Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
unsere letzte Ukrainereise liegt inzwischen zwei Monate zurück – und alle damals übergebenen Fahrzeuge sind im Einsatz.
Hein, unser Tanklöschfahrzeug, muss mehrmals pro Woche ausrücken, um nach Drohnenangriffen oder Einschlägen von Drohnentrümmern Brände im nordöstlichen Umland von Kyjiw zu löschen.
Sophie wird für die Verlegung von Patientinnen und Patienten aus der Region rund um Kramatorsk nach Kropywnyzkyj eingesetzt. Carl und Elli unterstützen NGOs bei ihrer Arbeit.
Inzwischen ist auch Luigi, unser Geldtransporter, in Swjatohirsk angekommen. Dort wird er für die zivile Versorgung und für Evakuierungen eingesetzt.
Und tatsächlich: Ein ausgedienter Geldtransporter ist für solche Einsätze eine ziemlich geniale Sache. Seine Panzerung schützt Fahrer und Insassen vor Beschuss und umherfliegenden Splittern. So kann eine Gemeinde im unmittelbaren Kriegsgebiet weiterhin eine ihrer wichtigsten Aufgaben erfüllen: die Menschen, die geblieben sind, mit Lebensmitteln, Energie und medizinischen Gütern versorgen – und sie im Notfall evakuieren.
Viel unmittelbarer kann humanitäre Hilfe kaum sein.
Trotzdem gestaltet sich gerade die Finanzierung von Luigi schwierig. Hier brauchen wir dringend Unterstützung.
Neue kommunale Partnerschaften
Die vergangenen zwei Monate haben wir außerdem intensiv genutzt, um kommunale Partnerschaften aufzubauen und gemeinsam konkrete Projekte auf den Weg zu bringen.
An der Entstehung von drei neuen Partnerschaften waren wir maßgeblich beteiligt:
Haslach – Pryjutiwka
Haslach – Oleksandriwka (Donezk)
Königsfeld – Wyssokopillja (Cherson)
Darüber hinaus arbeiten wir mit den bereits bestehenden Partnerschaften Langenlonsheim-Stromberg – Myrhorod – unsere rheinland-pfälzische Homezone – und Sindelfingen – Mykolajiw zusammen.
Gemeinsam haben wir mehrere geförderte Sachgüterhilfeprojekte beantragt. Aktuell warten wir auf die Bewilligungen. Wenn alles klappt, können wir kommunale Fahrzeuge und Solaranlagen in die Ukraine liefern und müssen aus eigenen Mitteln lediglich die Eigenanteile von fünf bis zehn Prozent finanzieren.
Das bedeutet: Mit vergleichsweise wenig Spendengeld können wir sehr viel konkrete Hilfe ermöglichen.
Ende dieser Woche geht es wieder in die Ukraine
Diesmal fährt Florian mit: ein Löschfahrzeug, ausgestattet mit Schläuchen, Löscharmaturen und einer Steckleiter.
Florian soll ein Feuerwehrfahrzeug ersetzen, das erst kürzlich bei einem Drohnenangriff zerstört wurde. Dazu stehen wir bereits mit der ukrainischen Seite in Kontakt. Sobald die Übergabe konkret geplant ist, teilen wir natürlich die Details mit Euch.
Gemeinsam mit unseren Partnern von Ukraine Aid International werden wir außerdem einige Tage in den Karpaten verbringen. Abseits des Einsatzalltags wollen wir dort mit Bewegung, frischer Luft und Zeit für intensive Gespräche unsere Zusammenarbeit stärken und die richtigen Weichen für unser zukünftiges Engagement stellen.
Auch wenn wir im September „nur“ ein Fahrzeug in die Ukraine bringen, ist in den vergangenen Wochen enorm viel Arbeit im Hintergrund passiert. Gerade der Aufbau kommunaler Partnerschaften braucht Zeit, Gespräche, Vertrauen und jede Menge Organisation – schafft dafür aber die Grundlage für langfristige und wirkungsvolle Hilfe.
Und noch etwas Schönes gab es: In Dörrebach fand – mit großartiger Unterstützung einer sehr aktiven ukrainischen Community – unser zweites Gartenkonzert statt. Wir konnten neue Menschen für unsere Arbeit interessieren, miteinander ins Gespräch kommen und Spenden für unsere Projekte sammeln.
Wir sind gekommen, um zu bleiben.
Inzwischen sind wir seit fast einem Jahr aktiv. Aus einzelnen Hilfstransporten sind dauerhafte Beziehungen, Partnerschaften und neue Projekte entstanden.
Wir wollen diese Arbeit fortsetzen. Dafür brauchen wir Euch.
Bitte helft uns, weiterhin Fahrzeuge dorthin zu bringen, wo sie gebraucht werden, kommunale Partnerschaften mit Leben zu füllen und Menschen in der Ukraine ganz konkret zu unterstützen.
Spenden könnt Ihr über
www.help4resilience.org/spendenprojekte
oder direkt hier über unsere GoFundMe-Kampagne.
Jeder Beitrag hilft – und gemeinsam können wir aus vergleichsweise kleinen Mitteln sehr viel machen.
Danke, dass Ihr uns begleitet, unterstützt und diese Arbeit möglich macht.