Unfall, Fehlbehandlung, 20.000€ Kosten – bitte helft uns

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Nach einem tragischen Unfall und einer falschen Erstbehandlung blieben wir mit über 20.000€ Tierarztkosten zurück. Wir tragen die Belastung seit Monaten allein – jede Unterstützung hilft uns, dieses Kapitel endlich zu bewältigen.

Hallo, mein Name ist Linda und ich möchte euch heute die Geschichte mit unserem Hund Chicko erzählen, um euch einen Einblick geben zu können, wieso wir ein Jahr nach dem Unfall einen erneuten Spendenaufruf starten.

Letztes Jahr im November hat sich unser Leben innerhalb von wenigen Tagen komplett verändert. Eine Woche nachdem wir noch die goldene Hochzeit meiner Großeltern gefeiert habe, bekamen wir die Diagnose, dass meine Oma unheilbaren Krebs im Endstadium hat.

Für die Familie stand sofort fest: Wir wollten bei ihr sein. Leider trennten uns fast 500 Kilometer Entfernung. Das Problem dabei: Unser Hund Chicko hatte schon immer mit Allergien und Entzündungen zu kämpfen. Zu diesem Zeitpunkt hatte er eine Darmentzündung. Das bedeutete Spezialfutter, Medikamente und andere Routinen. Er war mein Schatten, mein Halt, mein Ruhepunkt. Ich wusste, dass er ohne mich kaum frisst und wieder abbaut. Gesundheitlich ging es bergauf und unsere Mühen zahlten sich aus. Die Entscheidung war also klar: Ohne unseren Hund kann ich diesmal nicht einfach wegfahren. Also mieteten mein Partner und ich ein Airbnb in der Nähe von Chemnitz (ihrem Heimatort), sodass ich tagsüber die Möglichkeit hab 1 Stunde ins Krankenhaus zu gehen und mein Partner bei unserem Hund blieb.

Wir mieteten ein Airbnb, das in der Beschreibung ausdrücklich als familienfreundlich, für Haustiere geeignet und vollständig umzäunt angegeben war. Wir haben uns darauf verlassen – denn genau aus diesem Grund hatten wir es ausgewählt.

Doch die Realität war eine andere.
Das Gelände war nicht vollständig gesichert. In der Dunkelheit war eine 25 Meter tiefe ungesicherte Böschung nicht zu erkennen.

Am Abend des 13.November 2024 stürzte Chicko dort hinunter.
Ich fiel hinterher.
Wir mussten beide von der Feuerwehr geborgen werden. Ich kann bis heute kaum in Worte fassen, was in diesem Moment in mir vorging.
Ich war eigentlich nach Chemnitz gekommen, um mich von meiner Oma zu verabschieden – eine Nachricht, die ich emotional selbst noch gar nicht verarbeiten konnte. Und dann passierte plötzlich dieser Unfall.

In diesen Minuten hatte ich das allererste Mal in meinem Leben wirklich Angst aus dieser Situation nicht mehr lebend rauszukommen.
Ich wusste nicht, wie tief der Abhang war, wie wir dort wieder herauskommen würden oder wie das Ganze ausgeht. Gleichzeitig hatte ich panische Angst, auch noch Chicko zu verlieren – meinen Seelenhund.

Es fühlte sich an, als würde mir alles gleichzeitig entgleiten:
die bevorstehende Verabschiedung von meiner Oma, meine eigene Sicherheit und das Leben meines Hundes.
Diese Mischung aus Trauer, Schock, Hilflosigkeit und purer Angst hat mich vollkommen überwältigt.

Der Feuerwehrhauptmann brachte uns in dieser Nacht zu einem Tierarzt, der Notdienst hatte. Ich stand völlig unter Schock, hatte Schmerzen, war voller Angst um Chicko und überfordert mit der Situation. Ich konnte in diesem Moment kaum klar denken und war dankbar, dass uns überhaupt jemand helfen konnte.

Wir schilderten dem Tierarzt genau, welche Medikamente Chicko bekam – seine Immunsuppressiva, das Kortison, seine starken Allergien, seine immer wiederkehrenden Entzündungen. Ich zeigte ihm sogar die Gesundheitsakte auf meinem Handy, damit nichts übersehen wird.

