Hals abwärts gelähmt - helft Noah!

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Created October 6, 2018
17. Oktober: Wir haben heute unter "Updates" ein paar neue Informationen zu Noah geschrieben. Und danken euch/Ihnen weiterhin so sehr!!!

english version see below

...ich würde alles dafür geben, diese Zeilen hier niemals schreiben zu müssen... Ich versuche es dennoch, weil es so viel helfen würde, dieses unfassbare Schicksal von unserem Noah wenigstens aus existenzieller Sicht ansatzweise erträglich zu machen. Emotional ist all das kaum auszuhalten... Bitte habt Verständnis, dass ich kein Foto von ihm einstellen kann - er liegt schwerstverletzt auf der Intensivstation...

Noah's Leben hat sich mit gerade mal 20 Jahren für immer und unwiderruflich komplett verändert. Er wurde von einer Straßenbahn überfahren - die anschließende Not-OP hat sein Leben gerettet, jedoch ist er ab sofort vom Hals abwärts gelähmt. Eine für uns alle noch immer nicht zu fassende Vorstellung, war er bis gerade noch ein extrem aktiver und lebensfroher junger Mann, der gerade sein Sportstudium in Jena beginnen wollte! Jetzt liegt er im dortigen Universitätsklinikum, hat noch mehrere Operationen vor sich und wir als Freunde  wollen ihm und seiner Familie alle Hilfe zukommen lassen, die nur möglich ist.

Als Alleinerziehende von Noah's kleinem Bruder hat seine Mama wenig finanzielle Möglichkeiten, zumal wir alle gar nicht absehen können, ob sie jemals wieder arbeiten kann. Noah wird soviel brauchen, es fehlt mir allein am klaren Kopf alles aufzulisten... Zunächst wird es Therapien/Reha-Maßnahmen brauchen, dann wollen wir ihn natürlich irgendwie bei uns haben, sprich Umzug/Umbau wird ein Thema werden, dazu Pflegekräfte und Pflegemittel und vieles mehr. Es ist jetzt noch gar nicht abzusehen, was da alles auf uns zukommt - doch jeder Cent wird dringend gebraucht werden und einzig und allein Noah zukommen, da könnt ihr ganz sicher sein!!!

Ich danke euch aus tiefstem Herzen...

Sandra


Paralysed from the neck down – please help Noah

...I would give anything in the world never to have to write these words… But still I am going to try, because it may help to make the incomprehensible fate of our Noah a little more bearable, at least from a material point of view. Emotionally, the pain is almost impossible to endure. Please understand that I cannot bear to download a photo of him here – at present he is in intensive care with massive injuries…

At just 20 years old, Noah's life has just completely changed forever. He was run over by a tram, and although an emergency operation straight after the accident saved his life, he is now paralysed from the neck down. It is still an inconceivable idea for all of us – up until a short time ago, he was an exceptionally active and cheerful young man who was just about to begin his sports studies in Jena. Now he is in the university hospital there, with several operations ahead of him. We, as his friends, want to give him and his family all the help we possibly can.

Noah’s mother is bringing up his little brother alone, so her financial resources are extremely limited, especially as it is unclear whether she will ever be able to work again. Even now it is impossible to list everything Noah is going to need... First of all there will be therapy and rehabilitation expenses. Then of course we want to keep him with us so that we can care for him, so either a move or extensive conversion work will be unavoidable. Then there are the costs of nursing and treatment products. At the moment it is impossible to predict what the future holds for us – but it is clear that every cent is needed urgently, and it will be spent on making Noah’s life as bearable as possible – you can be completely sure of that!!

I thank you from the bottom of my heart...

Sandra
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Die letzten 12 Tage waren ein Wechselbad der Gefühle. Wir haben geweint, waren verzweifelt, haben gebetet und auf Wunder gehofft. Wir haben täglich viele Stunden an Noahs Bett verbracht und ihm gezeigt, dass wir für ihn da sind und ihn unendlich lieben.

Die ersten Tage fühlten sich wie ein Albtraum an, stets der Wunsch, doch endlich zu erwachen und zur Normalität zurückkehren zu können. Allmählich ist das Gefühl des schlechten Traums nicht mehr da – wir müssen mit der Situation umgehen lernen, kleinschrittig denken und kämpfen – alle miteinander. Unsere Familie ist stark, wir stehen füreinander ein, sind jetzt noch enger zusammengerückt. Ich habe nicht das Gefühl, mit meinem Schmerz alleine zu sein. Hieraus ziehe ich die Kraft, die für Noah so wichtig ist.

Und ich schöpfe Kraft, wenn ich auf diese Seite schaue. Ich bin überwältigt von der Solidarität, der Nächstenliebe, von der Anteilnahme. Wenn jemand zweifelt an Zwischenmenschlichkeit, der wird auf dieser Seite eines besseren belehrt. Es ist überwältigend zu sehen, welche Kreise der Spendenaufruf gezogen hat, wie viele Menschen doch erreicht werden konnten. Es sind zahlreiche Leute, die Noah kennen und lieben. Es sind auch zahlreiche Leute aus meinem Umfeld oder dem Umfeld meiner Familie, meiner Freunde. Und es sind Menschen, die uns gar nicht kennen, sondern die einfach nur von unserem Schicksalsschlag berührt sind. Vielen herzlichen Dank für die schwindelerregende Geldsumme, die hier zusammenkommt. Ich habe noch keine richtige Idee, was künftig finanziell alles auf uns zukommen wird. Aber dank eurer/Ihrer Hilfe ist mir die Angst vor der Zukunft erstmal genommen...

