Schüler-Kurzfilmprojet "Das Geheimnis der toten Vögel"

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Schüler-Kurzfilmprojet "Das Geheimnis der toten Vögel"

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„Das Geheimnis der toten Vögel“ ist ein kurzer Kinder- und Jugendfilm über etwas, das alle kennen. Das Gefühl, dass die Welt kaputtgeht und die leise, aber mächtige Entdeckung, dass man trotzdem reparieren kann.

Enno, 11 Jahre, hat seinen Vater verloren und glaubt nicht mehr an Sätze wie „Man kann alles reparieren.“ Als er mit seinen Freunden Marie und Josef immer wieder tote Vögel in der Nachbarschaft findet, beginnt eine Ermittlungsreise, die als Detektivspiel startet und in eine sehr reale Umweltkrise führt: Schimmelgift im falsch gelagerten Vogelfutter.

Aus dem vermeintlichen „Vogelmörder“ von nebenan wird ein trauernder älterer Mann, aus der netten Ladenbesitzerin eine Frau, die unbewusst Vögel vergiftet und aus drei Kindern eine Gemeinschaft, die Verantwortung übernimmt. Sie schaufeln verseuchten Boden ab, organisieren einen Thermokomposter, stoppen eine geplante Massentötung der Vögel in einer hitzigen Gemeindeversammlung und pflanzen am Ende einen Apfelbaum an die Stelle des giftigen Komposthaufens. Es bleibt eine sichtbare Narbe, aber die Zukunft wächst genau darüber.

Im Zentrum steht Ennos innerer Weg: vom Kind, das beim Referat kein Wort herausbekommt, zum Jungen, der mit einer reparierten Gitarre und einem vernarbten Plektron vor einem vollbesetzten Saal steht, seine Angst überwindet und sagt: „Sie müssen die Vögel nicht töten. Lassen Sie uns reparieren.“ Diese Geschichte verbindet ökologisches Bewusstsein mit Trauerarbeit, Mut und echter Teilhabe – speziell für Kinder, die sonst höchstens Zuschauer sind.

Gleichzeitig ist „Das Geheimnis der toten Vögel“ ein partizipatives Filmprojekt: Eine 6. Klasse der Jürgen-Fuhlendorf-Schule in Bad Bramstedt entwickelt die Geschichte mit, steht vor der Kamera und übernimmt Aufgaben in Drehbuch, Ausstattung, Ton, Set und Öffentlichkeitsarbeit. Die Kinder durchlaufen eine professionelle Filmproduktion von A bis Z, als aktive Gestalter*innen, nicht als Statisten in einem Erwachsenenprojekt. Am Ende steht ein künstlerisch anspruchsvoller Kurzfilm, der im Kreis, an Schulen und online gezeigt wird und der bleibt, wenn das Projekt längst vorbei ist.

Mit eurer Unterstützung finanzieren wir Drehtage mit einer professionellen Filmcrew, Technik, Drehorte, Requisiten, einen hochwertigen Schnitt, Tonmischung und Farbkorrektur – damit die Arbeit der Kinder nicht in einer Handykamera versandet, sondern als echter Film auf der großen Leinwand und in Klassenzimmern wirkt. Ihr helft mit, dass Kinder in einem ländlichen Raum Filmkunst und Medienkompetenz nicht nur konsumieren, sondern selbst erlernen, ausprobieren und gestalten können.