Wir fragten mehrfach – wirklich mehrfach – ob wir direkt in die Tierklinik nach Chemnitz fahren sollten. Auch der Feuerwehrmann fragte das.
Doch jedes Mal kam dieselbe Antwort:
„Nein, das ist nicht nötig. Das bekommen wir so hin.“

Der Tierarzt sah sich Chicko im Auto an, weil er meinte, wir sollten ihn nicht unnötig stressen.
Er tackte die Wunde ohne Narkose, ohne gründliche Untersuchung, und beruhigte uns, dass es nichts Ernstes sei. Wir sollten am nächsten Morgen in die Praxis kommen, dann würde er alles Weitere anschauen und röntgen.

Am nächsten Morgen waren wir sofort wieder dort.
Der Tierarzt röntgte Chickos Bein und erklärte, es sei nichts gebrochen, nur „Wasser im Gewebe“, was normal sei. Er verband die Wunde erneut und gab uns den Rat, die nächsten Tage täglich zur Kontrolle vorbeizukommen. Das klang für uns zunächst vertrauensvoll und verantwortungsbewusst.

Doch mein Gefühl sagte mir bereits, dass etwas nicht stimmt.
Chicko fraß kaum noch. Er nahm seine Tabletten nicht mehr, obwohl er sie dringend brauchte – besonders wegen seiner chronischen Entzündungen. Ich fragte erneut, ob man die Medikamente spritzen könne, damit er sie sicher bekommt. Der Tierarzt tat es zwar, sagte aber, es sei „nicht ganz optimal für die Wundheilung“.

Sein Bein wurde von Tag zu Tag dicker. Erst geschwollen, dann blau.
Chicko war verändert in seinem Wesen.
Mehrmals rief ich die Praxis an und fragte, ob das normal sei.
Ich hörte immer wieder dieselben Sätze:
„Das ist alles erwartbar. Geben Sie ihm Zeit.“

Nach drei Tagen sagte unser Bauchgefühl endgültig, dass wir sofort zurück in unsere Tierklinik nach Hause fahren müssen.

Als wir am nächsten Morgen zurück in unsere Tierklinik fuhren, waren wir verzweifelt, müde und voller Sorgen. Wir standen noch vor Öffnung bereit, weil mir Chickos Zustand schon auf der Fahrt das Herz gebrochen hat. Sein Bein war extrem angeschwollen, und sein Blick sagte mir, dass es ihm nicht gut ging.

Die Tierärzte reagierten sofort. Bereits nach den ersten Untersuchungen wurde klar, dass Chickos Zustand lebensbedrohlich war:
eine schwere Blutvergiftung,
eine massive bakterielle Infektion in der Wunde,
und die Wunde war – entgegen der ersten Einschätzung – keinesfalls „harmlos“.

Es wurde deutlich gesagt, dass die Wunde niemals hätte getackert werden dürfen. Man hätte sie unter Narkose reinigen, öffnen, gründlich versorgen und nähen müssen. Stattdessen hatten sich durch die Methode der Erstversorgung Bakterien ungehindert ausbreiten können.

Kurz darauf kam die nächste Schockdiagnose:
Der Hauptmuskel in Chickos Bein war vollständig durchgerissen.
Etwas, das bei richtiger Erstuntersuchung sofort sichtbar geworden wäre.

Chicko wurde umgehend in die Not-OP gebracht. Als das Telefon der Klinik während der Operation klingelte, blieb mir fast das Herz stehen.
Die Ärzte erklärten, wie schwerwiegend die Schäden waren. Es war alles weitaus schlimmer, als es uns zuvor gesagt wurde.

Chicko musste insgesamt 3,5 Wochen in der Klinik bleiben – mit Außengestell, ständiger Spülung der Wunde, Antibiotika, Schmerzmitteln, Infusionen und engmaschiger Überwachung.
Wir hatten gehofft, ihn nach einer Woche abholen zu können.
Doch sein Körper reagierte kaum. Die Blutvergiftung, seine Vorerkrankungen und die verzögerte richtige Behandlung hatten Folgen:

Er bekam neurologische Störungen.
Er verlor die Fähigkeit, seine Beine richtig zu koordinieren.
Ein gesundes Tier könnte mit drei Beinen laufen – aber Chicko schaffte es nicht.
Er fraß wenig, wir mussten ihn mehrmals täglich per Hand füttern.
Er war körperlich erschöpft

Es war eine endlose Achterbahnfahrt. Jeden Tag hofften wir, dass es besser wird.

