
Unterstützung für eine kleine Community in Sierra Leone
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Liebe Alle, nach fast einem Jahr in Sierra Leone lebend, habe ich mich entschieden, selber ein kleines Projekt zu starten.
Mile91 liegt genau in der Mitte zwischen der Hauptstadt Freetown und Bo, wo ich lebe. Ein Ort, für die meisten Menschen unbedeutend genug um ein Halt zu machen, denn es gibt hier genau gar nichts.
Man fährt vorbei, eilt zu Meetings, halbe
Strecke… denkt man sich. Häuser gebaut aus Lehm, Kinder auf der Straße, Händler die ihre Ware beim Kreisverkehr versuchen zu verkaufen.
Es steht hier aber auch ein Haus, das für viele Menschen ein wichtiger Ort ist. Ein Haus, bzw. ein Häuschen, wo man weiß, dass ein paar Löffel Reis, ein Medikament oder zumindest ein guter Ratschlag auf einen wartet.
Baby Kamara… So heißt die Frau, Mitte fünfzig, die das anbietet. Hört sich fremd an für einen Oma Namen, so wird sie aber genannt. Baby. Es hat was mit ihrer Vergangenheit zu tun. Als junge Frau hatte sie lange Haare und war besonders schön. Diese Frauen nennt man hier Baby.
Aber was hat Sie heute? Sie hat Verantwortung, sie hat große Last aber auch die Kraft um einer ganzen Community etwas zu vermitteln, was wenige in diesem Land können: Sicherheit. Das man sich an dieses Haus wenden kann, wenn woanders die Türen zu sind.
Baby ist eine harte Frau. „Denk nicht, dass du jeden Tag hierher kommen kannst! Ich habe selber auch kaum was“ - sagt sie wütend zu einem Jungen der gerade vorbei kommt, als ich selber dort bin.
Trotzdem weiß jeder… in diesem Haus wird immer eine kleine Portion Reis extra gekocht ❤️
Ich habe diese Community während meinem Urlaub kennengelernt, weil ich unbedingt das ländliche Sierra Leone erleben wollte. Ich saß mit ihnen zusammen, aß und spielte mit den Kindern.
Mein Wunsch wäre Ihnen nachhaltig zu Helfen und Baby Kamara einmal das Gefühl geben zu können, dass man an ihrer Tür anklopft und nicht um etwas bittet, sondern was gibt.
Ich möchte vor Ort mit Eurer Hilfe der Community ermöglichen, dass das Haus, wo sie leben, lebbarer wird.
Was fehlt ist natürlich Strom. Eine Solaranlage ist auch hier sehr teuer, somit träume ich vorerst bescheiden.
Fenster, die verglast sind, eine Dusche und Toilette im Haus, ein Außenputz und ein ordentliches Dach über die Küche. Ein Ausbau der Wasserversorgung (zur Zeit wird Wasser von einem Brunnen geholt, was ungefähr 3-4 Gehminuten weit weg ist). Baumaterial ist hier extrem teuer, da meistens alles nur importiert wird, die Arbeit selbst wäre von der Community errichtet und organisiert. Da die Arbeitslosigkeit extrem hoch ist und mich die Menschen in erster Linie immer nach Arbeit fragen, möchte ich auch von den Spendengeldern für die ArbeiterInnen kleine Tageslöhne mit einkalkulieren.
Die Seite ermöglicht nicht regelmäßige updates zu posten, die würde ich weiterhin „privat“ teilen.
Ich freue mich über jede Überweisung.
Organizer
Hannah Ujvarosi
Organizer
Vienna