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Leukofighter 2.0
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Leuko Fighter 2.0
Klingt ein bisschen wie der Titel eines Films.
Leider ist es eine Fortsetzung, auf die wirklich niemand gewartet hat.
2019 musste Lou diesen Weg schon einmal gehen. Damals war er 4 Jahre alt.
Diagnose Leukämie.
Eine Zeit voller Klinikaufenthalte, Therapie, Angst, Hoffen, Organisieren und irgendwie Weitermachen.
Seine Familie hat diesen ersten Film geschafft. Mit sehr viel Kraft. Mit Unterstützung. Mit Menschen, die da waren. Mit Aktionen, die geholfen haben, den Alltag ein kleines Stück leichter zu machen.
2026 ist Lou 11 Jahre alt und die Leukämie ist zurück.
Wer so eine Diagnose noch nie im eigenen Leben hatte, denkt zuerst an das kranke Kind. An Krankenhaus. An Therapie. An die Angst um das eigene Kind.
Doch eine solche Erkrankung findet nicht nur im Krankenhaus statt.
Oh nein - Sie zieht in das gesamte Leben einer Familie ein.
Plötzlich bestimmen Klinikaufenthalte, Untersuchungen und Therapiepläne den Kalender. Ein Elternteil ist stets bei Lou.
Gleichzeitig läuft zu Hause das Leben weiter.
Denn dort ist auch seine achtjährige Schwester - "Madame".
Auch sie braucht ihre Eltern. Ihren Alltag. Essen. Schule. Termine. Nähe. Verlässlichkeit.
Sie muss versorgt sein.
Das Zuhause muss weiter funktionieren.
Die Rechnungen laufen weiter.
Miete oder Kredit laufen weiter.
Versicherungen laufen weiter.
Einkäufe müssen bezahlt werden.
Das Auto braucht Sprit.
Der Haushalt und die Arbeit bleibt.
Nur die Menschen, die all das normalerweise stemmen, stehen plötzlich an einem völlig anderen Punkt.
Denn natürlich kann man sagen: Die Eltern arbeiten weiter.
Nur wie?
Wie hältst du deine Selbstständigkeit in dem Umfang aufrecht, den sie braucht, wenn dein Kind im Krankenhaus liegt?
Wie arbeitest du konzentriert, wenn dein Kopf bei deinem Kind ist?
Wie planst du Termine, wenn du heute noch gar nicht weißt, wie morgen aussieht?
Wie hältst du einen normalen Arbeitstag aufrecht, wenn Klinik, Gespräche mit Ärzten, Fahrten, Haushalt, die Versorgung der Schwester und die Begleitung deines Kindes längst selbst einen ganzen Tag füllen?
Genau hier entsteht eine finanzielle Belastung, die von außen leicht unsichtbar bleibt.
Weniger Arbeitszeit bedeutet weniger Einkommen.
Für Selbstständige bedeutet ein ausgefallener Arbeitstag oft direkt: kein Umsatz.
Gleichzeitig verschwinden die normalen Kosten des Lebens keinen einzigen Tag.
Dazu kommen neue Ausgaben.
Fahrten. Verpflegung unterwegs. Dinge für Lou. Unterstützung im Haushalt. Hilfe im Alltag. Betreuung. Kleine und größere Kosten, die vorher schlicht nicht da waren.
2019 gab es Rücklagen. Ja, es gab Reserven und sie wurden gebraucht, mehr als gedacht und selbst sie haben damals nicht gereicht.
Die Jahre danach dienten daher nicht dazu, einen großen neuen finanziellen Puffer aufzubauen. Sie dienten dazu, wieder aufzustehen. Das Leben wieder zu sortieren. Wieder Normalität herzustellen.
Jetzt, sieben Jahre später, kommt derselbe Ausnahmezustand zurück.
Deshalb haben wir uns bei dieser Spendenaktion bewusst für ein Ziel entschieden, das über 20.000 Euro liegt.
Diese Summe steht nicht für ein einzelnes Projekt.
Sie soll der Familie über Monate Luft verschaffen.
Sie soll auffangen, wenn Arbeit ausfällt.
Sie soll Entlastung finanzieren, wenn im Haushalt niemand mehr Kapazität hat.
Sie soll helfen, damit zu Hause beide Kinder versorgt sind.
Sie soll Essen, Fahrten und praktische Unterstützung möglich machen.
Sie soll helfen, wenn Dinge entstehen, von denen heute noch niemand weiß, dass sie in einigen Wochen gebraucht werden.
Ich bin Anne und ich organisiere diese Spendenaktion gemeinsam mit vielen anderen Menschen, die gerade mittragen.
Ich stehe dabei nicht im Mittelpunkt. Ich bin ein Teil eines großen Ganzen.
Ein Zeichen dafür, was entstehen kann, wenn viele Hände ein kleines Stück übernehmen.
Mit der Hoffnung, dass aus vielen kleinen Hilfen genau das wird, was diese Familie jetzt braucht: *spürbare Entlastung.*
Noch etwas zu Lou selbst.
Falls du dich fragst, warum du ihn heute auf dem Bild dieser Spendenaktion nur von hinten siehst, hat das einen ganz einfachen Grund.
2019 war Lou 4 Jahre alt - heute ist er 11 und aus dem kleinen Jungen von damals ist ein Kind geworden, das sehr genau versteht, was gerade passiert.
Lou weiß, was auf ihn zukommt. Er kennt diesen Weg bereits. Und er findet verständlicherweise überhaupt nicht cool, dass Bilder von ihm öffentlich gezeigt werden.
Das respektieren wir.
Deshalb haben wir bewusst ein Bild gewählt, auf dem Lou heute nur von hinten zu sehen ist, auf seinem erneuten Weg ins Krankenhaus.
Seine Geschichte darf sichtbar sein gleichzeitig darf Lou selbst entscheidet, wie sichtbar er selbst sein möchte.
Wer mehr über seine Geschichte, die erste Leukämie-Erkrankung und die damalige Zeit erfahren möchte, findet über „Schulstart mit Herz“ den bestehenden Blog und weitere Einblicke.
Wichtiger Hinweis:
Organizer and beneficiary
Valerie Berhalter
Beneficiary


