- S
Wir, die Leute vom Verein K3- Kunst- und Kulturbahnhof Krippen e.V. organisieren den internationalen Keramikmarkt in Bad Schandau vom 24.07.- 26.07.2026 im Park des Parkhotels.
Zum Markt sind ausschließlich Handwerker und Keramik-Künstler zugelassen, die ihre Töpfe, Teller, Gefäße, Skulpturen selbst herstellen. Dazu kommen noch ein Buchbinder, ein Korbmacher und ein Hersteller von Holzspielzeug. Die Standgebühren beschränken wir auf das wirklich Notwendige. Der Markt ist in dieser Form von den Einwohnern der Städte und Gemeinden der Sächsischen Schweiz wie Besuchern anerkannt und sehr beliebt.
Zu unserem Markt gehört eine besondere Musik: Manouche-Jazz, geläufiger unter dem Namen Gypsy-Swing bekannt.
Das ist eine eigenständige Musikrichtung der größten ethischen Minderheit in Europa, der Sinti und Roma. Sie entstand Ende der 1920er Jahre als „Straßenmusik“ in Frankreich. Typisch für den Manouche-Jazz ist, dass sie den Familienmitgliedern weitergegeben wird, ohne dass er schriftlich notiert ist.
Der in Belgien geborene Gitarrist und Sinti Django Reinhardt (1910-1953), steht bis heute für diese Musik und gilt als Gründer des europäischen Jazz. Im Nationalsozialismus bewahrten ihn seine Berühmtheit und die Beliebtheit seiner Musik bei der französischen Bevölkerung (und auch bei einigen Besatzungsoffizieren) davor, wie viele seiner Verwandten als Zigeuner verfolgt und in einem Konzentrationslager umgebracht zu werden.
Wir wollen die Band „Krambambuli“ aus Dresden und den Solo-Gitarristen Alexander Kens engagieren, die für den Manouche-Jazz stehen und gerne darüber Auskunft geben.
Wir verzichten bewusst auf ein Eintrittsgeld, um eine lockere, offene und für alle zugängliche Atmosphäre zu schaffen.
Die Künstlergagen müssen von uns als Organisatoren des Keramikmarktes finanziert werden.
Ohne Eure finanzielle Unterstützung ist das Konzert nicht möglich.
Deshalb bitten wir um Eure Spenden.
Selbstverständlich stellen wir dafür auch Quittungen aus.
Die Musik der Sinti und Roma kommt auf den ersten Blick leicht und fröhlich daher.
Das Leben dieser Menschen ist jedoch nicht nur in den osteuropäischen Ländern äußerst prekär. Sie sind auch in Westeuropa Ausgrenzung, rassistischer Hetze und Bedrohung ausgesetzt.
Bis heute ist Antiziganismus eine, in der Bevölkerung akzeptierte Grundhaltung. Dem wollen die Band und die Marktorganisatoren etwas entgegensetzen.
Das Konzert ist in das Marktgeschehen integriert und eintrittsfrei. Es soll zur Sensibilisierung für die Kultur der Sinti und Roma beitragen.
Wir wollen, dass sich Menschen unterschiedlichen Alters, Herkunft und sozialer Hintergründe vorurteilsfrei begegnen, miteinander ins Gespräch kommen.
Wir unterstützen jene, die sich vor Ort für ein weltoffenes und vielfältiges Miteinander einsetzen.
Eine Infotafel und die Künstler der Band geben dem Publikum Auskunft über den Musikstil und seine Wurzeln.
Über Vereine, Keramiker und die Band selbst werden Einwohner, tschechische Nachbarn und Zugezogene aus anderen Ländern zum Konzert eingeladen.

