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Gemeinsam eine Zukunft aufbauen - so wird aus Trauer Hoffnung
Liebe Unterstützer:innen,
dank euch allen ist bereits etwas Unglaubliches geschehen. So viele Menschen haben für Irene und ihre vier wundervollen Kinder gespendet – dafür danke ich euch von Herzen. Eure Unterstützung ist ein starkes Zeichen von Mitgefühl, Gemeinschaft und Zusammenhalt in einer Zeit, die von Verlust, Trennung und großer Unsicherheit geprägt ist.
Als ich Irene von der bisherigen Spendensumme erzählt habe, war sie sprachlos. Zum ersten Mal seit Monaten hörte ich Zuversicht und einen kleinen Moment von Licht in ihrer Stimme. Auch ihre Kinder spüren – mitten in der tiefen Trauer um ihren Vater – einen vorsichtigen Hoffnungsschimmer. Dafür danke ich euch sehr.
Die Situation der Familie
Vier Kinder in Uganda haben ihren Vater Eddie verloren. Ihre Mutter Irene ist tausende Kilometer entfernt in China und konnte nicht einmal bei der Beerdigung dabei sein. In Uganda werden Menschen sehr schnell beerdigt – Eddie wurde bereits zwei Tage nach seinem Tod beigesetzt. Während die Kinder ohne ihre Mutter am Grab standen, saß Irene allein in China und konnte sich nicht verabschieden.
Eddie war medizinisch-technischer Laborassistent und hat seine Familie stets selbstständig versorgt. Anfang des Jahres wurde er auf dem Weg zur Arbeit von einem Motorradfahrer angefahren, der Fahrerflucht beging. Ein komplizierter Beinbruch, fehlendes Geld für eine notwendige Operation, schlecht heilende Wunden und unbezahlbare Medikamente führten schließlich zu einer lebensbedrohlichen Sepsis. Um sein Leben zu retten, musste sein Bein amputiert werden. Kurz darauf kam die niederschmetternde Diagnose: eine schwere, tödliche Krebserkrankung.
Am 09.12.2025 ist Eddie verstorben – in einem Land ohne soziales Sicherungssystem und ohne Absicherung für seine Familie.
Eine Mutter in China – vier Kinder allein in Uganda
Aus purer Not ist Irene wenige Tage vor Eddies Tod nach China gereist, um dort als Haushaltshilfe und Englischlehrerin zu arbeiten. Ihr Visum ist an diese Arbeit gebunden. Als Eddie starb, konnte sie weder bei ihm sein noch ihre Kinder in den Arm nehmen.
Irene ist nach wie vor in China und arbeitet dort unermüdlich: Tagsüber kümmert sie sich um Kinder und unterrichtet Englisch, abends erledigt sie den Haushalt. Sie konnte nicht früher zu ihren eigenen Kindern zurückkehren, da sie sich sonst hätte freikaufen müssen – ihr Pass wurde einbehalten. Ihr Vertrag läuft bis Mai. Wenn alles gutgeht, kann sie dann endlich zu ihren Kindern zurückkehren, sie in die Arme schließen, für sie da sein und gemeinsam mit ihnen um ihren geliebten Ehemann und Vater trauern – etwas, wofür bisher weder Nähe noch Zeit möglich war.
In Uganda leben Claus (18), Clarion (14), Gabriel (7) und Amazing (2) aktuell ohne ihre Mutter im Alltag. Es gibt keinen gesicherten Wohnraum, keine finanzielle Stabilität und große Sorgen um Schulbildung und Zukunft.
Was sich inzwischen verändert hat – dank euch
Dank eurer Spenden dürfen die drei Jungs ab nächster Woche wieder zur Schule gehen – entweder an ihrer bisherigen oder an einer neuen Schule. Ein ganz besonderer Dank geht hier an Christian Buhtz, der dies ermöglicht hat. Auch die kleine Amazing kann nun eine Art Kindergarten besuchen.
Ich stehe im telefonischen Austausch mit dem ältesten der vier Kinder sowie mit ihrer Tante. Den Kindern geht es den Umständen entsprechend gut. Sie vermissen ihre Mama sehr, sind aber mit ihr in Kontakt. Ab und zu durfte ich sogar schon ein Lächeln sehen. Die große finanzielle Unterstützung durch euch bringt eine spürbare Erleichterung und nimmt zumindest ein kleines Stück der Sorgen.
Glücklicherweise konnten auch die persönlichen Dinge aus der Wohnung, in der Irene noch mit Eddie gelebt hatte, gesichert werden. Darum hat sich Claus, der große Sohn, gekümmert. Die Sachen sind nun in einem kleinen Lager untergebracht und warten dort auf Irenes Rückkehr. Dank eurer Spenden kann Irene dann für sich und ihre Kinder eine neue Bleibe suchen.
Ein Blick nach vorn
Irene macht sich bereits viele Gedanken über eine kleine Selbstständigkeit, kann aber erst konkret planen, wenn sie zurück in Uganda ist und ihr Kopf wieder etwas freier wird. Eine Idee ist es, ein kleines Restaurant zu eröffnen – und ich spreche aus Erfahrung: Irene ist eine wunderbare Köchin. Für diesen Neustart sowie für die Unterhaltskosten der ersten Monate sind eure bisherigen Spenden zurückgelegt.
Wofür die weiteren Spenden benötigt werden
Die Spenden helfen dabei, der Familie einen echten Neuanfang zu ermöglichen:
- die Rückkehr von Irene nach Uganda, damit sie bei ihren Kindern sein und mit ihnen trauern kann
- Wohnraum und laufende Kosten für ein sicheres Zuhause
- Schulgeld für alle vier Kinder
- Startkapital für ein kleines Business, damit Irene langfristig unabhängig von Spenden wird
Damit Irenes Rückkehr, der Aufbau eines kleinen Geschäfts und die Versorgung der Kinder mit möglichst wenig finanziellem Druck verbunden sind, hoffen wir, dass vielleicht noch weitere Spenden zusammenkommen.
Wie du helfen kannst
Spende, wenn es dir möglich ist – jede noch so kleine Spende zählt
Teile diese Kampagne gern noch einmal in deinem Freundes- und Bekanntenkreis
Mir ist eines besonders wichtig:
Jeder einzelne Euro dieser Spendenaktion kommt direkt bei Irene und ihren Kindern an.
Seit über 20 Jahren sind wir befreundet, ich stehe in engem und regelmäßigem Kontakt mit Irene. Die Spenden werden transparent, verantwortungsvoll und ausschließlich für den beschriebenen Neuanfang verwendet.
Nach wie vor erlebe ich Irene immer wieder sprachlos darüber, wie viel Mitgefühl und Unterstützung ihr inmitten ihrer Trauer entgegengebracht wird. Jedem einzelnen von euch möchte sie von Herzen danken.
Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass aus Trauer Schritt für Schritt Hoffnung und eine selbstbestimmte Zukunft entsteht.
Danke von Herzen
Katrin


