- M
Vom Dunkel ins Licht
Serie über einen Mann, der alles verloren hat – und trotzdem nicht aufgibt
Sven Vasquez Ramirez ist frei. Nach viereinhalb Jahren Haft lebt er in einer kleinen Wohnung bei Freiburg. Die Wände sind noch kahl – ganz anders als seine Gefängniszelle, die voller Fotos seiner Kinder hing. Seine damals 10 jährige Tochter hat ihm gesagt: "Papa, vermassel deine Therapie nicht. Ich brauche dich." Dieses Versprechen war Svens Antrieb gewesen, an sich zu arbeiten.
"Fünf Monate stand ich am Fenster auf der Station, und hab auf den Park rausgeguckt, und hab immer darauf gehofft, dass meine Tochter vorbeiläuft, oder meine Frau mit meinem kleinen Jungen“
Die Tochter ist jetzt 14 Jahre und antwortete monatelang nicht auf seine Briefe. Als sie es schließlich tut, beschimpfte sie ihn. Sein Ziehsohn, den er wie einen eigenen Sohn liebt, lebt mit seiner Ex-Frau irgendwo anders. Sven bekommt nicht einmal Auskunft wo.
"Es geht im Leben immer um Liebe. Das wurde mir erst bewusst, als ich im Gefängnis war."
Jeden Tag fährt Sven zur Schichtarbeit bei BASF. Immer kommt er in die leere Wohnung zurück. Manchmal schreibt er Briefe an seine Kinder, die er nie abschickt. Er wartet auf ein Zeichen, dass sie bereit sind, ihm zuzuhören.
Wir begleiten Sven dabei mit der Kamera und zeigen den Prozess der Transformation.
Warum Svens Geschichte uns alle angeht
Sven war internationaler Drogenhändler und selbst drogenabhängig. Heute sagt er: "Ich habe 45 Jahre gebraucht, um über Gefühle zu sprechen." Seine Verwandlung von einem emotional verschlossenen Mann zu jemandem, der seine Verletzlichkeit zeigt, berührt ein Thema, das weit über den Knast hinausreicht.
Sven findet vielleicht auch seinen eigenen leiblichen Vater. Er will die Kette durchbrechen – die Muster, die in seiner Familie weitergegeben wurden.
Seine Kinder wieder zu sehen, gelingt bisher nicht: Als 'der Verbrecher' kämpft er bei Ämtern und Gerichten gegen Windmühlen.
Die Serie entsteht vor deinen Augen
Wir zeigen es nicht, wenn es "fertig" ist. Wir zeigen es jetzt, wenn es passiert. Du siehst, wie sich Svens neues Leben entwickelt. Ob seine Kinder antworten. Ob er seinen Vater findet. Ob ein echter Neuanfang möglich ist.
So funktioniert es:
• 3.000€ = eine neue Folge
• 10 Folgen = erste Staffel
• Jede Spende bringt die nächste Folge näher
Wer wir sind
Wir sind Jan Raiber (Regisseur und Kameramann), Nina Bärmann (Filmeditorin) und Thomas Reichelt (Produzent).
Jan hat mit seinem Dokumentarfilm "Alle meine Väter" auch eine Familiengeschichte erzählt - ein Sohn sucht seinen Vater. Der Film lief auf der Berlinale und bewegte viele Menschen. Jetzt wechselt er die Perspektive: Ein Vater sucht den Weg zu seinen Kindern. Als Vater von fünf Kindern kennt Jan beide Seiten dieser Geschichte.
Motivation des Regisseurs: Video-Message
Nina arbeitet seit Jahren als Filmeditorin für dokumentarische und szenische Formate für SWR, Arte, Kino und andere Produktionen. Sie weiß, wie man aus rohem Leben bewegende Geschichten formt.
Tom produziert seit über einem Jahrzehnt Dokumentarfilme und hat ein Gespür dafür, welche Geschichten erzählt werden müssen.
Audio Beitrag - Wie funktioniert das mit der Serie und dem Crowd-Funding? - Fragen an den Produzenten
Seit Monaten begleiten wir Sven. Bereits 19 intensive Drehtage sind im Kasten. Wir haben sein Vertrauen und er unseres. Jetzt brauchen wir deine Unterstützung, um diese Geschichte weiter zu erzählen.
Warum? Wieso? Weshalb?
