Reparatur vom PFLASTERLASTER der Obdachlosenhilfe KIEZSANI

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Reparatur vom PFLASTERLASTER der Obdachlosenhilfe KIEZSANI

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Manchmal zerplatzen Träume nicht leise...

Manchmal tun sie es mitten auf der Straße.
Mit Rauch.
Mit Angst.
Mit Öl.
Mit dem Gefühl, dass einem gerade alles unter den Händen wegbricht.

Am 27.03.2026 gegen 17:55 Uhr waren wir, Jessy und Sievi von KIEZSANI Hamburg, mit unserem Pflasterlaster, einem ehemaligen Rettungswagen unserer Obdachlosenhilfe, auf dem Weg an die Küste. Dort sollte eine Reparatur an der Elektronik gemacht werden. Es war kein Ausflug. Es war einfach nur ein weiterer Schritt, damit unser Fahrzeug weiter einsatzbereit bleibt für die Menschen, die uns jeden Donnerstag brauchen.

Doch auf der A7 in Fahrtrichtung Hamburg nach Flensburg passierte plötzlich das, wovor man immer Angst hat.
Unser Pflasterlaster fing auf einmal heftig an zu ruckeln. Hinter uns bildete sich eine riesige Rauchwolke. Wir mussten sofort runter von der Autobahn und fuhren an der Ausfahrt Neumünster-Mitte ab. Kurz darauf ging die Ölkontrollleuchte an. Aus dem Motorraum qualmte es. Wir dachten in diesem Moment wirklich, dass unser Fahrzeug gleich brennt.

Ich schnappte mir den Feuerlöscher und ging davon aus, dass unser Pflasterlaster brennt und dann öffnete ich die Motorhaube.

Was wir dort sahen, hat uns den Boden unter den Füßen weggezogen.

Der komplette Motorraum war voller Öl.
Das Öl lief in Massen aus dem Fahrzeug. Auf der Autobahn und später auch auf der Landstraße, auf der wir standen, zog sich eine massive Ölspur hinter uns her.
Es war so schlimm, dass die Polizei die Autobahn für etwa eine Stunde voll sperren musste, damit alles gereinigt werden konnte.

Am Ende stand fest:
Der Motor ist vollständig zerstört.
Unser Pflasterlaster braucht einen neuen Motor.
Und damit ist nicht einfach nur irgendein Fahrzeug kaputt.
Damit ist gerade das Herz unserer Obdachlosenhilfe getroffen worden.

Denn der Pflasterlaster ist für uns weit mehr als nur ein Auto.
Er ist Schutzraum.
Behandlungsraum.
Ausgabestelle.
Wärmeinsel.
Hoffnung auf Rädern.

KIEZSANI Hamburg ist nicht aus einer Idee am Schreibtisch entstanden.
KIEZSANI ist auf der Straße entstanden.
Aus echter Not.
Aus echter Erfahrung.
Aus echtem Herz.

Seit Oktober 2024 sind wir als KIEZSANI Hamburg unterwegs. Angefangen hat alles ganz klein. Mit einem Rettungsrucksack, mit Fußstreifen über den Hamburger Kiez und mit dem festen Willen, obdachlose und hilfsbedürftige Menschen medizinisch zu versorgen und nicht einfach wegzusehen.
Im Winter 2024 verteilten wir zunächst Mützen und Obst. Als es noch kälter wurde, kamen Schlafsäcke und Isomatten dazu, damit Menschen draußen nicht erfrieren. Aus einem ersten Helfen wurde eine Aufgabe. Aus einer Aufgabe wurde eine Mission. Aus einer Mission wurde ein Herzensprojekt.
Heute sind wir jeden Donnerstag ab etwa 16 oder 17 Uhr bis Open End auf dem Hamburger Berg im Einsatz. Wir versorgen dort jede Woche etwa 40 bis 70 obdachlose Menschen. Wir leisten medizinische Hilfe, verteilen mindestens 15 Liter warme Suppe, mindestens 15 Liter Heißgetränke, dazu Kleidung, Schlafsäcke, Isomatten, Tiernahrung und vieles mehr. Möglich ist das nur durch Menschen, die helfen, durch Privatspenden und durch den unbedingten Willen, niemanden auf der Straße alleine zu lassen.

Warum uns das so wichtig ist, ist schnell erzählt und doch schwer in Worte zu fassen.
Sievi kennt die Straße nicht aus Erzählungen.
Er kennt sie aus dem eigenen Leben.
Mit 18 war er selbst obdachlos auf der Reeperbahn. Er weiß, wie es sich anfühlt, ganz unten zu sein. Er weiß, wie schnell ein Mensch aus dem Blickfeld der Gesellschaft verschwindet. Und er weiß auch, dass jeder Mensch eine zweite Chance verdient.

