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Liebe Familie, Freunde, Bekannte und Unterstützer,
wer Marco kennt, weiß: Wenn er einen Raum betritt, strahlt er wie ein großes, herzliches Lächeln. Er ist ein sportlicher, lebensfroher und unendlich lieber Mensch, der als Kollege und Freund zutiefst geschätzt wird. Doch am 27. Februar veränderte ein schrecklicher Unfall von einer Sekunde auf die andere unser aller Leben.
Auf dem Heimweg von der Arbeit verunglückte Marco schwer mit dem Fahrrad. Die Diagnose in der Nacht der Not-OP war ein absoluter Schock: Quetschung des Rückenmarks im Bereich des 3. bis 6. Halswirbels, gebrochene Rippen. Der operierende Arzt machte uns kaum Hoffnung. Wenn er überlebe, so hieß es, bliebe er ein dauerhafter Pflegefall, künstlich beatmet und ab dem Hals gelähmt.
Doch Marco ist ein Kämpfer. Nach einer Woche im künstlichen Koma und einer erfolgreichen zweiten Operation zur Stabilisierung der Halswirbel zeigte sich seine mentale Stärke.
Und das Wunder geschieht + sein unbändiger Lebenswille.
Entgegen aller ersten ärztlichen Prognosen hat Marco nach 4 Wochen begonnen mit den Daumen zu zucken, seine Beine ein wenig anzuheben und die Zehen zu bewegen! Er spürt wieder Reize an den Fußsohlen, er ist kitzelig. Nach etlichen Wochen die ersten Sprachversuche. Man wusste ja nicht, ob das nach dem Unfall und den Hals-Op's noch funktioniert. Man konnte ihn Stück für Stück vom Beatmungsgerät entwöhnen. Inzwischen ist er davon komplett weg. Er lernte wieder zu schlucken. Die erste feste Nahrung. Sein Körper will zurück ins Leben!
Zwischen Hoffnung und dem Albtraum im Reha/Pflegesystem
Während Marcos Körper kämpft, erleben wir in den Reha-Einrichtungen leider einen emotionalen und pflegerischen Albtraum, der uns an die Grenzen unserer Kräfte bringt. Durch den extremen Personalmangel und mangelnde Empathie im System wird Marco in einer Phase, in der er rund um die Uhr Schutz und Motivation bräuchte, sträflich vernachlässigt.
Mangelnde Rücksicht auf seine Schwerhörigkeit: Obwohl er seit seiner Kindheit auf Hörgeräte angewiesen ist wurden ihm seine Hörgeräte nicht angelegt. Pflegekräfte sprechen hinter seinem Rücken oder mit Maske, sodass er keine Lippen lesen konnte – für Marco eine traumatische Isolation, bei der er das Gefühl hat, hilflos in seinem eigenen Körper eingesperrt zu sein.
Schwere pflegerische Vernachlässigung: Mehrfach wurde Marco nach dem Abführen stundenlang (einmal von 11:45 Uhr bis 17:00 Uhr!) in seinen eigenen Ausscheidungen sitzen gelassen – sogar während der Therapiezeiten.
Würdeloser Umgang: Aussagen von Pflegekräften die ihn in unserem Beisein als "Genickbruch mit Mehraufwand bezeichnen“ brechen uns das Herz. Er ist ein Mensch und heißt Marco! Essen wird mit stark nach Tabakrauch riechenden Händen angereicht, Mundpflege / Körperhygiene wird rudimentär und lieblos durchgeführt.
Aufgrund seines schweren Unfalls musste Marco bereits viele wichtige Meilensteine seiner 19-jährigen Zwillingssöhne verpassen. Beide haben gerade ihre Gesellenprüfung bestanden, einer hat den Führerschein bereits in der Tasche und der zweite steht kurz vor der Prüfung. Für Marco ist es unglaublich schmerzhaft, diese Momente nicht mit ihnen teilen zu können.
Die harte Zeit und die oft schwierigen Erfahrungen in den Kliniken haben Spuren hinterlassen. Manchmal droht Marco zu resignieren. Er schluckt viele Missstände schweigend herunter, weil er niemandem zur Last fallen möchte und das Gefühl hat, eh nichts ändern zu können
Warum wir eure Hilfe brauchen
Wir sind mit unseren Kräften am Ende. Ich tue alles, was ich kann: Wenn ich am Wochenende bei ihm bin, wartet er oft dass ich ihm das Mittagessen gebe. Er sitzt dann meistens schon im Rollstuhl. Wenn nicht machen wir ein paar Übungen, die mir die Therapeuten gezeigt haben. Dann raus aus dem Zimmer wenn möglich in den kleinen Park. Im Haus gibt es sowas wie ein Bistro. Es muss ihm alles gereicht werden da er selber leider nicht kann. Eventuell einen Kaffee und Kuchen. Gegen 18 Uhr muss er dann wieder auf sein Zimmer. Dort übernehme ich die Abendroutine. Ich gebe ihm das Abendessen, wasche ihn , putze ihm die Zähne und bereite die Hebeanalage vor, um das Personal maximal zu entlasten. Doch das reicht nicht aus. Vor allem wenn ich nicht da bin. So eine Behandlung hat kein Mensch verdient – erst recht nicht ein so lebensfroher Sonnenschein wie Marco.
