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Hallo, ich heiße Arimè (er/ihm) und sammle Spenden für den letzten Schritt, um mein inneres Ich auch äußerlich leben zu können.
Seit Januar 2021 befinde ich mich in Testosteronbehandlung, und meine Namens- sowie Personenstandsänderungen werden aktuell durchgeführt. Mit der Mastektomie möchte ich den letzten Schritt gehen, damit mein äußeres Ich meinem inneren entspricht.
Hintergrund:
Viele nicht-binäre & Transpersonen* müssen tagtäglich mit dem Gefühl leben, nicht im eigenen Körper zuhause zu sein. Als nicht-binäre Transperson* (jemand, der sich weder eindeutig als Mann noch als Frau fühlt) ist es besonders schwer, geschlechtsangleichende Eingriffe von der Krankenkasse übernehmen zu lassen.
Ich habe versucht, einen Antrag auf Kostenübernahme für meine Mastektomie zu stellen. Trotz Unterstützung von Fachärzt:innen und Psycholog:innen wurde mein Antrag abgelehnt – auch der Widerspruch war erfolglos.
Die Begründung lautete:
“Nicht-binäre Personen, die sich weder als Mann noch als Frau fühlen, haben keinen Anspruch auf die Angleichung ihres Körpers.”
(Zitat aus eigenem Gutachten; Quelle als Bild unten.)
Warum das wichtig ist:
Jeder Mensch hat das Recht, sein Leben in einem Körper zu leben, den er sein Eigen nennen kann. Niemand darf einem dieses Recht verwehren.
Deshalb bitte ich euch um Hilfe: durch Spenden oder das Teilen dieses Links könnt ihr mir helfen, diesen letzten Schritt zu gehen – und ein kleines Stück gegen das System zu bewegen.
Außerdem:
Nutzt eure Stimme. Geht auf Demos. Informiert euch. Sprecht mit Betroffenen.
Es ist nie zu spät, aktiv zu werden.
Stellt euch vor, euer eigenes Kind, eure Geschwister oder Verwandten würden ein solches Leid erfahren – helft, wo ihr könnt. Jeder Schritt zählt.
Ich danke euch von ganzem Herzen.
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Aktuelle Rechtslage:
Das Gesetz ist leider noch nicht ausgereift genug, um nicht-binäre und Transpersonen* die gleichen Rechte wie cis-Personen (Menschen, die sich mit ihrem Geburtsgeschlecht identifizieren) zu ermöglichen.
In Deutschland ist die Kostenübernahme für geschlechtsangleichende Maßnahmen durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) geregelt. Für nicht-binäre Personen gibt es bisher keine spezifischen Regelungen, was dazu führt, dass Anträge auf Kostenübernahme für Eingriffe wie die Mastektomie oft abgelehnt werden.
Ein Urteil des Bundessozialgerichts vom 19. Oktober 2023 entschied, dass solche Eingriffe für nicht-binäre Personen als „neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden“ gelten und daher nicht von der GKV übernommen werden müssen. Diese Entscheidung betrifft insbesondere die Entfernung der Brustdrüsen bei nicht-binären Personen, die sich weder als Mann noch als Frau identifizieren.
(Quelle: Bundessozialgericht Urteil vom 19.10.2023)
Auch Transmänner und -frauen haben nur eine begrenzte Chance auf Kostenübernahme. Laut Statistik des Medizinischen Dienstes Bund erhielten im vergangenen Jahr 55,2 % der Antragsteller:innen für geschlechtsangleichende Behandlungen die volle Kostenübernahme, 11,8 % nur teilweise und 28,5 % wurden abgelehnt.
(Quelle: WELT)
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Infos:
• Transgender/Trans: Sammelbegriff für Menschen, deren Geschlechtsidentität nicht mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt. Es umfasst verschiedene Identitäten und Ausdrucksformen jenseits des binären Geschlechtersystems.
• Nicht-binär: Personen, die sich weder ausschließlich als männlich noch als weiblich identifizieren. Sie lehnen eine strikte Zuordnung zu einem der beiden traditionellen Geschlechter ab.
• Cis-Personen: Menschen, deren Geschlechtsidentität mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt.
• Mastektomie: Ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung der Brustdrüsen, um einen flachen Brustkorb zu erreichen. Dieser Eingriff ist für viele Transmänner und nicht-binäre Personen ein wichtiger Schritt zur Angleichung des Körpers an die Geschlechtsidentität.
Danke falls Ihr bis hierhin gelesen habt!
(Alle Begriff Erklärungsquellen: https://queer-lexikon.net/ )
Organizer and beneficiary
Saskia Hahn
Beneficiary




