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Hallo,
Meinem Mann und mir ist das schlimmste passiert, was passieren kann.
Wir haben unsere jüngste Tochter verloren.
Das Jahr 2024 startete für uns mit einem positiven Schwangerschaftstest.
Wir wussten zu diesem Zeitpunkt nicht, das es dass schlimmste Jahr für uns werden sollte.
Wir haben 5 Kinder. Unsere jüngste Tochter kam mit einem Gendefekt auf die Welt. Die Ärzte in der Uniklinik Düsseldorf teilten uns mit, das sie höchstens 154 Tage alt wird.
74 Tage hat unsere Tochter geschafft. 74 Tage hat sie unsere Familie bereichert.
Ich wusste das irgendwas nicht stimmte, als Mutter merkt man es irgendwie. Es war ja auch nicht meine erste Schwangerschaft. Ich teilte es meinem Frauenarzt mit. Er sagte mir jedes Mal das „Alles okay“ ist. Diese Worte werde ich nie vergessen!
Bei einer weiteren Untersuchung stellte er plötzlich fest, das unsere Tochter kleiner und leichter ist als andere in der Schwangerschaftswoche. Ich hätte aber keinen Grund mir Sorgen zu machen!
Dann kam der 11.07.2024. Dieser Tag wird immer in unserer Erinnerung bleiben. Ich hatte wieder einen Vorsorgetermin, Gott sei Dank, bei einem anderen Arzt aus der Praxis. Das war unser Glück!
Fast 1 Stunde lang wurde ich geschallt. Immer wieder ging er raus, kam wieder rein, dann mit einer Kollegin, die auch nochmal schallte. Dann setzte er sich links neben mir hin und sagte mir das er keine guten Nachrichten für mich hätte.
Dann die Diagnose. Verdacht auf Trisomie 18 oder Trisomie 13.
Ich bin so froh das ich bei dem anderen Arzt war. Er hat mich direkt nach Düsseldorf zur Uniklinik überwiesen und für den 15.7 ein Termin gemacht.
Am 15.7 sind wir dann nach Düsseldorf gefahren. Die Ärztin die mich untersuchte sagte uns dann, das unsere Tochter zu 96% Trisomie 18 hat. Eine Fruchtwasseruntersuchung hat ihre 96% bestätigt.
Es war unbegreiflich die Diagnose verarbeiten zu können.
Ich bat die Ärztin mich am 16.7 einzuleiten da ich am 22.7 sonst in Kleve eingeleitet worden wäre.
Am 17.07.2024 wurde unsere wundervolle Tochter geboren.
Ich war bis zum 01.08.2024 mit meiner Tochter in Düsseldorf. Es waren schwere Tage. Immer wieder ein auf und ab mit ihren Werten.
Mein Mann war in dieser Zeit zuhause bei unseren anderen Kindern.
Immer wieder kam er uns in Düsseldorf besuchen. Da er keinen Führerschein hat, war er auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen oder auf Freunde die ihn gefahren haben. Danke an unsere Freunde die uns geholfen haben.
Natürlich könnte mein Mann in dieser Zeit nicht arbeiten gehen. Er fiel nach 6 Wochen ins Krankengeld. Und natürlich Danke an den Chef von meinem Mann.
Am 01.08.2024 wurde unsere Tochter letztendlich von der Kinderintensivstation entlassen und wir konnten nach Hause. Zuhause haben wir uns gemeinsam um unsere Tochter gekümmert. Sie brauchte 24/7 Betreuung. Sie wurde durch eine Sonde alle 3-4 Stunden ernährt.
Die laufenden Kosten blieben natürlich bestehen, die Fahrten nach Düsseldorf rissen schon ein Loch in unsere Haushaltskasse.
Wir mussten uns immer wieder Geld leihen.
Wir hatten wundervolle 74 Tage mit unserer Tochter. Am 28.09.2024 hat sie im Kreise ihrer Familie ihre Augen für immer geschlossen.
Dann kamen die nächsten Kosten auf uns zu. Bestattungskosten. Trauerfeier.
Wir haben versucht es alles aus eigener Kraft zu stemmen. Alle Rechnungen regulieren zu können. Nur leider ist es uns nicht möglich.
Wir müssen das Geld zurückzahlen was wir uns geliehen haben.
Alle Fixkosten müssen auch weiterhin bezahlt werden.
Seit Anfang 2025 geht mein Mann wieder Vollzeit arbeiten. So das wir die Schulden weiter abbezahlen können. In kleinen Schritten.
Jeden Tag zerbrechen wir uns den Kopf, wie wir es alles schaffen sollen. Es wäre schön, wenn vielleicht einige von euch uns helfen würden in unserer Notlage.
Wir sind euch unendlich dankbar wenn ihr uns helfen würdet.
Wir bedanken uns im voraus herzlichst bei euch.
Liebe Grüße
Familie F.


