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Möchtest DU, dass die Polizei deine Genitalien sieht?
Nein? Trans Menschen mit Geschlechtsdysphorie erst recht nicht.
Genau das ist mir im Polizeianhaltezentrum Wien passiert.
Ich bin eine trans Frau und wurde anders behandelt als cis Frauen, obwohl wir alle anonym waren und kein Mensch die Identität nachgewiesen hat. Cis Frauen wurde einfach geglaubt. Mir nicht.
Stattdessen wurde ich:
- auf Geschlechtsmerkmale untersucht,
- im männlichen Trakt untergebracht,
- und in Einzelhaft gesteckt.
Warum? Wegen eines Erlasses des Innenministeriums.
Laut diesem Erlass gilt: Wenn das „augenscheinliche Geschlecht“ nicht zum „biologischen Geschlecht“ passt, soll nach dem „biologischen“ untergebracht werden.
- „Augenscheinlich“ heißt: Beamt:innen entscheiden nach Bauchgefühl.
- „Biologisches Geschlecht“ heißt hier nicht Chromosomen, Hormone oder Medizin - sondern schlicht: Welche Genitalien jemand hat.
Die Polizei trennt also nicht Frauen von Männern, sondern Penis-Menschen von Vagina-Menschen.
Dass es Frauen mit Penis und Männer mit Vagina gibt, wird komplett ignoriert.
Warum ist das ein Problem?
- In Österreich braucht man keine OP, um rechtlich Frau oder Mann zu sein.
- Geschlecht basiert auf Identität, nicht auf Körperteilen.
- Diese Praxis ist entwürdigend, übergriffig und transfeindlich.
Das Verwaltungsgericht hat zwar anerkannt, dass meine Privatsphäre verletzt wurde, hält den Eingriff aber trotzdem für „rechtmäßig“. Dagegen wehre ich mich.
Warum ich deine Unterstützung brauche
Dieser Fall betrifft nicht nur mich. Er entscheidet mit darüber, ob trans Menschen:
- nach ihrem ausgesprochenen Geschlecht behandelt werden
- oder ob der Staat weiterhin glaubt, Geschlecht zwischen den Beinen kontrollieren zu dürfen.
Die Spenden gehen an meinen Rechtsanwalt, um diesen Fall zu gewinnen - und um echte Verbesserungen für trans Aktivist:innen und trans Menschen insgesamt zu erreichen.
Solidarität hilft. Würde ist nicht verhandelbar. Trans rights are human rights.