Wir sammeln dieses Geld, um Marco die bestmögliche, menschenwürdige Behandlung und Rehabilitation zu ermöglichen, die er für seine Genesung so dringend braucht. Konkret wollen wir mit den Spenden Folgendes finanzieren:
Unterbringung in einem Einzelzimmer (bzw. Zuzahlung für Privat-/Komfortstationen), um ihm die nötige Ruhe, Reizabschirmung und eine saubere, geschützte Umgebung zu garantieren.
Zusätzliche, private Intensiv-Pflege und persönliche Betreuung, die empathisch auf ihn eingeht und aktiv bei der Mobilisierung unterstützt, statt ihn zu verwalten.
Spezielle Therapien und Hilfsmittel, die von den gesetzlichen Kassen in den Standard-Einrichtungen nicht übernommen werden, um seine motorischen Fortschritte (Beine/Arme) maximal zu fördern.
Jeder Euro hilft direkt, Marco aus dieser verzweifelten Situation zu befreien und ihm seine Würde und sein Lächeln zurückzugeben. Bitte helft uns, damit Marco eine faire Chance bekommt, wieder auf die Beine zu kommen.
Wenn du nicht finanziell unterstützen kannst, hilft uns das Teilen dieser Kampagne unendlich weiter.
Von ganzem Herzen: Danke für eure Unterstützung, eure lieben Worte und eure Menschlichkeit.
In tiefer Dankbarkeit,
Marco & Erik & Marcos Familie
Kleines Update:
erstmal vielen Dank!! ihr haut uns um! Am Dienstag haben wir, Marco und ich, ein Gespräch mit Verantwortlichen wie es weitergeht. Wir halten euch auf dem laufenden.
Wichtiger Hinweis zur Transparenz und Verwaltung der Spenden:
Da uns Transparenz ein großes Anliegen ist, möchten wir kurz erläutern, wie die Spenden verwaltet und eingesetzt werden: Diese Spendenaktion wird von mir, Erik, seinem Lebensgefährten verwaltet. Da Marco sich aufgrund seiner schweren Verletzungen nicht selbst um die bürokratischen und finanziellen Angelegenheiten kümmern kann, und ich seine notarielle Vollmacht habe, nehme ich die Spenden stellvertretend für ihn entgegen. Sämtliche Gelder werden von mir zu 100 % zweckgebunden für Marco verwendet – konkret zur Finanzierung der oben genannten Zuzahlungen für die Unterbringung im Einbettzimmer mit Intensivpflege sowie spezieller Hilfsmittel. Die Weiterleitung und Bezahlung erfolgt in direkter Abstimmung mit Marco, um ihm die bestmögliche Rehabilitation zu ermöglichen.
Unsere aktuelle Kostenaufstellung (Richtwerte):
Zimmer-Zusatzkosten in der Rehaklinik:
ca. 210,00 € pro Tag (die Unterbringung ist voraussichtlich bis Ende des Jahres, eventuell sogar länger geplant)
Spezielles Kopfkissen (Alltag & Hygiene):
ca. 100,00 € bis 200,00 € (wir müssen dringend 1-2 zusätzliche Kissen besorgen, damit wir flexibel wechseln und die anderen regelmäßig reinigen können)
Hilfsmittel / Tablet zur Kommunikation:
Noch in Prüfung. Das aktuelle Android-Tablet ist leider nicht gut geeignet. Wir klären gerade, ob ein Apple-Gerät wegen der besseren Barrierefreiheit für Menschen mit Einschränkungen die passendere Wahl ist.
Transporte ausserhalb der Rehaklinik:
Noch in Abklärung. Die Klinik hat uns mitgeteilt, dass Transporte von den Angehörigen selbst organisiert und finanziert werden müssen. Wir ermitteln hierzu gerade die genauen Kosten.
Ein kleiner Hinweis noch zum Schluss:
Wir werden hier nach und nach auch Bilder und Videos hochladen (alles, was uns an Material zur Verfügung steht), damit ihr seinen Weg und die Fortschritte auch direkt mitverfolgen könnt.






