Kater Tommy und sein Bruder Titus sind seit rund fünf Wochen ein Teil unserer Familie.
Der Start ins Leben war für die beiden nicht leicht. Allein ohne Mutter auf der Straße hätten die beiden Kitten ohne das große Herz und Engagement einer Tierschützerin nicht überlebt. Sie hat sie aufgenommen und gepflegt, bis die zwei vor rund fünf Wochen bei uns ein festes Zuhause gefunden haben.
Tommy fasste schnell Vertrauen zu uns und der liebenswert verschmuste Kater machte es einem sehr leicht ihn ins Herz zu schließen.
Vor gut einer Woche ging es ihm leider zunehmend schlechter. Erst dachten wir, dass ihm einfach die Hitze zusetzte, aber als er schließlich das Fressen einstellte und zunehmend lethargisch wurde, wussten wir, dass etwas nicht in Ordnung ist und brachten ihn zum Tierarzt. Schnell war klar: Tommy ist krank. Sehr krank. In der Tierklinik erhielten wir dann die Diagnose. Tommy hat FIP (Feline Infektiöse Peritonitis). Ausgelöst durch ein hochinfektiöses, felines (katzenspezifisches) Corona-Virus hat sich Tommys Bauchfell entzündet, sein Bauch hat sich mit freier Flüssigkeit gefüllt, sind Lymphknoten im Bauch und seine Milz sind stark angeschwollen. Er hatte hohes Fieber und starke Übelkeit.
Noch vor wenigen Jahren hätte Tommy Geschichte hier geendet, denn FIP war nicht therapier- oder heilbar und bedeutete immer einen schnellen und qualvollen Tod.
Inzwischen gibt es eine Therapie, die nicht nur schnell die Symptome lindert, sondern sogar in über 70% der Fälle eine vollständige und folgenlose Heilung ermöglicht.
Die Therapie dauert 84 Tage lang, ist teuer und es muss täglich das Medikament subcutan (unter die Haut) gespritzt werden.
Als wir Tommy und Titus aufgenommen haben, haben wir uns bereit erklärt, die Verantwortung für die beiden zu übernehmen und für sie zu sorgen. Auch wenn sie erst seit rund fünf Wochen bei uns sind, ändert das nicht daran, dass für uns sofort klar war, dass wir diese Therapie für Tommy in Angriff nehmen, wenn damit die Chance besteht, dass es ihm besser gehen wird und er sogar geheilt werden könnte.
Inzwischen hat Tommy seine vierte Injektion erhalten und wir wissen, dass es noch ein weiter Weg für ihn ist, aber in den Augen des kleinen Katers ist wieder Leben zu sehen, der Bauchumfang ist zurückgegangen (das heißt die freie Flüssigkeit im Bauch wird weniger) und der kleine Kerl hat wieder Interesse am Futter.
Die Therapie wirkt!
Die Therapiekosten werden sich voraussichtlich auf ca. 3000€ belaufen:
- Ca. 1300€ Medikamentenkosten (GS-441524 gegen FIP; Medikamente zum Schutz der Leber während der Therapie; Medikamente zum Schutz des Herzens während der Therapie; Medikamente gegen das Fieber und die Schmerzen; Nährstofflösung zum Zufüttern bei unzureichendem Fressen).
- Ca. 1500€ Tierarzt- und Laborkosten (während der Therapie sind Kontrolle von Blut- und Organwerten notwendig und nach Abschluss der Therapie sind noch Nachkontrollen notwendig, um einen Rückfall auszuschließen bzw. frühzeitig zu erkennen).
- Ca. 200€ Materialkosten (Spritzen und Kanülen, um das Medikament täglich zu spritzen, sowie Infusionslösung und Infusionsbesteck, wenn nicht ausreichend getrunken wird).
Bis wir überhaupt die Diagnose FIP hatten und wussten, was Tommy fehlt, sind für uns bereits 1200€ an Tierarztkosten angefallen. Da sind weitere 3000€ für die Therapie natürlich viel Geld.
Um den Katzen im Krankheitsfall eine bestmögliche Versorgung ermöglichen zu können, haben wir sie krankenversichert. Tommy ist jedoch "zu früh" krank geworden, so dass innerhalb der Wartezeit die Krankenversicherung leider für keine der Kosten aufkommen wird.
Für uns ist es selbstverständlich, dass wir Tommy diese Therapie ermöglichen und die Kosten tragen!
Wir möchten Euch bitten, uns und vor allem Tommy dabei zu unterstützen.
Vielen herzlichen Dank!
P.S. Unser Dank geht auch an das Team von #gemeinsamgegenfip e.V. und Seelenkatzen e.V. für die tolle Unterstützung und Begleitung!