Später folgten Bundeswehr, Rettungsdienst, Notfallsanitäter, Praxisanleiter, Fachdozent und viele Jahre als sogenannter Kiezretter mitten in Hamburg. Doch die innere Haltung ist immer dieselbe geblieben:
Einmal Straße, immer Straße.
Man darf nie vergessen, wo man herkommt.

Genau daraus ist KIEZSANI entstanden.

Im Januar 2026 kam dann der Moment, der alles verändert hat.
Bei minus 7 Grad wollten wir eine obdachlose Frau versorgen, die dringend behandlungsbedürftig war. Doch weil sie an mehreren Orten Hausverbot hatte, wurden wir überall abgewiesen. Wir standen da, mit medizinischer Notwendigkeit, mit Wissen, mit Willen zu helfen und konnten es zunächst nicht, weil uns niemand hineinließ. Erst als ein Gastronom gegen hygienische Vorgaben verstieß und uns Zutritt gewährte, konnte überhaupt geholfen werden.
Diese Hilflosigkeit hat uns nicht mehr losgelassen.

Deshalb kauften wir im Januar 2026 einen ausgemusterten Rettungswagen. Unseren Pflasterlaster. Damit wir Menschen künftig autark, würdevoll und unabhängig von fremden Räumlichkeiten versorgen können.

Genau dieses Fahrzeug, an dem für unsere Hilfe so viel hängt, ist jetzt ausgefallen.
Und das Schlimmste daran ist nicht nur der Schaden.
Das Schlimmste ist die Zeit.
Denn jeder Donnerstag, an dem der Pflasterlaster nicht fahren kann, bedeutet ganz konkret:

Menschen werden nicht versorgt.
Menschen bekommen keine medizinische Hilfe.
Menschen bekommen keine warme Suppe.
Menschen bekommen keine Heißgetränke.
Menschen bekommen keine Schlafsäcke, keine Isomatten, keine Kleidung, keinen geschützten Anlaufpunkt.

Für viele mag ein kaputter Motor nur eine teure Reparatur sein.
Für unsere Schützlinge ist es der Unterschied zwischen Hilfe und keiner Hilfe.

Wir brauchen deshalb jetzt in kürzester Zeit ca. 15.000 Euro, um den Pflasterlaster wieder auf die Straße zu bringen und die Reparatur beziehungsweise Instandsetzung mit neuem Motor möglich zu machen.

Das Geld wird gebraucht für die Wiederherstellung der Einsatzfähigkeit des Fahrzeugs, insbesondere für:
• die Beschaffung eines passenden Ersatzmotors
• notwendige Ersatzteile und Technik
• Materialkosten für die Instandsetzung
• weitere erforderliche Arbeiten, damit der Pflasterlaster wieder sicher und zuverlässig in den Einsatz kann
Das einzig Gute in dieser schweren Situation ist:
Wir stehen damit nicht komplett allein da.

Ein engagiertes Team aus Freiwilligen hat sich bereits gefunden und angeboten, den Pflasterlaster mit einem neuen Motor wieder aufzubauen. Diese Menschen schenken ihre Zeit, ihr Können und ihre Kraft. Was uns jetzt noch fehlt, ist das Geld für das, was wir dafür brauchen.
Wir bitten deshalb nicht für uns.

Wir bitten für die Menschen, die auf uns warten.
Für die, die donnerstags schon wissen, dass wir kommen.
Für die, die uns mit Schmerzen, Hunger, Kälte, Sorgen und Hoffnung begegnen.
Für die, die oft nichts mehr haben außer dem Gefühl, vergessen worden zu sein.
Bitte helft uns, den Pflasterlaster zu retten.
Bitte helft uns, dass KIEZSANI Hamburg weiterfahren kann.
Bitte helft uns, dass aus diesem Motorschaden nicht das Ende von etwas wird, das gerade für so viele Menschen unverzichtbar geworden ist.

Jede Spende hilft.

Und wenn ihr nicht spenden könnt, dann helft uns bitte, diese Aktion zu teilen.
Damit wir bald wieder dort stehen können, wo wir gebraucht werden.

Nicht irgendwann.

Sondern am liebsten schon am nächsten Donnerstag.

Von Herzen DANKE!

Jessy und Sievi
KIEZSANI Hamburg

Organizer

Timo Sievert
Organizer
Hamburg, Hamburg

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