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Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
unsere Kinder Mark (18) und Viktoria (17) wurden im Januar 2022 gegen COVID-19 geimpft. Seitdem hat sich ihr und auch unser Leben dramatisch verändert. Sie leiden unter gravierenden gesundheitlichen Schäden, die inzwischen durch mehrere Ärzte und Kliniken, darunter auch eine Universitätsklinik, bestätigt wurden. Etabliert hat sich die Bezeichnung Post-Vac-Syndrom. Wir kämpfen nicht mit einem Verdacht, sondern mit der bitteren Realität.
Mark leidet an Folgen einer Myokarditis, Posturalem Tachykardiesyndrom (POTS), autoimmunen Reaktionen und chronischen, therapieresistenten Dauerkopfschmerzen.
Besonders hart trifft es unsere Tochter Viktoria:
Sie leidet seit der Impfung zusätzlich an ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom), seit April diesen Jahres in der schwersten Form, Bell-Score 0.
Das bedeutet: keinerlei Teilhabe mehr am Leben. Kein Schulbesuch, keine Freunde, keine Freizeit und Hobbys, kaum Interaktion mit den engsten Familienmitgliedern.
Stattdessen: Dunkelheit, Stille, Isolation und Schmerzen. Selbst minimale Reize verschlimmern ihre Symptome. Sie hat inzwischen die höchste Pflegestufe und einen Grad der Behinderung von 100 mit Merkzeichen B, H und aG.
Wir kümmern uns 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche um sie.
Warum wir euch dringend brauchen?
Wir haben den Weg vor Gericht gewählt und klagen gegen das Land Rheinland-Pfalz auf Anerkennung des Impfschadens nach § 60 IfSG. Dieser juristische Schritt ist nicht nur für unsere Kinder wichtig, sondern auch ein Zeichen für viele andere Betroffene, die ähnliche Erfahrungen machen mussten, aber aus Angst, Erschöpfung oder Geldnot bisher still geblieben sind.
Bis hierhin haben wir alle Anträge, Widerspruchsverfahren sowie die Klage vor dem Sozialgericht selbst bearbeitet und eingereicht. Doch angesichts der enormen Belastung durch Pflege, Organisation der medizinischen Versorgung und des Alltags fehlt uns mittlerweile die Zeit und Kraft, diesen Weg allein weiterzugehen, deshalb möchten wir beide Fälle in die Hände eines spezialisierten Fachanwalts geben.
Das Gerichtsverfahren vor dem Sozialgericht mag formal kostenlos sein, der Kampf ist es leider nicht.
Denn:
- Unser Anwalt rechnet pro Fall mit rund 2.500 € Vorschuss ab, es können weitere Kosten z. B. durch Auslagenersatz entstehen
- Für medizinische Gegengutachten unabhängiger Sachverständiger fallen teils bis zu 10.000 € pro Gutachten an. Oft sind Gutachten aus unterschiedlichen Fachrichtungen sinnvoll und notwendig, denn es handelt sich um eine s. g. Multisystemerkrankung
- Um vor Gericht überhaupt bestehen zu können, sind hochspezialisierte medizinische Untersuchungen notwendig (z. B. funktionelle MRT des Gehirns in Hamburg ca. 1.900€, Kardio-Stress-MRT ca. 1.800 €, aufwendige und sehr teuere Laboruntersuchungen etc.)
Diese Diagnostik wird nicht von den Krankenkassen übernommen, zusätzlich entstehen dabei oft Kosten für Anreise, Hotels oder behindertengerechte Ferienwohnungen
Gleichzeitig tragen wir weiterhin die meisten laufenden Therapie-, Medikamenten- und Laborkosten privat. Es sind inzwischen mehrere Zehntausend Euro im Verlauf der Erkrankung zusammen gekommen und es nimmt kein Ende. Denn Krankenkassen lehnen Kostenübernahme von Off-Label-Use Medikamenten und Therapien ab. Die häufigste Begründung dabei ist, dass diese nicht für ME/CFS bzw. Post-Vac-Syndrom zugelassen sind, Evidenz fehlt oder keine unmittelbare Lebensgefahr droht. Für ME/CFS gibt es aber bisher kein einziges zugelassenes Medikament, obwohl die Erkrankung seit 1969 durch die WHO offiziell anerkannt ist. Außerdem haben fast ausschließlich Privatärzte Zeit und Kapazitäten sich mit dieser komplexen Erkrankung auseinander zu setzen. Um mit einem Zitat von Herr Lauterbach abzuschließen „Der schwer kranke gesetzlich Versicherte ist der Gelackmeierte“
Focus-Interview 17.7.25
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/karl-lauterbach-ueber-me-cfs-forschung-das-ist-ein-staatsversagen-a-a583df20-2959-4aa4-be14-4da688e01a6b
Wir brauchen eure Unterstützung für den juristischen Kampf, damit wir die medizinische und pflegerische Versorgung unserer Kinder erstmal weiterhin aus eigner finanziellen Kraft sichern können. Beides ist für uns leider nicht zu stemmen.
Warum wir trotzdem kämpfen wollen?
- Weil wir Gerechtigkeit für unsere Kinder einfordern.
- Weil ein Urteil zugunsten unserer Kinder auch anderen Betroffenen Mut machen kann.
- Weil wir ein Zeichen setzen wollen, gegen das systematische Schweigen, das Ignorieren, das Wegsehen.
Gegen all jene Politiker aber auch Pressevertreter, die einst laut Solidarität forderten und sich nun komplett der politischen, finanziellen und gesellschaftlichen Verantwortung entziehen.
Wir wollen denen, die damals so überzeugend über Solidarität gesprochen haben, während sie heute wegsehen, juristisch in den Hintern treten.
Ob es gelingt, wissen wir nicht, aber wir wollen es nicht unversucht lassen.
Und genau dafür brauchen wir euch.
Eure Hilfe macht den Unterschied.
Mit eurem Beitrag helft ihr uns, diesen Kampf bis zum Ende zu führen – medizinisch wie juristisch.
Jeder auch so kleine Betrag, jedes Teilen dieser Kampagne bringt uns einen Schritt näher zur Gerechtigkeit.
Jeder Euro, der über das Spendenziel hinaus eingeht, wird ausschließlich für juristische, medizinische und pflegerische Versorgung unserer Kinder verwendet.
Danke für euren Rückhalt.
Familie Komnik aus Bermersheim vor der Höhe
Eugen, Lidia, Mark und Viktoria
Verlinkt sind zwei ältere Artikel der Allgemeinen Zeitung, in denen es u. a. auch um unsere Kinder geht.
https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/kreis-alzey-worms/landkreis-alzey-worms/post-vac-gegen-corona-geimpft-und-dann-schwer-krank-2127282
https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/alzey/schwer-krank-und-hilflos-vier-post-vac-betroffene-berichten-3497927
PS: Ob wir den Weg einer Schadensersatzklage gegen den Impfstoffhersteller BioNtech gehen, müssen wir bis Ende dieses Jahres entscheiden. Das wären 2 weitere Gerichtsverfahren mit deutlich höheren Anwalts- und Gerichtskosten. Aktuell beobachten wir die laufenden Fälle, um Erfolgschancen zu beurteilen.
PPS: Es wird bei unserer PLZ automatisch der falsche Ort zugeordnet, nur damit es keine Verwirrung gibt


