Spenden für eine Seebestattung ⚓️

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Spenden für eine Seebestattung ⚓️

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Hallo an alle, die uns kennen oder aber über andere von uns gehört haben.

Ich bin Lisa, 41 Jahre alt, und bin vor 2 Tagen unerwartet Witwe geworden.
Ich lebe zusammen mit unserem Sohn, Lars Ole, 14 Jahre und Autist, der mir zur Zeit eine große Stütze ist, in Obersimonswald.

Vor knapp 20 Jahren lernte ich meinen Mann Detlef auf einer Reise mit meiner Mama an den Gardasee kennen, er war unser Busfahrer.
Trotz des großen Altersunterschiedes und der Entfernung unserer Wohnungen von ca. 400km, war uns sofort klar, dass wir den Partner für's (restliche) Leben gefunden haben.
2008 heirateten wir auf der wunderschönen Insel Norderney, standesamtlich am Strand, und kirchlich in der Inselkirche mit Gospelchor.
2009 zog er zu mir nach Freiburg, zusammen mit unseren Katzen.

Nach langem, unerfülltem Kinderwunsch war ich nach 6 erfolglosen Versuchen in der Kinderwunschklinik plötzlich spontan schwanger, und 2011 vervollständigte Lars Ole unser Familien-Glück.

Als Lars Ole 5 Jahre alt war, und wir wegen Eigenbedarf aus unserem Reihenhaus ausziehen mussten, nahm unser steiniger Weg seinen Lauf...

Erst die ADHS-Diagnose, dann herausfordernde Jahre mit diversen Unterstützungen (Familienhelfer, Jugendamt, diverse Therapien,...), Klinikaufenthalte, Medikamenten-Einstellung, eine Autismus-Diagnose, und schlussendlich die durch uns drei initiierte Inobhutnahme und ein vorübergehender Einzug in der Intensivpädagogischen Wohngruppe von Lars Ole.

Dann endlich wieder ein nach Hause kommen unseres Sohnes, ein zueinander finden zu dritt, weiterhin mit Unterstützung vom Jugendamt und Familienhelfern.

Von Januar bis Juli 2025 eine Schul-Pause, und ab September diesen Jahres ein Schul-Neustart, der gut ging. Und auch zu Hause lief es so viel besser, in großen Schritten voran, sogar ohne Medikamente.

Im Mai diesen Jahres dann erste Auffälligkeiten bei Detlef, ungewöhnliche Schmerzen und eine Umfangszunahme des Bauches:
Wasser im Bauch (Aszites) und eine leichte Verschlechterung der Leberwerte.

Zeitgleich bekamen wir (unberechtigt) die Außerordentliche Kündigung unserer Wohnung. Mit einem Anwalt aus der Familie ging es einigermaßen glimpflich über die Bühne, und wir fanden ab Mitte Juni ein tolles neues Zuhause in Obersimonswald, mit wunderbaren Nachbarn im Haus, wo wir uns sofort wohlfühlten.

Bei Detlef war bereits seit knapp 30 Jahren eine Leberzirrhose bekannt, bedingt durch eine Alkoholabhängigkeit, doch er war seit 1997 trocken und hatte bis Mai '25 außer der eher schlechteren Leberwerte und Krampfadern in der Speiseröhre, die komplikationslos verödet wurden, keinerlei Probleme oder Einschränkungen.

Das aufgesuchte Transplantationszentrum in Heidelberg winkte Ende Juni ab, die Leberwerte wären noch viel zu normal und ihm ginge es noch zu gut, um auf die Liste zu kommen.

Es folgte eine OP (TIPS-Anlage), von der wir uns viel erhofften.
Nach ca. 3 Wochen dann ein Rückschlag mit neurologischen Auffälligkeiten, eine mögliche "Begleiterscheinung" des TIPS.

Nun häufte sich auch die Aszites wieder. Es bildeten sich täglich bis zu 2 Liter neu, und es folgten viele Krankenhaus-Aufenthalte, in denen der Bauch punktiert wurde und teilweise bis zu 20 Liter abgelassen wurden.

Es entstanden weitere typische Symptome der Leberzirrhose: Appetitlosigkeit, Atembeschwerden, Kraft- und Energielosigkeit, starke Muskelkrämpfe am ganzen Körper, ein massiver Muskelabbau, Frieren,...

Den Umzug nach Obersimonswald schaffte ich nur dank der großartigen Hilfe meiner Familie und Freunden, Detlef konnte nur zugucken und delegieren, das fiel ihm sehr schwer und deprimierte ihn massiv.

Aber wir kamen hier gut an, er bekam eine Dauerdrainage, über die ich zu Hause das Bauchwasser ablassen konnte, und wir hofften auf ein baldiges "Anspringen" des TIPS und auf eine mögliche Lebertransplantation.

Doch die Kräfte von Detlef ließen immer schneller nach, der Körper baute enorm schnell ab, und als er Ende Oktober auf mein Drängen hin zum wiederholten Mal in die Klinik kam, wurde uns ein paar Tage später, nachdem intensiv mit Heidelberg beratschlagt wurde, eröffnet, dass eine Lebertransplantation nicht mehr in Frage kommt, da der Körper zu schwach ist und weitere Werte und Voraussetzungen nicht mehr passen.

