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Hilf mir, mein Zuhause zu behalten

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Mein Name ist Benjamin,
durch eine Schenkung erhielt ich vor 9 Jahren das Haus, in welchem ich in 4. Generation aufwuchs.
Meine Kindheit wurde durch eine alkoholabhängige, alleinerziehende Mutter die ein Aufwachsen ohne warmes Wasser, beheizte Räume oder ausreichend Nahrung als Normalität prägte. Oft wurde der Strom durch nicht gedeckte Rechnungen abgeschaltet und der Gerichtsvollzieher war oftmals nur einen Katzensprung entfernt. Nach der Schule war die erste Aufgabe des Tages, meine Mutter zur Ausnüchterung ins Bett zu bringen, bevor diese das Haus durch starken Zigarettenkonsum im Delirium anzünden konnte. Neben meinem Hund, den ich mit 4 Jahren bekam, waren psychosomatische Erkrankungen und Hänseleien in der Schule meine treusten Begleiter.

Aller Widrigkeiten zum Trotz habe ich mich dennoch nie aufgegeben und meine Mutter zum Gegenentwurf meines Lebens auserkoren.

Die Schenkung beinhaltete Nießbrauch und somit uneingeschränktes, kostenfreies Wohnrecht meiner Mutter, welches sie bis zu einem Schicksalsschlag während der Pandemie fürstlich ausnutzen sollte.

So verstarb meine Großmutter im November 2020 mit 96 Jahren. Sie brachte mir mit 4 Jahren das Lesen, sowie Etikette und Halt bei. An ihrem Totenbett versprach ich, dass ich das besagte Haus, welches durch ihren Vater in den 20er - 30er Jahren erbaut wurde, erhalten werde. Trotz Demenz war sie in diesem Moment ganz klar, lächelte und sagte mir „ich weiß". Diese letzten Worte begleiten und treiben mich bis heute an.

Doch gleichzeitig führte der Tod meiner Großmutter zu einem noch stärkeren Durst meiner Mutter danach, ihre Sorgen und Kummer zu ertränken. So brach diese Ende Mai 2023 durch ihren Konsum zusammen, weshalb ich sie in ein Krankenhaus brachte. Dort wurden zwar multiple Hirninfarkte diagnostiziert, dennoch entschloss sie sich, sich in der Nacht desselben Tages zu entlassen, um sich um ihren Hund zu kümmern. Sie berauschte sich anschließend erneut, nur um wenige Stunden einen weiteren Infarkt zu erleiden. Am Morgen des nächsten Tages habe ich sie praktisch blind und ohne Fähigkeit, sich fortzubewegen aufgefunden, weshalb ich den Notarzt rief.

Viele Monate wechselte sie zwischen Krankenhaus- und Rehaaufenthalt. Das ging soweit, dass der Kontakt zeitlang komplett abbrach, da mir die Pflegekräfte kaum noch Auskunft über den Aufenthalt geben konnten. Auch wurde ich trotz der Bitte, mich bei Änderungen ihres Aufenthalts auf dem Laufenden zu halten, kein einziges Mal vom Krankenhaus kontaktiert.

So vergingen schließlich einige Monate, bis ich zum ersten Mal die Vorstellung ihres gesetzlichen Betreuers per gelben Brief erhielt. So waren die Pflegekosten zu decken, welche meine Mutter durch klägliche Rente und ohne Altersvorsorge nicht stemmen konnte. Hier standen mit Versäumnisgebühr (da sich der Betreuer bei mir erst nach über einem Jahr meldete) über 33.000,00 Euro im Raum. Doch vorerst sollte das Haus und Grundstück zurück an meine Mutter gehen, um diesen Betrag zu tilgen.
Der Anspruch ist legal, da seit dem Zeitpunkt der Schenkung keine 10, sondern erst etwa 9 Jahre vorübergingen.

Durch Anwalts-, Gerichts-, Tierarzt- und Pflegekosten sind meine Ressourcen nun aufgebraucht, zudem trage ich monatlich 1.900,00 Euro Pflegekosten für den Pflegegrad 5 meiner Mutter. Daher kann ich nach dem jüngsten Vergleich die restlichen Kosten von 29.400,00 Euro vermutlich nicht bis zum Oktober begleichen.

Nur dieses eine Mal bitte ich um Hilfe, damit das Vermächtnis meiner Familie bewahrt wird. Nie habe ich mir im Leben etwas zu Schulden kommen lassen, nur dieses Mal, weil ich der Sohn einer alkoholabhängigen Mutter bin, die ich trotz all ihrer Fehler nicht sterben ließ.


PS: Die Hündin namens Motte behielt ich, da sie alt und durch Vernachlässigung meiner Mutter in einem derart desolaten Zustand war, dass sie unvermittelbar gewesen wäre. Sie bekommt nun artgerechte Nahrung, Auslauf, Zuneigung und die medizinische Verpflegung, die nun leider Notwendig ist. Stetig lernt sie neue Dinge und hat ihr starkes Übergewicht verloren.


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Benjamin Baldamus
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