
Ich habe Lipödem und bitte um eure Unterstützung für 4 OPs
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Ich lebe seit vielen Jahren mit einem Lipödem, einer chronischen Erkrankung, die nicht nur starke Schmerzen, sondern auch Bewegungseinschränkungen und Erschöpfung mit sich bringt. Inzwischen hat sich mein Zustand so verschlechtert, dass mein Alltag massiv beeinträchtigt ist, da mittlerweile durch das Lipödem auch meine Lymphbahnen an den Füßen bereits geschädigt sind.
Obwohl Lipödem noch immer oft als „kosmetisches Problem" oder mit einem „Sie müssen abnehmen" abgetan wird, hat die Erkrankung tiefgreifende Auswirkungen auf das tägliche Leben, sowohl physisch als auch psychisch. Für viele, so auch für mich, ist eine Operation die einzige reale Chance auf ein schmerzfreieres Leben.
Vor ca. 15 Jahren erhielt ich fälschlicherweise die Diagnose Lymphödem. Eine Behandlung mit Lymphdrainage und Kompression folgte, brachte aber kaum Besserung. Nun hat sich herausgestellt, dass ich Lipödem habe, das sich über die Jahre weiter verschlechtert hat. Die Folge: chronische Schmerzen beim Laufen, Sitzen, Stehen und Bewegen. Flachgestrickte Kompressionsstrümpfe trage ich mittlerweile täglich, sie lindern das Ganze aber auch nur ein bisschen und sind keine Lösung.
In den letzten Jahren habe ich viele Krisen durchgemacht, die nicht nur meine psychische Gesundheit belastet, sondern auch wiederholt Schübe ausgelöst haben. Der Druck im Studium, anhaltender Stress, Rassismuserfahrungen und das Leben in einem Staat, der Körper wie meinen oft nicht mitdenkt, haben das Fortschreiten des Lipödems verstärkt.
Trotz der gesundheitlichen Schwere wird die nötige Lipödem-OP nicht von der Krankenkasse übernommen – auch wenn die Leistung jetzt offiziell anerkannt ist. Die Privatkliniken, die im Jahr bei tausenden Patient*innen nachweislich gute Ergebnisse erzielen, sind häufig von dieser Regelung ausgeschlossen. Und selbst dort, wo die OP übernommen würde, greifen Kriterien, wie ein bestimmter BMI, die ich in meinem Krankheitsstadium und mit meinem Körper nicht erfüllen kann.
Nach zahlreichen frustrierenden und vor allem auch rassistischen Arztbesuchen habe ich nun endlich jemanden gefunden, bei dem ich mich gut aufgehoben fühle und von dem ich mich gerne operieren lassen möchte. Es braucht vier OPs: Oberschenkel vorne, Oberschenkel hinten und Gesäß, Unterschenkel und Arme. Sie sind meine einzige Chance auf langfristige Linderung. Die Methode ist erprobt und wirkungsvoll, aber teuer.
Insgesamt belaufen sich die Kosten auf etwa 27.800 Euro. Hinzu kommt mein Verdienstausfall als Freiberuflerin. Mein erstes Ziel ist es, 7.000 Euro für die erste OP zu sammeln, damit sie schnellstmöglich stattfinden kann, am besten diesen Spätsommer.
Jeder Beitrag hilft – auch das Teilen dieser Kampagne.
Ich weiß, dass das eine große Summe ist. Leider habe ich kaum Rücklagen, und einen Kredit zu bekommen, ist in meiner Situation, mit laufenden Belastungen, nahezu unmöglich.
Aber ich will leben – ohne chronische Schmerzen. Diese Operationen sind meine große Chance. Falls du von solidarischen Krediten, Fonds oder Netzwerken weißt – ich bin auch für Tipps und Kontakte sehr dankbar.
Danke fürs Lesen, Teilen und Unterstützen.
Solidarität heilt.
Eure Tarah
Mehr Infos: https://lipoedem-gesellschaft.de
Organizer

Tarah Truderung
Organizer
Cologne, Nordrhein-Westfalen