
Sebastijan wurde widerrechtlich nach Serbien abgeschoben!
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Sebastijan Kabashi widerrechtlich nach Serbien abgeschoben und obdachlos
Sebastijan ist 38 Jahre alt, und ist zum ersten Mal im Ausland. Er ist in Freiburg im Breisgau aufgewachsen – er war dort Dachdecker. Durch eine schwere Operation war er eine Zeit lang nicht arbeitsfähig, und wurde nach Belgrad abgeschoben. Seit einem Monat lebt er in einer Notunterkunft in Obrenovac, die er mit zweitägiger Vorankündigung verlassen sollte.
Bei der Abschiebung konnte er nichts mitnehmen. Obwohl man ihm versprach, dass er seine Sachen noch mitnehmen könne, kam es nicht mehr dazu. Bald saß er mit Handschellen im Polizeikombi zum Flughafen – ohne Zahnbürste, Wechselkleider, Telefon oder Geld. Ohne Verabschiedung von ihm nahestehenden Menschen.
Sebastijan hat ohne Einbürgerung und Erhalt von serbischen Personaldokumenten keinen Zugang zur Krankenversicherung, zu Sozialleistungen und zum legalen Arbeitsmarkt. Das heißt, er darf weder arbeiten noch sich medizinisch versorgen lassen noch Geld zum Leben vom serbischen Sozialamt bekommen. Serbisch kann er auch nicht, weil seine Familie ursprünglich aus dem Kosovo geflohen ist. Nach dem Zerfall Jugoslawiens haben ihn die Eltern aus Angst vor Abschiebung nie in einem der Nachfolgestaaten registrieren lassen. Er blieb staatenlos.
Seine ungeklärte gesundheitliche Situation ist sehr gefährlich. Da er eine langjährige Behandlung eines Tumors im Becken hinter sich hat und nun eine Beule am Hals entstand, vermutete sein Hausarzt in Freiburg eine weitere Krebserkrankung. Leider kam es – trotz ärztlicher Warnung – zur Abschiebung. Die klärende Untersuchung blieb aus, trotz des Verbots von Abschiebung nach § 60 Abs. 7 Satz 1 AufenthG:
[…] erhebliche konkrete Gefahr aus gesundheitlichen Gründen liegt nur vor bei lebensbedrohlichen oder schwerwiegenden Erkrankungen, die sich durch die Abschiebung wesentlich verschlechtern würden. [...]
Wir sammeln Spenden, damit er in dieser schwierigen Zeit nicht auf der Straße leben muss. Wir suchen hier für ihn ein Zimmer oder eine kleine Wohnung in sehr günstigen Verhältnissen für einige Monate. Bei einem monatlichen Budget von 250€ (Miete und notwendigste Lebensmittel) könnte mit dem Spendenziel ein Jahr durchkommen. Mit etwas Glück wird es vielleicht auch für eine ärztliche Untersuchung reichen!
Jeder Beitrag hilft!
