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    Wir machen einen Spielfilm. Mit unserem Film Menschenfresser möchten wir einen Einblick in eine Welt geben, die per Definition nicht öffentlich ist. Ziehen sich Menschen ins Internet zurück, um dort nach Antworten auf große Fragen zu suchen, verschwinden sie für ihr Umfeld nach und nach. Währenddessen findet im Verborgenen eine Radikalisierung statt, die erst zutage tritt, wenn die betroffene Person selbst wieder die Öffentlichkeit sucht. Dann ist es allerdings meist schon zu spät, diese Menschen von ihrer radikalen Meinung abzubringen. Alle Beteiligten, die an unserem Film mitarbeiten, kennen Menschen, die während oder nach der Corona-Pandemie in die Fänge von selbsternannten Life-Coaches, Geistheilern, Reichsbürgern oder sonstigen Verschwörungserzählungen geraten sind – und einige von uns haben gute Freunde an diese Menschen verloren. Mit diesem Film möchten wir einen Blick ins Innere einer solchen, zunächst harmlos wirkenden und sich im Verlauf immer weiter radikalisierenden Beziehung werfen. Jenny trifft im Internet auf Sergio. Jennys Alltag ist grau bis beige. Sie spürt nichts mehr und sucht nach einem Ausweg aus ihrem Leben. Sergio hält ihr die Tür auf und lässt Jenny in die Welt der Selbstheilung eintreten. Sergio will Macht, und Jenny will Antworten. Miteinander oder Gegeneinander begeben sie sich in eine Abwärtsspirale aus Psycho-Selbstexperimenten, Narzissmus und Verschwörungstheorien. Wir, das sind Nils Eberwein, Emma Scharff, Lukas Lüdeking und Lara Maria Humm. Nils Eberwein studiert Dokumentarfilmregie an der Filmakademie Baden-Württemberg, Emma Scharff studiert Theaterregie an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg, und Lukas Lüdeking sowie Lara Maria Humm haben dort 2024 ihr Schauspielstudium abgeschlossen. Da wir alle am Anfang unserer Künstlerinnenkarriere stehen, möchten wir einen Spielfilm machen, der das Potenzial hat, auf Festivals und vielleicht sogar im Kino zu laufen. Da Spielfilmförderungen oft erst vergeben werden, wenn man bereits auf einigen Festivals gelaufen ist und als Filmemacher*In schon etabliert ist, werden wir den Film größtenteils aus eigener Tasche finanzieren. Wir haben uns daher dazu entschieden, den produktionellen Aufwand so klein wie möglich zu halten und uns auf die Geschichte sowie das Spiel der Schauspieler*innen zu konzentrieren. Dazu haben wir ein gemeinsames Dogma erarbeitet, das sich in Teilen am „Dogma 95“ orientiert, das wir jedoch für unsere Zwecke umgearbeitet und modernisiert haben. Damit möchten wir die Stärken unserer jeweiligen Gewerke (Dokumentarfilmregie – Nils Eberwein, Theaterregie – Emma Scharff, Schauspiel – Lara Maria Humm, Lukas Lüdeking) verbinden und einen Rahmen schaffen, in dem wir alle bestmöglich arbeiten können und wollen. Wenn euch das Thema und/oder unsere Machart anspricht und ihr Lust habt, das Projekt zu fördern und zu unterstützen, freuen wir uns sehr darüber! Filme zu machen kostet immer Geld – egal, wie klein wir den produktionellen Aufwand halten möchten. Das Geld wird für Locations, Requisiten, Kostüm, Maske und szenografische Mittel genutzt werden. Nils Eberwein ist 30 Jahre alt und studiert Dokumentarfilm-Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Er hat seit einigen Jahren vielseitige Auslandserfahrung durch die Umsetzungen von fotografischen, prosaischen und filmisch-dokumentarischen Arbeiten. Dabei hat er sich bisher auf die Spätfolgen des Zusammenbruchs der Sowjetunion fokussiert und war dafür unter anderem in Russland, der Ukraine, Georgien, Kuba und Kasachstan unterwegs. Sein erster abendfüllender Dokumentarfilm Stardust hatte seine Weltpremiere auf den internationalen Hofer Filmtagen und wird im März beim One World Film Festival seine internationale Premiere feiern. Gleichzeitig ist er an komplexen, nicht voll und ganz erklär- und begreifbaren Beziehungen, Systemen und Phänomenen interessiert und daran, wie sich diese auf die einzelnen damit in Beziehung stehenden Personen auswirken. Sein aktuelles Interesse gilt den gesellschaftlichen und politischen Veränderungen durch die sozialen Medien weltweit und im Speziellen in Deutschland. Er beobachtet mit Sorge wie sich Machtstrukturen verschieben und der Mensch als Individuum von Einflussnehmern immer stärker instrumentalisiert und kontrolliert wird. In seinen Arbeiten finden sich Themen wie Weltpolitik, Naturphänomene, Technik und künstliche Intelligenz wieder. Seit 2025 ist er Stipendiatin der Begabtenförderung der Studienstiftung des deutschen Volkes. Emma Scharff ist in Berlin geboren und aufgewachsen. Früh stand sie selbst auf der Bühne, erhielt in ihrer Jugend intensiven Tanzunterricht und schrieb mehrere Theaterstücke, die unter anderem an der Brotfabrik Weißensee uraufgeführt wurden. Ihre literarische Arbeit wurde zum 35. Treffen junger Autor*innen, zur Textstatt des Aargauer Literaturhauses und zum Bundeswettbewerb für junge Lyrik eingeladen. 