Motivation und Warum dieses Projekt wichtig ist
1. Kinder werden zu Mitgestaltenden, nicht zu „Kulisse“
Viele Kinder kennen Filme nur als etwas, das sie streamen, hier erleben sie, dass sie selbst Geschichten erzählen, Figuren erfinden, Bilder komponieren und am Set Verantwortung übernehmen können. In Drehbuch-, Schauspiel- und Technikteams lernen sie, wie aus einer Idee eine Szene, aus einer Szene ein Film und aus einem Film ein gemeinsames Erlebnis wird. Das stärkt Selbstwirksamkeit, Teamarbeit und das Gefühl: „Meine Stimme zählt.“

2. Ein aktuelles Umweltthema kindgerecht erzählt
Statt mit erhobenem Zeigefinger zu moralisieren, zeigt der Film, wie aus gut gemeinten Handlungen (Vögel füttern, Futter nicht wegwerfen) ein reales Umweltproblem wird und wie man es wieder in den Griff bekommt. Begriffe wie Schimmelgift und Aflatoxin werden nicht trocken erklärt, sondern in eine spannende Mystery-Geschichte eingebettet, die trotzdem wissenschaftlich korrekt bleibt. Kinder erleben: Umweltfragen sind komplex, aber sie sind lösbar, wenn man genau hinschaut und zusammenarbeitet.

3. Trauer, Verletzlichkeit und Hoffnung sichtbar machen
Ennos Geschichte spiegelt, wie sich Verlust anfühlt. Stumm, schwer, hilflos und wie Musik, Freundschaft und Verantwortung neue Wege öffnen können, ohne dass der Schmerz geleugnet wird. Der Bruch in seinem Plektron, der reparierte Gegenstand mit sichtbarer Narbe, der Apfelbaum mit der vergrabenen Schatulle: All das sind starke Bilder dafür, dass „reparieren“ nicht heißt, dass alles wieder so wird wie früher, sondern dass etwas Neues entstehen kann, das hält. Diese emotionale Ebene macht den Film auch für Erwachsene relevant, die Kinder beim Trauern und Starkwerden begleiten.

4. Kulturelle Bildung im ländlichen Raum – modellhaft und übertragbar
Im Kreis Segeberg gibt es nur wenige Gelegenheiten, Film als Kunst und Handwerk im eigenen Alltag zu erleben. „Das Geheimnis der toten Vögel“ setzt hier bewusst an: mit Workshops zu Dramaturgie, Kamera, Ton, Schnitt, Reflexion über filmische Wirkung und öffentlicher Premiere. Mit begleitendem Material wird der fertige Film später an weitere Schulen gebracht, als Baustein für Unterricht zu Umwelt, Medien und sozialem Lernen.

5. Nachhaltig – ökologisch, sozial, kulturell
Ökologisch, weil das Projekt selbst lokal produziert, digital arbeitet und ein real existierendes Umweltproblem thematisiert. Sozial, weil alle Kinder einer Klasse mitmachen können und zwar unabhängig vom Elternhaus und in unterschiedlichen Rollen ihre Stärken entdecken. Kulturell, weil ein Film entsteht, der über das Projekt hinaus nutzbar bleibt und in der Region immer wieder gezeigt werden kann.

6. Was eure Unterstützung konkret ermöglicht
· Honorare für professionelle Filmfachkräfte (Regie, Kamera, Ton, Montage), die mit den Kindern auf Augenhöhe arbeiten.
· Technik, Requisiten, Ausstattung, die dem Projekt einen professionellen Look geben.
· Postproduktion (Schnitt, Tonmischung, Farbkorrektur), damit der Film Festivals, Schulen und Online-Plattformen erreicht.
· Öffentlichkeitsarbeit: Trailer, Making-of, Flyer, pädagogisches Begleitmaterial, um die Wirkung über eine einmalige Premiere hinaus zu tragen.

Ein Beispiel aus dem Film zeigt, wofür wir das tun: Am Ende steht ein Junge mit einer reparierten Gitarre in einem überfüllten Gemeindehaus, spielt einen einzigen, unperfekten Ton und verändert damit den Verlauf einer Entscheidung, die tausende Vögel das Leben gekostet hätte. Genau diesen Moment wollen wir mit euch gemeinsam möglich machen. Für die Kinder, für die Region und für alle, die glauben, dass man eine scheinbar kaputte Welt nicht aufgibt, sondern Schritt für Schritt repariert.

Organizer

Michael Preuß
Organizer
Aukrug, Schleswig-Holstein

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