Zwei Tage später entschied Detlef sich bei klarem Verstand, dass er eine Beendigung aller lebenserhaltenden Maßnahmen möchte, keine Kreislaufunterstützung mehr (er lag inzwischen auf Intensiv, die Nieren versagten auch zunehmend), keine Medikamente oder Infusionen mehr.
Er konnte und wollte nicht mehr.

Uns wurde dann gesagt, dass es schnell gehen kann, ohne medizinische Unterstützung, dass sein Körper das nicht lange aushält. Doch dem war nicht so.

Detlef, von Sternzeichen Stier, und schon immer mit einem starken Willen gesegnet, hielt durch.
Dann der große Wunsch, nochmal nach Hause zu gehen.
Ein zweitägiger Telefon-Marathon meinerseits und das private Anleihen eines Pflegebettes für 270€ ermöglichte es ihm, und er war sooo glücklich.

Weitere 4 Tage, ohne Essen und schlussendlich auch ohne Trinken, mit großer Unterstützung des SPES (Palliativ-Team der Uniklinik), blieb er noch bei uns, gab uns Zeit, das Unbegreifliche ansatzweise zu begreifen, und Schritt für Schritt Abschied zu nehmen.

Am 17. November tat er in meinen Armen, umringt von meinen Eltern, entspannt seine letzten Atemzüge, und Lars Ole konnte auch noch dazu kommen.

Seitdem ist nichts mehr wie es war.

Wir fühlen uns wie in einem Traum, aus dem man versucht wach zu werden.
Wir können und wollen es nicht wahrhaben, dass er plötzlich nicht mehr da ist, und alle weiteren Pläne und Unternehmungen nur noch zu zweit stattfinden.

Erst wenige Wochen zuvor war er mit mir im Reisebüro, er wollte endlich unsere Hochzeitsreise nachholen, was wir nie geschafft hatten, eine Kreuzfahrt sollte es werden, schon lange ein Wunsch von uns dreien.
Und er hatte Lars Ole versprochen, dass er ihm das Nordkap zeigt, eine seiner Lieblingsreisen als leidenschaftlicher Busfahrer. Eine von vielen Reisen, die er in den letzten Jahren fahren durfte. Auf einigen habe ich ihn damals begleitet, als wir noch zu zweit waren.

Aber jetzt müssen Lars Ole und ich alleine planen, und gucken, ob wir die Pläne und Wünsche trotzdem irgendwann so durchführen können.

Unser großes Glück ist meine Familie, unsere besten Freundinnen, und alle Verwandten und Freunde, die uns immer zur Seite stehen und uns unterstützen, gerade jetzt in dieser schwersten Zeit.

Nun muss erstmal die Beerdigung und alles, was dazu gehört, geplant und finanziert werden.

Wir wünschen uns eine Seebestattung vor "unserer" Insel Norderney, das war ursprünglich auch Detlef's Wunsch, doch jetzt am Ende wollte er nur noch, dass wir so wenig wie möglich für seine Beerdigung bezahlen müssen.
Aber ich möchte für mich, und auch besonders für Lars Ole, einen Ort haben, an dem wir weiterhin mit ihm verbunden sind, sodass wir weiterhin auf der Insel unsere Urlaube verbringen können, und Detlef quasi trotzdem dabei ist.

Das Bestattungsunternehmen "Horizonte" in Freiburg, das so herzliche, menschenwürdige, schöne Bestattungen plant, inklusive einem Abschiedsraum, in dem wir Detlef 24/7 besuchen können und uns weiter verabschieden dürfen, plant jetzt mit uns das Unbegreifliche.
Jeden Schritt bis zur Gedenkfeier am 6.12., zu der alle herzlich eingeladen sind, die kommen möchten, und der Seebestattung am 12.12. ab Norddeich-Mole, die im engsten Familienkreis stattfinden soll.

Die Kosten für all das sind immens...insgesamt ca. 10 000 € (Horizonte plus Seebestattung, Blumen und "Bewirtung" auf dem Schiff, sowie die Hin-und Rückfahrt und 1 Übernachtung im Norden noch nicht eingerechnet). Geld, das wir momentan nicht haben.

Zudem wird die fehlende Rente und das Gehalt des Midi-Jobs von Detlef durch die Hinterbliebenenrenten nur teilweise ersetzt, die Miete und die monatlich anstehenden Raten müssen weiterhin beglichen werden (für den erst kürzlich erworbenen Side-by-Side-Kühlschrank, den sich Detlef schon so lange wünschte, hier in der neuen Wohnung war endlich Platz dafür; und das "neue" Auto, das wir brauchten, nachdem unser treuer Zafira nach einem durch mit verursachten Unfall Ende September diesen Jahres einen Totalschaden hatte).
Zudem wäre ein erneuter Umzug nach aktuell nicht mal einem halben Jahr in dieser Wohnung, ebenfalls ein großer finanzieller Aufwand und auch kräftemäßig und psychisch aktuell kaum zu managen.


Deshalb nun auf diesem Weg die große Bitte um Unterstützung, egal in welcher Größenordnung, jeder Euro zählt.


Lars Ole und ich sagen von ganzem Herzen DANKE!!!⚓️

Organizer

Lisa Sauer
Organizer
Simonswald, Baden-Württemberg

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