2022 begann sie unter der Mentorenschaft von Tomáš Zielinski ein Studium der Theaterregie an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg. Im Rahmen ihres Studiums absolvierte sie ein Gastsemester an der Filmakademie Baden-Württemberg, wo der szenische Kurzfilm Der Statist entstand. 2024 entwickelte sie das biografische Stück this is the real me, in dem sie eine Kunstfigur schuf, unter deren Alias sie weiterhin zum Thema Erfolg und Inszenierung arbeitet. Emma inszeniert, schreibt, performt und arbeitet bevorzugt im Team mit fließenden Genregrenzen. In ihrer Theaterarbeit stehen meist feministische Perspektiven im Mittelpunkt. Seit 2024 ist sie Stipendiatin der Begabtenförderung der Studienstiftung des deutschen Volkes. Emma arbeitet eng mit dem Dramatiker und Autor Armin Behrem zusammen. Ihre letzte gemeinsame Arbeit I Saw Nothing Good So I Left schaffte es auf die Shortlist des Prager Theaterfestivals Deutscher Sprache 2025. In ihrer gemeinsamen Arbeit arbeiten sie gerne mit dem Ensemble zusammen und entwickeln auf Basis von Improvisation und intensiver Recherche neue Dramatik, die das Publikum nicht so schnell wieder loslassen soll. Lara Maria Humm absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg (2020–2024). Nach ihrem Studium war sie unter Anderem in Hedda an der bühne1 in Trier, in der Stückentwicklung I Saw Nothing Good So I Left an der ADK in Ludwigsburg, sowie in der Produktion Crowd Control in den Sophiensælen in Berlin und im HochX in München zu sehen. Ihre Soloarbeit TAUCHEN feierte im Januar 2025 im Theater unterm Dach in Berlin Premiere. Als Gast in Viel Lärm um nichts ist sie zum ersten Mal am Theater Kiel engagiert. Vor der Kamera war sie im Doku-Drama Stammheim – Zeit des Terrors im Mai 2025 in der ARD zu sehen. Außerdem spielt sie in zahlreichen Kurzfilmen. Unter anderem in dem Kurzfilm Wände der 2023 Premiere auf dem Filmfest in Dresden feierte. Lara interessiert sich für kollaborative Arbeitsweisen, die Schauspieler:innen von Beginn an in die Entwicklung von Stoffen und Figuren einbeziehen – ein Prinzip, das ihr bisher vor allem aus dem Theater als „Stückentwicklung“ bekannt ist. Besonders freut sie sich darauf, diese Herangehensweise nun auch auf das Spiel vor der Kamera zu übertragen und so neue künstlerische Möglichkeiten zu entdecken. Lukas Lüdeking spielt seit der Schulzeit Theater und wirkt in Kurzfilmen mit. Nach einigen Umwegen über andere Studiengänge fand er 2020 an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg seine zeitweise Heimat, an der er eine großartige Zeit voller persönlicher und professioneller Entwicklung erlebte. Jetzt ist er seit einem Jahr freischaffend tätig und sucht nach bzw. spielt vor allem gerne in Projekten, die sich mit wichtigen gesellschaftlichen Themen beschäftigen. So hat er zum Beispiel gemeinsam mit dem Onlinetheater.live das Projekt Myke realisiert, das sich mit der Radikalisierung junger Männer im Internet auseinandersetzt und versucht, diese Radikalisierungsprozesse durch gezieltes Eingreifen in TikTok-Algorithmen zu durchbrechen. Außerdem spielte er gemeinsam mit Lara Maria Humm an den Sophienaelen in Berlin im Stück Crowd Control, das sich mit Polizeigewalt auf Demonstrationen beschäftigt. Stella Holzapfel wurde 1998 in Köln geboren. Aufgewachsen in der freien Theaterszene der Stadt, stand sie früh auf Bühne und vor der Kamera und wirkte seit 2008 in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen mit. Während ihrer Schulzeit spielte sie in einer Improtheatergruppe sowie am Jungen Theater Leverkusen. Frühe Filmarbeiten führten sie unter anderem zu Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen von Margarethe von Trotta sowie zu Vatersland von Petra Seeger, der auf dem Filmfestival Cologne Premiere feierte. Aktuell ist sie unter anderem in Fernsehformaten wie dem Friesland zu sehen. 2021 begann sie ihr Schauspielstudium an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg. Beim Schauspielschultreffen in Frankfurt wurde ihre Klasse für das kollektiv entwickelte Stück freibaden (AT) mit dem Ensemblepreis ausgezeichnet. Nach Schauspielschultreffen in Frankfurt wurde ihre Klasse für das kollektiv entwickelte Stück freibaden (AT) mit dem Ensemblepreis ausgezeichnet. Nach einem Gastengagement am Theater in Greifswald arbeitet sie nun vermehrt für Film und Fernsehen, unter anderem im Babelsberger Abschlussfilm Hitzewelle von Patrick Fleischer und Philine Jo Hammon. Ihre Soloarbeit Die Nacht ist ein Ort feierte im Januar 2025 im Theater unterm Dach Premiere. Ihr aktuelles Interesse gilt der künstlerischen Erforschung und Auseinandersetzung von Übergängen emotionaler und physischer Grenzen, im Persönlichen wie im gesellschaftlichen Kontext. Vor der Kamera sucht sie eine dokumentarische, unmittelbare Wahrhaftigkeit, während sie auf der Bühne auch die Freiheit schätzt, sich davon zu lösen und eigene Formen zu entwickeln. Es werden keine Verlosungen, Gewinnspiele, Werbegeschenke oder Aktionen als Gegenleistung für Spenden beim GoFundMe-Spendenaufruf angeboten.

    Nils Eberwein started a fundraiser

    Spielfilm - Menschenfresser

    Spielfilm - Menschenfresser

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