Noah liegt nicht mehr im künstlichen Koma. Seit drei Tagen ist er relativ wach, versucht mit uns in Kontakt zu treten. Er wurde im Uniklinikum Jena ganz aufopferungsvoll betreut und heute nach Halle verlegt. Hier kommt er rasch in die Hände von Fachkräften, die auf Querschnittlähmung spezialisiert sind, um das Maximum mit und aus ihm herauszuholen.

Noah ist nach wie vor auf der Intensivstation, aber jeden Tag gibt es einen klitzekleinen Schritt nach vorn. Mein Sohn ist ein lebensfroher, aufgeschlossener, sportlicher junger Mann mit Kampfgeist, der sich ins Leben zurückkämpfen wird. Irgendwie. Das hoffe ich inständig. Wir alle werden ihn mit all unserer Kraft und Liebe begleiten, hinter ihm stehen oder seine Hand nehmen.

Und eines Tages wird er auch aus der hier gezeigten Anteilnahme Kraft schöpfen. So wie wir.

Mit innigem Dank. Claudia Berge (Noah´s Mama)

The last 12 days have been an emotional roller coaster. We have cried, been close to desperation, prayed and hoped for miracles. We have spent many hours each day at Noah's bedside, showing him that we are there for him and that we love him endlessly.

The first days felt like a nightmare, constantly wishing that we would soon wake up and return to normality. Gradually the feeling of being in the middle of a bad dream is disappearing - we have to learn to deal with the situation, to think and to fight taking one small step at a time - all together. Our family is strong, we stand up for each other, and this has brought us even closer together. Thanks to my family, I do not have the feeling of being alone with my pain. This gives me the strength that is so important for Noah.

And I also draw strength when I look at this page. I am overwhelmed by the solidarity, the charity, the sympathy shown to us here. If anyone were to doubt the power of human kindness, this page would prove them wrong. It is overwhelming to see how many people have been reached by the appeal for donations. There are many people who know and love Noah. There are also numerous people from my circle of acquaintances and that of my family, my friends. And there are people who do not even know us, who are simply moved by the stroke of fate we have suffered. Thank you very much for the staggering sum of money that has come together here. I have no real idea of the financial challenges ahead. But thanks to your help, I am no longer afraid of the future...

Noah is no longer in an artificial coma. He has been relatively conscious for three days, and trying to communicate with us. After being cared for in the best imaginable way at Jena University Hospital, he has been moved to Halle today. Here he has been quickly placed into the hands of experts specialising in paraplegia, who will help him to make the best possible progress.

Noah is still in intensive care, but every day he takes a tiny step forward. My son is a cheerful, open-minded, sports-loving young man with a fighting spirit who will fight his way back into life. Somehow. That is my sincere hope. We will all accompany him with all our strength and love, standing behind him or holding his hand.

And one day he will also draw strength from the sympathy he has been shown here. Just as we have.

With heartfelt thanks. Claudia Berge (Noah´s Mama)

Please keep sharing!
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...ein Update von uns, obwohl wir eigentlich sprachlos sind...! Sprachlos über eure/Ihre unfassbar große Anteilnahme an Noahs Schicksal, sprachlos über die unglaubliche Summe, die hier in kürzester Zeit zusammengekommen ist, sprachlos über soviel Menschlichkeit und Rückhalt. Wir danken hier wirklich jedem Einzelnen aus tiefstem Herzen!!! Uns als Familie gibt das soooo viel Kraft und vor allem etwas Sicherheit für all das, was auf uns zukommen wird. So ganz langsam dringt es auch zu uns durch und wir wissen, dass es wirklich jeden Cent brauchen wird. Daher erhöhen wir das Spendenziel (wir hätten nie gedacht, überhaupt 10.000 Euro zu erreichen...) und sind wirklich weiterhin für jede Spende dankbar. Wenn Noah irgendwann in der Verfassung sein wird, zeigen wir ihm all eure/Ihre Anteilnahme hier - und wir sind sicher, diese wird ihm auf seinem schweren Weg ganz viel Energie geben. Ein "Danke" als Wort reicht hier nicht aus...

An update from us, although we are actually speechless ..! Speechless to witness your unbelievable compassion with Noah, speechless at the incredible sum that has been raised here within such a short period of time, speechless at your humanity and all the support you are giving us. We thank each and every one of you from the bottom of our hearts! It gives us so much strength as a family, and above all a certain measure of security to help us face everything ahead of us. We are slowly realising how important it is, we know that every cent will really be needed. So we are increasing the donation goal (we never imagined we would reach 10.000 Euro...) and are so thankful for every donation. At some point in the future, when Noah is well enough, we will show him all the compassion you have shown here - and we are sure it will give him a lot of strength to brave the difficult path ahead of him. Right now, the words "thank you" are simply not enough.
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