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Zwei Rollstuhl-Lifte. Ein Ziel: Mehr Freiheit für Greta!
Wir schreiben diese Zeilen als Schwestern und Tanten – mit der Hoffnung auf Unterstützung in einer Herzenssache.
Unsere jüngere Schwester bekam vor neun Jahren Zwillinge per Notkaiserschnitt in der 32. Schwangerschaftswoche. Der Start ins Leben war dramatisch. Durch Sauerstoffmangel der Zwillinge bei der Geburt und eine schwere Infektion unserer Schwester war lange nicht klar, wie es für alle weitergehen würde. In dieser Zeit lebte unsere Familie zwischen Hoffen und Bangen. Wie so viele Eltern hofften unsere Schwester und ihr Mann, dass sich die Zwillinge dennoch möglichst gut entwickeln würden. Zunächst wohnte die Familie noch in einer Wohnung bei den Großeltern, aber das wurde für fünf Personen schnell zu eng.
Als sie sich damals für ihr Haus entschieden, war das eine bewusste Wahl: in der Nähe der Großeltern, mit Unterstützung im Alltag, mit drei kleinen Kindern – und es war das einzige Haus, das finanziell für sie machbar war. Niemand konnte zu diesem Zeitpunkt wissen, wie sich das Leben entwickeln würde.
Mit den Jahren wurde klar, dass beide Kinder Einschränkungen haben. Der Sohn Matteo lebt mit Spastiken, kann sich aber im Alltag, wenn auch mit etwas Mühe, relativ selbstständig bewegen. Unsere Nichte Greta ist stärker betroffen. Aufgrund ausgeprägter Spastiken in den Beinen ist sie dauerhaft auf einen Rollstuhl angewiesen.
Und doch ist sie so viel mehr als ihre Einschränkung.
Greta ist ein unglaublich sensibles, liebevolles, emotionales und soziales Mädchen. Sie liebt Nähe, sucht den Kontakt zu anderen Kindern, lacht gern, möchte dazugehören, spielen, entdecken, dabei sein.
Aber viel zu oft muss sie zurückstecken.
Wenn andere Kinder rennen und spielen, wenn sie spontan die Etage wechseln, nach draußen laufen oder sich frei bewegen – dann bleibt sie zurück. Nicht, weil sie nicht will. Sondern weil es nicht geht. Das führt immer wieder zu Frust, Traurigkeit und dem Gefühl, nicht mithalten zu können, nicht dazu zu gehören.
Sie besucht eine Förderschule und wird dort großartig unterstützt. Jeden Tag wird sie mit dem Taxi gebracht und abgeholt. Doch wenn sie nach Hause kommt, beginnt die nächste Hürde: die Treppen. Das Haus liegt in Hanglage. Vom Parkplatz zur Haustür führt eine sehr steile Treppe. Im Inneren gibt es weitere steile Stufen zur eigentlichen Wohnetage. Greta kann diese Wege nicht selbstständig bewältigen. Jeden Tag muss sie getragen werden – vom Taxi ins Haus, zwischen den Etagen, nach draußen. Was früher noch irgendwie möglich war, wird mit jedem Jahr schwerer. Die Eltern tragen ihre Tochter täglich. Das führte bei unserer Schwester bereits zu dauerhaften Rückenproblemen. Diese Situation ist körperlich längerfristig nicht mehr tragbar. Gleichzeitig konnte unsere Schwester – anders als ursprünglich geplant – nie einfach wieder in ihren Beruf zurückkehren. Die intensive Betreuung, Therapien, Arzttermine und der Alltag mit zwei Kindern mit Einschränkungen lassen das bis heute nicht zu.
Greta kann ihr eigenes Zuhause nicht selbstständig betreten oder verlassen. Sie kann nicht einfach rausgehen. Sie kann nicht spontan ihren Geschwistern folgen. Sie ist immer abhängig von Hilfe. Dabei ist Selbstständigkeit so wichtig – für ihr Selbstwertgefühl, für ihre Entwicklung, für ihre Zukunft.
Damit sie sich frei und sicher in ihrem eigenen Zuhause bewegen kann, braucht die Familie dringend zwei Treppenplattform-Lifte: einen außen vom Parkplatz bis zur Haustür und einen im Inneren bis zur Wohnetage, sowie begleitende bauliche Anpassungen. Nur so kann Greta ihr Zuhause wirklich selbstständig nutzen. Die Gesamtkosten dafür liegen bei 57000 Euro. Trotz aller Bemühungen und Unterstützung der Krankenkasse bleibt eine Lücke von etwa 45.000 Euro.
Deshalb haben wir diese Spendenaktion gestartet.
Wir wünschen uns von Herzen, dass Greta die Möglichkeit bekommt, ihr Zuhause selbstbestimmt zu erleben. Dass sie nicht mehr jeden Tag warten muss, bis jemand sie trägt. Dass sie sich frei fühlen darf – an dem Ort, an dem sie lebt.
Jeder Beitrag, egal wie klein, hilft.
Und auch das Teilen dieser Aktion bedeutet unglaublich viel.
Danke, dass ihr euch Zeit nehmt, Gretas Geschichte zu lesen.
Danke für eure Unterstützung.
Danke für euer Mitgefühl.
Von Herzen
Carolin & Isabel Lorenz
Information zur genauen Verwendung der Spenden:
Die gespendeten Gelder werden über gofundme.com an unsere Schwester Franziska Lorenz - die Mutter von Greta - weitergegeben. Diese wird das Geld auf einem Konto verwalten, bis die notwendige Summe für den Umbau erreicht ist. Der Umbau wurde bereits geplant, Kostenvorangschläge liegen vor. Insgesamt handelt es sich um eine noch höhere Summe, teils kann der Umbau aus privaten Mitteln realisiert werden, aber eben bei weitem nicht alles.
Organizer and beneficiary
Franziska Lorenz
Beneficiary






