. His planned apprenticeship this summer is now far out of reach.
Because he is not cooperating with the assessment, his stay has been extended. The subsequent court hearing was conducted without the parents’ knowledge and without legal representation. For weeks, Junien was not allowed to sign a power of attorney for his own lawyer.
Phone contact with his parents has been reduced to once a week for five minutes. At the same time, permission has been granted to physically restrain him if necessary—even though he is described as cooperative, friendly, and very independent.
Child protective services are now planning to place Junien in a facility far away from his parents. Placement abroad is also being considered.
All four children long for nothing more than to finally be allowed to return home. Little Lia, who has just turned five, asks her parents every week: “When will you come and get me? When can I go home again?”
All of this is happening in the name of the child’s welfare.
The case is being handled at the District Court in Fulda and now at the Higher Regional Court in Kassel. A decision is still pending.
The parents, Adina and Marcel Nohl, live in Burghaun, Hesse, and attend a free church congregation in Hünfeld.
Please help the family by sharing the petition and making their situation known publicly.
Legal costs have already reached five figures. Financial support can be given here:
Psalm 94:12–15




