ZUGVÖGEL - Bachelor Film

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ZUGVÖGEL - Bachelor Film

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Zugvögel – unterstütze unseren Kurzfilm
Was passiert, wenn sich Realität und Fiktion gegenseitig aufladen? Wenn echte Menschen, Orte und Situationen mit inszenierten Momenten verschmelzen? Aus dieser Reibung entsteht eine eigene Sprache, die so unmittelbar und widersprüchlich ist, wie das Leben selbst. „Zugvögel" sucht nach einem Wahrhaftigkeitsgefühl, das jenseits von konventionellen Erzählformen liegt: Ein Film, der nicht darstellt, sondern spürbar macht.


Worum geht's?
„Zugvögel“ ist ein hybrides Roadmovie zwischen Dokumentarfilm und Fiktion: Eine Gruppe Trainhopper*innen reist auf Güterzügen aus dem Ruhrgebiet heraus quer durch Europa – auf der Suche nach Freiheit, Zugehörigkeit und einem Leben jenseits von gesellschaftlichen Normen und Erwartungen. Dabei treffen ungeschliffene Camcorderaufnahmen aus der Perspektive echter Trainhopper*innen auf körnige, inszenierte Szenen auf 16mm-Analogfilm, die das Erlebte verdichten und emotional zuspitzen – roh, körperlich und zugleich poetisch.

Im Kern erzählt „Zugvögel“ von einer Generation, die sich von einem System überfordert fühlt, das scheinbar keinen Platz für ihre Träume hat. Arbeitsdruck, Prekarität, Wohnungsnot und die Erwartung eines „geordneten Lebens“ stehen einer starken Sehnsucht nach Ungebundenheit und Selbstbestimmung gegenüber. Die Protagonist*innen verweigern sich diesen Normen radikal: Sie schlafen in leerstehenden Häusern, verstecken sich in Güterzügen und bewegen sich in Zwischenräumen, in denen sie auf ihre Art leben und lieben können, ohne sich ständig erklären zu müssen. „Zugvögel“ fragt, ob ein Aussteigerleben der einzige Weg ist, wirklich frei zu sein und welcher Preis mit einem solchen Lebensstil einhergeht.


Warum jetzt?
Gerade jetzt ist dieser Film relevant, weil sich gesellschaftliche Bruchlinien zuspitzen: Junge Menschen erleben Klimakrise, Rechtsruck und ökonomische Unsicherheit, während gleichzeitig der Druck steigt, sich anzupassen und „funktional“ zu sein. Zugleich wächst die Faszination für Ausstiegserzählungen, romantisierte Freiheit und „einfach losfahren“ – vorgelebt durch Social Media, Popkultur und in Phänomenen wie Vanlife und digitalen Nomad*innen. „Zugvögel“ setzt diesem oft glatten Freiheitsbild eine vielschichtige, widersprüchliche Realität entgegen: Der Film romantisiert das Trainhopping nicht, sondern macht die Ambivalenz erfahrbar – zwischen Euphorie und Angst, Gemeinschaft und Einsamkeit, politischer Haltung und persönlicher Überforderung.


Wer wir sind
Lorenz Bach – Regie, Buch
Sönke Laengner – Bildgestaltung
Mahi Bielefeld – Montage

Wir machen zu dritt unseren Bachelorabschluss mit diesem Projekt. Unsere filmischen Ursprünge liegen in der Skate- und BMX-Szene, aus der heraus wir früh begonnen haben, Bilder, Bewegung und Atmosphäre zu erzählen. Diese Handschrift prägt auch unsere gemeinsame Arbeit an „Zugvögel“. Neben uns sind zahlreiche weitere Studierende beteiligt, die gleichermaßen Zeit, Herzblut und Können in das Projekt investieren. Aus Liebe zum Film.

Warum spenden?
Durch die enge Zusammenarbeit mit der Trainhopping‑Szene haben wir Zugang zu einer Lebenswelt, die sonst kaum sichtbar wird und im klassischen Filmbetrieb schwer zu erreichen ist. Deine Spende ermöglicht es, diese Perspektive mit professionellen Mitteln zu erzählen.

Ganz nebenbei sicherst du dir mit einer Spende auch deinen Platz im Abspann des Films und dein Name wird weltweit in Kinos zu sehen sein, wenn wir die Festivalauswertung nächstes Jahr angehen.

Organizer

Lorenz Bach
Organizer
Dortmund, Nordrhein-Westfalen
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