Slutwalk München 2022

Der Slutwalk München geht in die zwölfte Runde! Auch dieses Jahr gehen wir als Slutwalk gegen Victimblaming und Slutshaming auf die Straße! Gleichzeitig setzen wir uns für sexuelle Selbstbestimmung ein.

Dafür bitten wir um eure Unterstützung: Der Slutwalk München finanziert sich nur über Spenden. Nicht selten investieren die Orga-Sluts ihr eigenes Geld, um verschiedene Projekte auf die Beine zu bringen. Die Spenden von Dritten nutzen wir für die Kosten der Demo (Demowagen, Musiktechnik, etc.), für Workshops, für Infostände, für Sticker und Aufklärungsmaterial, für weitere Aufklärungsprojekte oder für unseren Sluttalk Radio-Podcast. Wir Orga-Sluts zahlen uns selbstverständlich nichts aus, unser Engagement ist rein ehrenamtlich.

Der Slutwalk 2022 startet am 23.07. ab 15 Uhr am Münchner Marienplatz. Nach einem Demozug durch die Innenstadt landen wir wieder zurück am Marienplatz, und demonstrieren bis zum späten Abend. Euch erwarten diverse Redebeiträge und tanzbare Beats!

Unser Motto dieses Jahr lautet „Konsens ist sexy!“. Wir denken: Bei Konsens geht es um mehr als um bloßes Einverständnis. Ganz klar: Einverständnis ist nicht nur zum Sexualverkehr ein absolutes Muss. Nur Ja heißt ja!

Bei Konsens geht es um mehr: Konsensueller Sexualverkehr ist ein Prozess, bei dem alle Beteiligten auf ihre eigenen und gegenseitigen Bedürfnisse achten. Konsensueller Sex ermöglicht Austausch. Konsensueller Sex beachtet Grenzen. Konsensueller Sex basiert auf Respekt. Konsens ist sexy.

Lasst uns über Sex sprechen. Lasst uns Sex so schön wie möglich für alle gestalten ✊

Instagram: @sluwalk_muenchen
Facebook: SlutWalk München
Twitter: SlutwalkMunich
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Hintergrund zum Slutwalk:
Die globale Slutwalk-Bewegung gibt es seit 2011. Im April 2011 ging die Aussage eines Polizisten in Toronto viral, wie Frauen sexuelle Übergriffe verhindern sollten: "Women should avoid dressing like sluts" ("Frauen sollten es vermeiden, sich wie Schlampen zu kleiden"). Dies führte zu der ersten Demonstration in Toronto, die Slutwalk genannt wurde. Die meist weiblichen Demonstrantinnen trugen dabei Kleidung, die als "slutty" (schlampig) gesehen wird, wie z.B. kurze Röcke und freizügige Oberteile.

Die Aussage des Politisten ist typisches Victim Blaming. Durch die falsche Annahme, dass Frauen durch das Tragen bestimmter Kleidung eine Mitschuld an Übergriffen haben, findet eine Täter-Opfer-Umkehr statt. Dies führt zu einer Verharmlosung und Rechtfertigung von sexualisierter Gewalt und die Täter*innen werden aus der Verantwortung genommen.

Victimblaming und Slutshaming sind gesellschaftliche Probleme, die in allen patriarchal geprägten Kulturen existieren. Demnach ist es nicht verwunderlich, dass sich die Bewegung global etabliert hat. Der Slutwalk München protestiert bereits seit 2011 jährlich in der Münchner Innenstadt.

Die Selbstbezeichung als Slut/Schlampe ist auch in feministischen Kreisen nicht unumstritten. Dies ist uns bewusst. Wir sagen: Wir holen den Begriff zurück. Wenn "nur Schlampen Opfer von sexualisierter Gewalt werden", dann sind wir eben alle Schlampen.
  • Anonymous 
    • €20 
    • 17 d
  • Roberta Hempe 
    • €25 
    • 17 d
  • Cora Hindelang 
    • €5 
    • 22 d
  • Mario Jaritz 
    • €20 
    • 23 d
  • Armin Rösl 
    • €220 
    • 23 d
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Organizer and beneficiary

Slutwalk München 
Organizer
Munich
Madeleine Eberhart 
Beneficiary