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Mein Name ist Anusch. Ich bin Gewerkschaftssekretär bei der IG Metall Darmstadt und begleite seit dem vergangenen Jahr gemeinsam mit vielen engagierten Kolleginnen und Kollegen den Aufbau der betrieblichen Mitbestimmung bei dem Fahrradhersteller Riese & Müller.
Nach Monaten intensiver Arbeit fand vor wenigen Tagen die erste Betriebsratswahl im Unternehmen statt. In dieser Zeit haben sich zahlreiche Beschäftigte engagiert: Sie haben miteinander gesprochen, sich organisiert und für demokratische Mitbestimmung im Betrieb eingesetzt.
Leider erleben wir seit einigen Wochen auch eine andere Entwicklung: Im unmittelbaren Umfeld der Betriebsratswahl kam es zu Kündigungen von Beschäftigten, darunter auch engagierte Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter.
Diese Situation hat einzelne Kolleginnen und Kollegen besonders hart getroffen.
Worum geht es bei dieser Spendenaktion?
Einer der Betroffenen ist Frank, 58 Jahre alt, gebürtiger Bensheimer.
Er hat über zehn Jahre bei Riese & Müller gearbeitet.
Frank ist ein Kollege, der sich früh entschieden hat, Verantwortung zu übernehmen. Zu Beginn der Organisierung der Belegschaft trat er der IG Metall bei, beteiligte sich an Gesprächen und Aktionen und setzte sich solidarisch für seine Kolleginnen und Kollegen ein. Vor kurzem wurde Frank fristlos entlassen.
Die Kündigung trifft ihn in einer schwierigen Lebenssituation. Bis rechtlich geklärt ist, ob die Kündigung Bestand hat, können viele Monate vergehen. Verfahren vor dem Arbeitsgericht dauern häufig neun bis zwölf Monate.
Gleichzeitig hat Frank aktuell mit erheblichen finanziellen Belastungen zu kämpfen. Durch die Kündigung ist eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld entstanden, sodass seine laufenden Kosten derzeit kaum gedeckt werden können.
Warum ist Unterstützung jetzt wichtig?
Frank steht momentan vor einer Zeit großer Unsicherheit.
Die juristische Auseinandersetzung läuft, doch sie braucht Zeit. Seine Frau ist krank und auf Unterstützung angewiesen. Das regelmäßige Einkommen aus seiner Arbeit bei Riese & Müller war für den gemeinsamen Alltag daher von zentraler Bedeutung. Gleichzeitig lag sein Gehalt nicht in einer Höhe, die es ihm ermöglicht hätte, größere finanzielle Rücklagen zu bilden. Die plötzliche Kündigung trifft ihn deshalb doppelt hart: Neben der rechtlichen Unsicherheit steht er nun vor der Herausforderung, die laufenden Lebenshaltungskosten für sich und seine Familie weiterhin tragen zu können.
Als Gewerkschaft unterstützen wir ihn bereits durch Rechtsschutz und Sozialberatung, sowie über vorhandene Nothilfefonds. Diese Hilfen reichen jedoch nicht aus, um die kommenden Monate vollständig zu überbrücken. Deshalb möchten wir mit dieser Spendenaktion ein Zeichen praktischer Solidarität setzen.
Es geht nicht nur um finanzielle Unterstützung. Es geht auch um eine klare Botschaft:
Wer sich für Kolleginnen und Kollegen einsetzt, soll nicht allein dastehen.
Wofür werden die Spenden verwendet?
Die Spenden sollen Frank helfen,
• seine laufenden Lebenshaltungskosten zu decken,
• finanzielle Verpflichtungen weiter bedienen zu können
• und die Zeit bis zur Klärung seiner arbeitsrechtlichen Situation zu überbrücken.
Es geht ausdrücklich darum, ihm in einer schwierigen Übergangsphase Stabilität und Sicherheit zu geben.
Unser Appell:
Die vergangenen Monate haben gezeigt, wie wichtig Zusammenhalt unter Beschäftigten ist.
Wenn Kolleginnen und Kollegen sich für Mitbestimmung einsetzen und dadurch selbst unter Druck geraten, dann braucht es genau das, wofür Gewerkschaften stehen: Solidarität.
Jede Unterstützung hilft.
Lasst uns gemeinsam zeigen:
Niemand steht allein.
Vielen Dank für eure Unterstützung!


