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Initiative gegen staatliche sexualisierte Gewalt und Folter
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Die Initiative „Ungebrochen“ entsteht aus der Notwendigkeit, staatliche sexualisierte Gewalt und Folter sichtbar zu machen und zu bekämpfen. Die Berichte von Paula Maier, die Ende Januar 2026 im Rahmen einer Delegation nach Bakur (Nordkurdistan) in der Türkei inhaftiert wurde, verdeutlichen die Brutalität dieses Systems. Paula Maier und weitere Aktivist:innen der Delegation berichteten von massiver körperlicher und psychischer Gewalt: Schläge bis zur Bewusstlosigkeit, Schlafentzug sowie gezielte Demütigungen und psychische Folter prägten ihre Haftzeit. In der Einzelzelle wurde Maier durch einen türkischen Beamten vergewaltigt. Der Mut, die erlebte Gewalt öffentlich zu machen, zeigt, wie wichtig es ist, Betroffene in ihrem Widerstand zu unterstützen und die systemische Straflosigkeit staatlicher Täter zu beenden.
Aber sie ist nicht die einzige Frau. In Deutschland, sowie international, häufen sich die Berichte von jungen Frauen, die sexualisierte Gewalt und Folter durch Staatsbedienstete erleben.
International werden sexualisierte Gewalt und Folter eingesetzt, um politische Gegnerinnen und Gegner einzuschüchtern, zum Schweigen zu bringen und gesellschaftlichen Widerstand zu brechen. Zahlreiche Beispiele aus der Türkei, Israel, Indien, dem Kongo und auch Deutschland belegen das. Betroffene werden häufig isoliert, ihre Erfahrungen angezweifelt und die Verantwortlichen geschützt. Doch diese Praktiken dürfen weder unsichtbar bleiben, noch ohne Konsequenzen sein.
Deshalb gründen wir die Initiative „Ungebrochen“. Wir wollen Betroffene stärken, Informationen zusammentragen, Öffentlichkeit schaffen und uns gemeinsam gegen staatliche Gewalt, Straflosigkeit und Einschüchterung einsetzen.
Wir gründen die Initiative, um gemeinsam sichtbar zu machen, was verborgen bleiben soll.
Betroffene dürfen nicht auf das reduziert werden, was ihnen angetan wurde. Sie leisten Widerstand, indem sie sprechen, die Verantwortlichen benennen und sich organisieren.
Wir – als Frauen und Aktivist:innen – stehen in der Verantwortung zu handeln. Wir dürfen nicht wegsehen, wenn sexualisierte Gewalt und Folter als Instrument politischer Unterdrückung eingesetzt werden. Unsere Solidarität darf nicht bei Worten enden. Wir müssen Betroffene unterstützen, Fälle dokumentieren, Öffentlichkeit schaffen und politischen Druck aufbauen.
Deshalb gründen wir die Initiative „Ungebrochen“.
Wir wollen:
1. Sexualisierte Gewalt und Folter als systematische Mittel von Staaten sichtbar machen
→ Wir zeigen auf, wie solche Gewalt eingesetzt wird, mit dem Ziel Einzelpersonen, politische Organisationen und soziale und politische Bewegungen zu brechen.
2. Der Normalisierung staatlicher sexualisierter Gewalt entgegentreten
→ Wir stellen uns gegen die Relativierung, Verharmlosung und Entpolitisierung dieser Verbrechen.
3. Verantwortliche unter Druck setzen und Staaten zur Rechenschaft ziehen
→ Wir wollen politische Bewegungen, staatliche Institutionen, Parteien, Politiker:innen auf unterschiedliche Weise dazu bewegen, Verantwortung zu übernehmen und zu handeln.
4. Konkrete Kämpfe führen und unterstützen
→ Wir begleiten Betroffene und unterstützen ihre Forderungen.
5. Dokumentieren und informieren.
→ Wir tragen Berichte und Informationen zusammen, machen Zusammenhänge sichtbar und schaffen eine Grundlage für weitere politische, diplomatische und juristische Arbeit.
6. National und international zusammenarbeiten
→ Wir vernetzen uns mit Betroffenen, Initiativen, Frauenorganisationen, Menschenrechtsgruppen, Jurist:innen, Journalist:innen und politischen Akteur:innen in Deutschland und anderen Ländern, um die Kämpfe gegen staatliche sexualisierte Gewalt und Folter gemeinsam zu führen und die Stimmen zu verstärken.
7. Gemeinsame Aktionen entwickeln
→ Wir organisieren öffentliche Veranstaltungen, Kampagnen, Pressearbeit und weitere konkrete Aktionen
