
Armutsbetroffenen eine Stimme geben - Mit ihrer Hilfe
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Wir sind die SeWo e.V. Unsere Arbeit beginnt dort, wo Menschen in schwierigen
Lebenslagen Unterstützung brauchen. Dabei erleben wir täglich: Die Menschen, mit denen
wir arbeiten, haben viel zu sagen. Nur hört ihnen kaum jemand zu.
Wenn in Talkshows, Zeitungen oder politischen Debatten über Bürgergeld,
Wohnungslosigkeit oder Kinderarmut gesprochen wird, sitzen dort meist Fachleute,
Politikerinnen und Kommentatoren. Wer selbst von Armut betroffen ist, kommt kaum vor.
Und wenn doch, dann oft als Fallbeispiel, über das berichtet wird, nicht als Stimme, die
selbst etwas zu sagen hat.
Das wollen wir ändern. Deshalb haben wir die Abteilung „Öffentlichkeitsarbeit und
Beteiligungsformate“ neu gegründet. Sie wird von Stefan geleitet, der zugleich als
Gruppensprecher die Gruppe „Arm aber Lautstark“ begleitet. In dieser Gruppe sprechen
Menschen mit Armutserfahrung für sich selbst: über ihren Alltag, über Hürden im System
und über das, was sich ändern muss. Sie bringen Wissen mit, das man in keinem Studium
lernt.
Ein Ort für selbstbestimmte Stimmen
Was solchen Gruppen meist fehlt, sind die Bedingungen, um ihr Wissen wirksam nach außen
zu tragen. Gute Öffentlichkeitsarbeit braucht mehr als guten Willen: einen Ort zum
Arbeiten, Technik für Aufnahmen, einen Raum, in dem man sich treffen, planen und
produzieren kann. Wer von Armut betroffen ist, hat zu all dem in der Regel keinen Zugang.
Genau hier setzen wir an. Die SeWo hat eigens ein Büro angemietet, in dem Videos,
Podcasts und andere Formate entstehen sollen. Dieses Büro, die Technik und die
Ausstattung stellen wir „Arm aber Lautstark“ zur Verfügung. So können Armutsbetroffene
ihre eigenen Beiträge entwickeln und produzieren, unter professionellen Bedingungen und
auf Augenhöhe. Es geht nicht darum, für Menschen zu sprechen, sondern ihnen das
Werkzeug in die Hand zu geben, damit sie selbstwirksam für sich sprechen können. Nichts
über uns ohne uns.
Gleichzeitig wird das Büro zur Basis unserer gesamten Öffentlichkeitsarbeit als SeWo. Hier
entstehen auch unsere eigenen Formate, etwa unser geplanter Videopodcast „Auf dem
grünen Sofa – Der SeWo Talk“. Jede Spende wirkt also doppelt: Sie stärkt die
Selbstvertretung von Armutsbetroffenen und sie hilft uns als Verein, sichtbarer zu machen,
was soziale Arbeit leistet und wo es hakt.
Wofür wir eure Spenden brauchen
Das Büro ist da, aber noch leer. Und der Raum hallt so stark, dass ohne Schallschutz keine
brauchbaren Ton- und Videoaufnahmen möglich sind. Konkret brauchen wir:
• Akustik und Schallschutz – Akustikpaneele, Deckensegel und Vorhänge, damit
Aufnahmen überhaupt möglich werden: 2.500 €
• Aufnahmetechnik – Mikrofone, Kamera, Licht und Zubehör für Video- und
Podcastproduktionen: 4.500 €
• Einrichtung – Arbeitsplatz, Konferenztisch für Gesprächsrunden und Aufnahmen,
Sitzecke, Regale und Stauraum, Kaffeeküche: 2.500 €
• Ein E-Kabinenroller (25 km/h) – für den Transport der Ausrüstung zu
Außenterminen: 8.000€
Warum ein Kabinenroller?
Öffentlichkeitsarbeit findet nicht nur im Büro statt. Wir wollen dorthin, wo Menschen sind:
zu Veranstaltungen, Aktionen und Gesprächen vor Ort. Dafür muss Technik transportiert
werden. Für Stefan, der körperlich eingeschränkt ist, ist das eine echte Hürde. Ein kleiner,
wettergeschützter E-Kabinenroller ermöglicht es ihm, die Ausrüstung selbstständig zu
Außenterminen zu bringen. Der Roller bleibt Eigentum der SeWo und steht der Abteilung
dauerhaft zur Verfügung.
Auch das gehört für uns zu echter Teilhabe: dass Barrieren nicht nur benannt, sondern
abgebaut werden, auch in den eigenen Reihen.
Jeder Beitrag zählt
Ob 5 € oder 500 €: Jede Spende hilft uns, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen mit
Armutserfahrung nicht mehr nur Thema sind, sondern selbst die öffentliche Debatte
mitgestalten. Und wenn ihr gerade nichts geben könnt, was wir sehr gut verstehen: Teilt
diese Kampagne. Auch das macht uns lauter.
Danke, dass ihr zuhört.
Eure SeWo e.V.
gemeinsam mit „Arm aber Lautstark“