- Warum Sven? Tausende Menschen kommen jedes Jahr aus langen Haftstrafen zurück in ein Leben, das ohne sie weitergegangen ist. Sven lässt uns dabei zusehen. Er öffnet sein Leben für die Kamera in einem Moment extremer Verletzlichkeit. Das ist ein seltenes Vertrauen.
- Warum überhaupt ein Film über Resozialisierung? Weil wir als Gesellschaft von Menschen verlangen, dass sie sich ändern, aber kaum darüber sprechen, wie das eigentlich geht. Wir sehen Tausende von Geschichten über Verbrechen, aber fast keine über das, was danach kommt. Dieser Film zeigt, dass "danach" keine einfache Lösung ist, sondern ein komplizierter, manchmal scheiternder Prozess.
- Warum eine Serie und nicht ein Film? Weil Veränderung Zeit braucht. Ein 90-Minuten-Film müsste warten, bis Svens Geschichte ein klares Ende hat - vielleicht Jahre. Eine Serie kann zeigen, wie der Prozess wirklich aussieht: voller Rückschläge, kleiner Fortschritte, ungelöster Fragen. Jede Episode ist ein Kapitel in Echtzeit. Später, wenn genug Material da ist, kann daraus auch ein abendfüllender Film entstehen.
- Warum Crowdfunding? Crowdfunding macht uns unabhängig von Erwartungen und Anforderungen von Sendern und Förderern und erlaubt uns, die Geschichte zu erzählen, wie sie ist und vor allem während sie passiert.
- Wie schafft ihr es mit 3.000 Euro eine Folge zu machen? Die echten Kosten sind natürlich viel höher, z.B. die bisher investierten 800 Stunden Arbeit sind davon nicht finanziert, es geht nur um etwa ein Drittel der realistischen Kosten, das es uns aber ermöglicht weiter zu machen. Sämtliche Mieten von Technik, Schnittplatz, Software usw. tragen wir beispielsweise selbst über andere Projekte.
- 3.000 Euro für eine Folge? Was kostet da so viel Geld? Um eine Folge zu machen braucht das Ganze Team zusammen addiert um die 20+ Arbeitstage . Miete für Technik, Räume usw. gar nicht einberechnet. Wir müssen den Dreh technisch und inhaltlich vorbereiten. Ein paar Tage drehen, das Film-Material verwalten und aufbereiten. Dann sichten (inzwischen haben wir allein über 50 Stunden Interview mit Sven) und natürlich Schneiden. Danach kommt die Endfertigung mit Ton-Mischen, Farbkorrektur und anderer Raffinesse, wie Titel und Untertitel.
- Wie lang dauert es bis zur ersten (oder nächsten) Folge? Wir rechnen mit etwa einem Monat.
- Wie funktioniert das Crowdfunding? Du wählst einen Betrag und unterstützt direkt über GoFundMe. Das Geld geht zu 100% in die Produktion der Serie. Jede Episode kostet 3.000 Euro. Wenn genug Geld für eine Episode zusammenkommt, beginnen wir mit der Postproduktion. Du bekommst Updates über den Fortschritt und wirst informiert, sobald die Episode online geht.
- Wo wird die Serie laufen? Zunächst auf YouTube. Später möglicherweise auf anderen Plattformen. Alle Episoden bleiben frei zugänglich - keine Bezahlschranke, keine Abo-Modelle. Wer die Serie unterstützt, ermöglicht sie allen anderen.
- Wie lang sind die Episoden und warum? 15-25 Minuten. Kurz genug, um dran zu bleiben. Lang genug, um einer Szene Raum zu geben. Web-Formate funktionieren anders als Kinofilme - Menschen schauen auf anderen Geräten, in anderen Situationen. Diese Länge erlaubt es, die Geschichte in verdaubaren Kapiteln zu erzählen, ohne die emotionale Tiefe zu opfern.
Hinter jeder Gefängnisnummer steckt ein Mensch. Sven ist einer von ihnen – und seine Geschichte zeigt, dass Veränderung möglich ist. Auch wenn sie wehtut.
Svens TikTok Profil auf dem er auch seine Geschichte erzählt:
Svens Instagram Seite:
YouTube-Channel auf dem die Serie veröffentlicht wird:
Schreibt uns auch gern per Mail:
VomDunkelInsLicht-Team(ät)surrandom.com





