Schritt für Schritt gegen das Schweigen - Ich gehe weiter

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Ich bin Tali und will losgehen, anfangen und Raum schaffen.

Mit dieser Wanderung möchte ich auf das Thema Suizid aufmerksam machen, zum offenen Umgang mit psychischen Krisen ermutigen und Menschen daran erinnern, dass sie mit ihren Sorgen nicht allein sein müssen. Ich möchte zeigen, dass es weitergeht, auch wenn man selbst nicht daran denkt.
Die Route soll von einem Ort starten, an dem ich mit einer kürzlich an Suizid verstorbenen Freundin die meiste Zeit verbracht habe (wir wohnten zusammen), bis an die Ostsee führen, am Meer war sie im Sommer auch noch und für mich bedeutet die unendliche Weite des Meeres Freiheit. Ein Semikolon aus einer Welle ziert meinen Unterarm.

Da ich das Projekt mit sehr begrenzten finanziellen Mitteln umsetzen möchte, suche ich Unterstützung in Form von Ausrüstung, Sachspenden, vergünstigten Produkten oder anderen Möglichkeiten der Zusammenarbeit, zum Beispiel in Form von Berichterstattung und privaten Unterkünften auf der Strecke.

- 400€ für Unterkünfte/ Verpflegung/etc 

- 50€ für das Drucken von Flyern, Dankeskarten für Unterkünfte,…

- 150€ für Ausrüstung 

- 400€ Spende an die deutsche Traumaforschung

- 500€ Gesellschaft für deutsche Suizidprävention


Ich selbst bin Studentin, habe auch schon Suizidversuche hinter mir und an dem Tag, an dem sie gestorben ist, wurde ich aus der Klinik geworfen, weil ich „zu komplex“ war. Von jetzt auf gleich, ohne jegliche Hilfe. Für mich brach eine Welt zusammen, ich schrieb Anschiedsbriefe statt Urlaubskarten und ohne die (unfassbar tolle!!) soziale Unterstützung wären mehr als die Briefe auch nicht mehr von mir übrig.

Unser System ist überlastet, junge Menschen werden im Stich gelassen und Wartezeiten knacken die Jahresgrenze. Ambulante Behandlung wird von der Politik zum Luxusgut gemacht und in den Schulen werden Sozialarbeiterinnen gestrichen.

“Im Jahr 2025 beendeten 11 334 Menschen ihr Leben durch einen Suizid. Das waren 9,3 % mehr Fälle als im Vorjahr und 15,6 % mehr als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre.”
(Quelle: Statistisches Bundesamt).

Die häufigste Todesursache der 10-25 jährigen ist Suizid. Dahinter stehen Freunde, Familie, Klassen und Sportgruppen. Und trotzdem reden wir nicht drüber. Warum nicht? Das habe ich mich gefragt, und den Entschluss gefasst, einfach mal loszulegen.
Für alle, die nicht mehr am Leben sind, für alle, die noch kämpfen und vor allem für Kleintali.

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Tali Gawor
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Dresden
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