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Erst 2024 hat der 18-jährige Zain* seine Mutter nach sehr langer Zeit wiedergesehen und seine drei Geschwister kennengelernt.
Zum ersten Mal in seinem Leben fühlte er sich wirklich als Teil einer Familie — endlich angekommen.
Doch genau jetzt wird er abgeschoben.
Zain wurde in London geboren und wuchs anschließend viele Jahre bei seinen Großeltern in Togo* auf, während seine Mutter bereits in Deutschland lebte. Aus verschiedenen Gründen war es lange nicht möglich, die Familie wieder zusammenzuführen.
In der Schule ist Zain schnell Teil der Gemeinschaft geworden. Er besucht eine Internationale Förderklasse, hat in kurzer Zeit Deutsch gelernt und arbeitet mit großem Ehrgeiz an seinem ersten Schulabschluss. Inzwischen hat er viele Freundschaften geschlossen und in Essen eine Heimat gefunden.
Besonders freut ihn, dass er bereits ein Ausbildungsangebot als Bodenleger erhalten hat. Diese Ausbildung würde er sehr gerne beginnen.
Wer ihn kennenlernt, merkt schnell, was für ein Mensch er ist: freundlich, sensibel, aufmerksam und immer hilfsbereit. Zain begegnet Menschen mit großem Respekt. Viele haben ihn in kurzer Zeit sehr ins Herz geschlossen.
Doch trotz all dieser positiven Entwicklungen steht seine Zukunft in Deutschland auf dem Spiel.
Als Zain 2024 seine Familie endlich wieder in die Arme schließen konnte, wurde ihm schnell klar, wie sehr er sich wünscht, dauerhaft bei ihr zu sein. Mit einem Touristenvisum stellte Zain während seines Aufenthaltes als Minderjähriger einen Antrag auf Familiennachzug. Später stellte sich jedoch heraus, dass ein solcher Antrag rechtlich nur aus dem Ausland gestellt werden darf.
Trotz verschiedener Versuche, eine Lösung zu finden, wurde sein Aufenthaltsantrag abgelehnt. Lehrkräfte, eine Anwältin und viele Unterstützer haben Gespräche geführt, Anträge gestellt, vor Gericht geklagt und sogar eine Petition beim Landtag Nordrhein-Westfalen eingereicht. Leider blieb all das ohne Erfolg.
Die Konsequenz ist eine Situation, die für Zain und seine Familie kaum nachvollziehbar ist:
Er muss Deutschland verlassen und nach Togo zurückkehren, nur um von dort aus ein Ausbildungsvisum zu beantragen, das ihm ermöglichen soll, wieder nach Deutschland zurückzukehren und bei seiner Familie zu leben.
In Togo leben nur noch seine gesundheitlich angeschlagenen Großeltern. Wie lange das Visumsverfahren dauern wird, weiß niemand. Die Familie muss damit rechnen, viele Monate oder sogar Jahre wieder voneinander getrennt zu sein.
Diese Situation ist nicht nur emotional schwer für Zain und seine Familie, sondern auch finanziell eine enorme Belastung. Die notwendigen Schritte für das Visumsverfahren verursachen Kosten, die die Familie nicht allein tragen kann.
Bereits entstanden sind Anwaltskosten von etwa 2.500 €. Für die notwendigen Flüge nach Togo und später zurück nach Deutschland werden etwa 1.000 € benötigt. Hinzu kommen etwa 200 € für einen offiziellen Sprachtest, der für das Visum erforderlich ist, sowie rund 100 € für Visumsgebühren und weitere Behördengänge. Während der Wartezeit in Togo entstehen außerdem monatliche Lebenshaltungskosten von etwa 500 €.
Mit dieser Spendenaktion möchten wir Zain dabei unterstützen, diese Kosten zu bewältigen und die Chance ermöglichen, nach Deutschland zurückzukehren, seine Ausbildung zu beginnen und bei seiner Familie zu leben.
Jede Unterstützung hilft. Auch kleine Beträge helfen und zeigen Zain und seiner Familie, dass sie in dieser schwierigen Situation nicht allein sind.
Für Zain.
Für seine Zukunft.
Und für die Chance, bei der Familie bleiben zu dürfen, die er gerade erst wiedergefunden hat.
Die Spenden werden ausschließlich für die genannten Kosten verwendet und Zain direkt zur Verfügung gestellt.
*Name und Herkunftsland wurden zum Schutz der Privatsphäre geändert.

