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Ich kämpfe, mittlerweile mit einigen Mitstreitern, gegen das seit 2025 plötzlich und aus unserer Sicht völlig unrechtmäßig verhängte Verbot von Motorrädern bei den Touristenfahrten auf der Nordschleife des Nürburgrings.
Bei den Touristenfahrten dürfen seit Jahrzehnten Teilnehmer mit PWK und Motorrädern die historische Rennstrecke frei befahren. Die Touristenfahrten sind keine Rennveranstaltung und kein Renntraining.
Bei der Privatisierung des Nürburgrings in den Jahren 2014/15 wurde dazu in Rheinland-Pfalz ein Landesgesetz erlassen, in dem in §3 u.a. ein zukünftiger "diskriminierungsfreier Zugang" zu den Touristenfahrten zugesichert wird.
Der private Besitzer hat also kein uneingeschränktes Hausrecht, sondern muss sich an das Landesgesetz halten.
Der Betreiber des Nürburgrings hat am 20.02.2025, kurz vor Beginn der Saison 2025, lapidar mitgeteilt, dass ab sofort Motorräder nicht mehr an diesen Touristenfahrten auf der Nordschleife teilnehmen dürfen. Begründet wird dies mit unterschiedlicher Fahrdynamik und Fahrlinien von PWK und Motorräder.
Diese Argumente zählen aus meiner Sicht nicht. Auch innerhalb der PKW gibt es gewaltige Unterschiede in der Geschwindigkeit und der Linienwahl. Von sehr langsamen Fahranfängern bis Profis in straßenzugelassenen Rennwagen. Die Motorräder sind hier nicht der Sündenbock.
Motorräder und Autos kommen seit Jahrzehnten gemeinsam auf der Nordschleife aus. Ja, man kommt isch dabei schon mal nah, aber das liegt in der Natur der Sache und stört die Motorradfahrer, die sich entscheiden dort zu fahren, nicht.
Motorräder stützen meist auf Betriebsmittel (Benzin, Öl, Kühlwasser) anderer Fahrzeuge. Es gibt viele neue Sicherheitseinrichtungen, die helfen, Betriebsmittelspuren auf der Strecke zu erfassen und darauf hinzuweisen bzw. die Strecke dann für Motorräder zu sperren (Videoüberwachung, KI, Signalleuchten rund um die Strecke). Mit diesen kann das Risiko stark verringert werden.
Die Motorradfahrer fordern den im "Nürburgring-Gesetz" vereinbarten diskriminierungsfreien Zugang zu den Touristenfahrten auf der Nordschleife ein. Dies wurde bei der Privatisierung der Rennstrecke so vereinbart.
Ich will mit meinen Mitstreitern, dass es weiter die persönliche Entscheidung des einzelnen Motorradfahrers bleibt, an der Touristenfahrten teilzunehmen oder auch nicht.
Dazu habe ich die Petition #SaveTheRingBikes gestartet die bereits über 5.000 Unterstützer hat https://www.change.org/p/weg-mit-dem-motorradverbot-auf-der-nordschleife-savetheringbikes
Wir gehen bereits mit Anwälten gegen das Verbot vor. Auf das Schreiben des Anwalts hat die vom Nürburgring beauftragte Anwaltskanzlei jetzt, 06.02.2026, endlich geantwortet und ihre Punkte dargelegt.
Jetzt ist es wiederum an uns zu reagieren, und die vorgebrachten Argumente zu widerlegen. Klingt einfach, ist aber ein sehr kostspieliges Unterfangen. Daher hoffen wir weiter auf eure Unterstützung.
Dieser Schritt wird mit Kosten von 10.000,- € beziffert.
Diesen Betrag möchte ich mit dieser Spendenaktion sammeln, damit wir diesen Schritt gehen können.
Jeder Euro wird für diese Aktion verwendet.
Ich freue mich über jede Unterstützung und bedanke mich im voraus für jede Beteiligung.
Danke & Grüße
Ralf
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Ich bin Ralf, 57 Jahre alt, Unternehmensberater und Vater von zwei erwachsenen Töchtern.
In meiner Freizeit fahre ich Motorrad und nehme seit insgesamt 30 Jahren aktiv als Motorradfahrer an den sogenannten Touristenfahrten auf der Nürburgring Nordschleife teil.

