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Unsere Herzensfreundin
Jeder kennt einen solchen Menschen. Einen Herzensfreund, eine Herzensfreundin. Jemand, der Töne hört, wo andere kaum etwas hören, der Stimmungen wahrnimmt, auf die er uns zärtlich stupst. Unsere Schwester Karin ist ein solcher Mensch.
Von Beginn an hat sie diese Fähigkeiten als Berufung wahrgenommen. Ihre Lebensaufgabe konnte nur eine musische sein. Sie wählte dazu das Genre der Musicaldarstellerin. Sie singt für ihr Leben gern und versteht es andere mit ihrer Begeisterung mitzunehmen.
Wie viele haben durch ihre Begleitung bei uns in der Schwalm das Singen lieben gelernt? Die Totenkirche in Treysa wurde mit ihr zur Bühne für ganz unvergessliche Musicalaufführungen. Kaum ein musikbegeisterter Mensch in der Schwalm, der sie nicht kennt.
Leider ist die Kunst allein kein allzu einträgliches Geschäft. Mit bisher befristeten Arbeitsverträgen ist sie zu einem geschätzten Mitglied des Lehrkörpers einer integrierten Gesamtschule im Schwalm-Eder-Kreis geworden. Es bestand begründete Hoffnung auf die Übernahme in einen unbefristeten Arbeitsvertrag.
Und dann eine Entdeckung, die von einem Moment auf den anderen alles umstößt: Ein kleines Knötchen in der Brust.
Schon eine Woche später war klar, es ist Brustkrebs einer der aggressivsten Form, Tripple Negativ.
Was löst das aus? Schock, Angst, schwere Not und dann Hoffnung und der Wille für sich und für ihre Liebsten da zu sein. Ihre kleine siebenjährige Tochter, ihr liebevoller Partner Johannes mit seinen beiden Töchtern.
Die gesundheitlichen Belastungen sind hoch. Noch ist die Medizin nicht soweit, den Krankheitsherd gezielt außer Gefecht zu setzen. Daher werden alle schnell wachsenden Zellen im Körper beeinträchtigt. Das betrifft nicht nur den Haarwuchs, sondern auch die Immunabwehr und alle Schleimhäute mit allen denkbaren Nebenwirkungen. Das ungezwungene soziale Miteinander weicht einem kontrollierten Miteinander. An eine geregelte Erwerbsarbeit ist für Karin folglich nicht zu denken.
Wohin mit dem Paket Angst? Karin schafft es, sie mit einer schillernden und bunten Verpackung aus Hoffnung, Humor und Mut zu umhüllen. Ihre Tochter soll unbeschwert aufwachsen. Aber auch für uns ist das eine besondere Art der Heilfürsorge.
Gerade erst hat Karin zusammen mit ihrem Partner unser Elternhaus aufwendig saniert, zu einem eigenen kleinen Nest gestaltet, zur Heimat gemacht. Noch sind nicht alle Arbeiten abgeschlossen, die Heizung stottert und der Kredit ist nicht abbezahlt. Das alte Auto, das geduldig jeden einzelnen an seine Ziele bringt, Arbeit, Schule, Arztbesuche, mag noch fahren. Doch wie lange noch?
Die gesundheitlichen und seelischen Belastungen wird Karin, um es mit ihren Worten zu sagen, rocken. Da lässt sie keinen Zweifel zu. Doch die wirtschaftliche Last wiegt schwer und soll nicht zum Hindernis werden.
Da könnt ihr unterstützen. Jeder Beitrag, ob in Wort oder Tat schafft Verbundenheit, schafft Heimat sowohl für den Nehmenden als auch für den Gebenden. Sobald sich die Krankheit zum guten gewendet hat, seid ihr eingeladen, alle Kräfte der Verbundenheit mit uns zu feiern.
Wenn ihr Geld geben wollt, gern. Um Überraschungen zu vermeiden, achtet auf den freiwilligen Betrag den Gofundme für eigene Zwecke automatisch jedem Spendenbetrag hinzufügt. Wenn ihr das nicht möchtet, vergesst diesen nicht herauszunehmen.
Gemeinsam haben wir entschieden, eingehendes Geld, das nicht benötigt wird, an eine krebstherapeutische / palliative Einrichtung weiterzugeben.
Herzlichen Dank für Eure freundliche Unterstützung
Susanne
Co-organizers5
Karin Janke-Sander
Beneficiary





