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Was als größter Traum meines Lebens begann, ist heute der Grund, warum ich jeden Tag Angst habe, alles zu verlieren.
Mein Name ist Jan, ich bin 30 Jahre alt und arbeite als Koch. Ich schreibe das hier, weil mir keine andere Möglichkeit mehr bleibt und weil ich gelernt habe, dass es mehr Stärke braucht, um Hilfe zu bitten, als einfach weiterzumachen.
Wie ich in diese Lage gekommen bin
2021 habe ich gemeinsam mit meiner damaligen Partnerin ein Haus gekauft unser gemeinsames Zuhause, das noch gebaut werden sollte. Wir haben geplant, geträumt, unterschrieben. Was ich damals nicht wusste: Sie hatte sich innerlich schon längst verabschiedet.
Kurz nach der Vertragsunterschrift trennte sie sich von mir. Trotzdem beschlossen wir, das Projekt weiterzuführen ein Fehler, der mich bis heute verfolgt.
Was dann folgte, war eine Serie aus Problemen, auf die ich keinen Einfluss hatte: Eine Baugenehmigung, die über ein Jahr auf sich warten ließ. Eine Baufirma, die plötzlich 52.000 Euro mehr verlangte. Eine Bank, die keinen weiteren Kredit bewilligte. Und schließlich: meine Ex-Partnerin, die mitten im Prozess die Privatinsolvenz anmeldete – und mich mit allen gemeinsamen Schulden allein zurückließ.
Seitdem zahle ich jeden Monat über 1.300 Euro Kreditraten zusätzlich zu meiner Miete, Strom, Wasser, Lebensmitteln, Versicherungen. Ich arbeite Vollzeit und habe einen Nebenjob. Am Ende des Monats bleibt kaum etwas übrig.
Das Haus steht leer – und ich stecke fest
Der Rohbau ist fertig. Aber ohne Innenausbau ist das Haus weder bewohnbar noch verkaufbar – zumindest nicht zu einem Preis, mit dem ich die Kredite tilgen könnte. Ein Verkauf jetzt würde bedeuten, dass ich die Differenz von über 100.000 Euro alleine trage. Das wäre meine Insolvenz.
Ich hatte eine KfW-Förderung von rund 30.000 Euro in Aussicht. Ich habe mein letztes Erspartes 25.000 Euro investiert, um alle Voraussetzungen dafür zu erfüllen. Strom, Wasser, Abwasser, Gutachter alles erledigt. Und dann hat meine Ex-Partnerin die Mitwirkung verweigert. Die Förderung ist blockiert. Sie verfällt bald.
Jetzt fehlen noch:
- Treppe
- Sanitäranlagen
- Spachtel- und Malerarbeiten
- Fliesen und Bodenbeläge
- Türen
Geschätzter Betrag für den Innenausbau: 100.000
Ohne diesen letzten Schritt verliere ich alles.
Warum ich trotzdem noch kämpfe
Ich hätte längst aufgeben können. Viele hätten das. Aber ich bin jemand, der Verantwortung übernimmt – auch wenn die Situation ungerecht ist. Ich habe nichts falsch gemacht. Ich habe vertraut, investiert, gearbeitet. Und ich tue es immer noch.
Ich bitte euch nicht darum, mein Problem zu lösen. Ich bitte euch darum, mir die Chance zu geben, es selbst zu lösen.
Was eure Unterstützung bewirkt
Jeder Betrag hilft – wirklich. Auch wenn ihr selbst nicht spenden könnt: Teilt diesen Aufruf. Erzählt davon. Manchmal reicht ein einzelner Mensch, der zur richtigen Person weiterteilt.
Wer das Haus fertig baut, kann es verkaufen. Wer es verkaufen kann, kann die Schulden tilgen. Wer die Schulden tilgen kann, kann wieder frei atmen.
Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt, das hier zu lesen. Das bedeutet mir mehr, als ich in Worte fassen kann.
Jan