Was uns nun 1 Jahr später zu einem erneuten Spendenaufruf gebracht hat:
Der Tierarzt hat den Vorfall zwar an seine Haftpflichtversicherung weitergeleitet – doch diese hat den Fall abgelehnt. Mit der Begründung, dass der Tierarzt keinerlei Fehler sieht.
Alles, was an dieser Nacht schiefgelaufen ist, alles, was uns damals gesagt wurde, wird nun einfach umgedreht. Plötzlich heißt es, wir hätten keine weiterführende Behandlung gewollt, wir hätten eine Tierklinik abgelehnt, wir hätten auf einer schnellen Versorgung bestanden – obwohl es genau andersherum war.

Wir haben gemeinsam mit einem Anwalt versucht, dagegen vorzugehen.
Aber wie viele wissen, dauern solche Verfahren in Deutschland oft Jahre.
Wenn sie überhaupt Erfolg haben.
Und währenddessen läuft das Leben weiter – und die Rechnungen auch.

Insgesamt beliefen sich die Tierarztkosten damals auf rund 25.000 Euro.
Wir haben bereits einen Teil bezahlt, aber rund 20.000 Euro sind noch offen.
Wir zahlen seit Monaten jeden Monat 600 Euro in Raten.
Und so sehr wir versuchen, stark zu sein – diese dauerhafte finanzielle Belastung hält uns emotional fest in der Vergangenheit.
Wir können dieses Kapitel nicht abschließen, weil es uns Monat für Monat wieder einholt.

Viele Menschen können vielleicht nicht nachvollziehen, warum wir all diese Behandlungen zugelassen haben.
Warum wir diese enormen Kosten auf uns genommen haben.
Warum wir nicht einfach nach der ersten Woche gesagt haben: ‚Es reicht.‘

Aber jeder, der ein Tier liebt – wirklich liebt – weiß:
Ein Hund ist kein Besitzgegenstand.
Er ist Familie.
Er ist ein Herz, das in einem anderen Körper schlägt.

Chicko wurde am 12.Dezember 2024 erst drei Jahre alt.
Er war mein Seelenhund.
Ich habe ihn mit zehn Wochen bekommen, ihn großgezogen, jede Stunde mit ihm verbracht. Er war immer bei mir – im Homeoffice, im Alltag, in schweren Zeiten. Und als dieser Unfall passierte, fühlte es sich an, als würde ich versagen, wenn ich nicht alles für ihn tue.

Ich hätte es niemals übers Herz gebracht, ihn nach diesen sieben Tagen einzuschläfern – nicht ohne zu wissen, ob er nicht doch eine Chance gehabt hätte.
Ich hätte es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren können.
Denn zu diesem Zeitpunkt gab es noch Hoffnung.
Und niemand will die Hoffnung aufgeben, wenn es um jemanden geht, den man liebt.

Viele können vielleicht nicht verstehen, wie tief dieser Verlust schneidet.
Aber für uns war Chicko ein Familienmitglied.
Kein ‚Haustier‘, kein Gegenstand – sondern ein kleines Wesen, das uns jeden Tag Liebe geschenkt hat.

Dass wir ihn am Ende trotzdem gehen lassen mussten, war das Schwerste, was ich je erlebt habe.

Es fällt uns nicht leicht, um Hilfe zu bitten.
Aber dieser Schicksalsschlag hat uns emotional und finanziell erschöpft.

Wir möchten dieses Kapitel endlich schließen –
die Last ablegen, die uns seit Monaten begleitet –
und ein Stück Frieden zurückgewinnen.

Jede Hilfe bedeutet uns unendlich viel.
Jeder Euro, jedes Teilen, jede Unterstützung.
Es geht nicht darum, Profit zu machen –
sondern darum, eine Last zu tragen, die uns allein überfordert.

Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt, unsere Geschichte zu lesen.
Danke, dass ihr Chicko ein letztes Mal begleitet.
Und danke an jeden, der uns auf diesem schweren Weg unterstützt.

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