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Wir organisieren aktuell in Frankfurt eine Ausstellung von und mit Sexarbeiter*innen, um Perspektiven sichtbar zu machen, die im öffentlichen Diskurs oft fehlen – oder verzerrt dargestellt werden.
Ausgangspunkt ist die Ausstellung „Gesichtslos – Frauen in der Prostitution“, die aktuell in Frankfurt gezeigt wird. Sie reduziert Sexarbeit auf Gewalt, Zwang und Menschenhandel und lässt zentrale Perspektiven von Menschen aus dem Arbeitsfeld selbst nicht zu Wort kommen. Dadurch werden bestehende Stigmata reproduziert.
Und Stigma ist nicht neutral.
Stigma wirkt.
Stigma erhöht das Risiko von Ausgrenzung, Unsicherheit und Gewalt.
Dem setzen wir etwas entgegen.
Wir holen unsere Stimmen zurück.
Und wir zeigen unsere Gesichter.
Gezeigt wird die Ausstellung
„Sex Workers – Das ganz normale Leben“ von Tim Oehler
die bereits in mehreren Städten zu sehen war und Einblicke in reale Lebens- und Arbeitswelten von Sexarbeiter*innen gibt – differenziert, respektvoll und jenseits von Klischees.
Begleitend organisieren wir Veranstaltungen: Lesungen, Gespräche, Diskussionsabende und Formate wie „Ask a Sexworker“. Es geht um Austausch, Aufklärung und darum, dass Menschen selbst sprechen können, statt dass immer nur über sie gesprochen wird.
Dieses Projekt wird von vielen Menschen getragen, die ihre Zeit, Energie und Arbeit einbringen.
Damit wir das möglich machen können, sammeln wir Spenden für:
– Honorare für die beteiligten Sexarbeiterinnen und Referentinnen
– Ausgleich für Arbeitsausfall (viele nehmen sich dafür bewusst Zeit frei)
– Reisekosten und Unterbringung
– Transport der Ausstellung
– Druck von Flyern, Plakaten und Öffentlichkeitsarbeit
– organisatorische Kosten vor Ort
Uns ist wichtig, diese Arbeit nicht als selbstverständlich zu behandeln, sondern sichtbar zu wertschätzen und zu honorieren.
Ein besonderer Dank gilt auch dem Team der Alten Dondorf-Druckerei in Bockenheim (https://www.schirn.de/ueber-uns/die-ehemalige-dondorf-druckerei/), die uns diesen Raum zur Verfügung stellen. Ohne solche solidarischen Orte wären Projekte wie dieses nicht möglich.
Dieses Projekt ist ein gemeinsamer Raum.
Ein Raum, den wir miteinander schaffen.
Ein Raum für Stimmen, die oft überhört werden.
Unser Ziel ist es, die Menschen, die sich beteiligen, fair zu bezahlen und ihnen die Teilnahme zu ermöglichen.
Jede Unterstützung hilft uns, diesen Raum zu schaffen – einen Raum, in dem nicht über Sexarbeiter*innen gesprochen wird, sondern sie selbst zu Wort kommen.

