Hilfe für die Beerdigung meines kleinen Bruders

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Hilfe für die Beerdigung meines kleinen Bruders

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Hi, mein Name ist Tobi und ich sammle Spenden für die Beerdigung meines kleinen Bruders.
Ab 2013 ging das Leben für uns langsam und schleichend den Bach runter. Dort haben wir von der Krebs Erkrankung unseres Vaters erfahren. Nach vielen Chemos und Therapien dachten wir es geht Bergauf und das tat es auch. Unser Vater galt als "geheilt". 2015/2016 erfuhren wir von der Krebserkrankung unserer Mutter. Auch dies haben wir irgendwie geschafft.
Einige Jahre später und miterlebten Spätfolgen der Krebs Erkrankung, kam der nächste Schock für meinen kleinen Bruder. Sein bester Freund hat sich nach langem Kampf gegen Depression das Leben genommen.
Im März 2020 ist mein Vater nach wiederkehrendem Krebs daran im Krankenhaus verstorben. Mein Bruder, der noch bei meinen Eltern wohnte, hat all den Schmerz und die Trauer Jahrelang tagtäglich mitbekommen. 2021 ruft meine Mutter bei mir an. Mein Bruder wurde vom Krankenwagen abgeholt. Auf die frage warum und wohin...keine Antwort. Nach Stundenlangen telefonieren mit Krankenhäusern habe ich endlich erfahren wo er ist und warum. Ein sehr hoher Pegel Alkohol und ein wahrscheinlicher Versuch selbst damit aufzuhören. Er wurde ins künstliche Koma versetzt und ich habe zu hören bekommen, das nicht sicher ist ob er wieder aufwacht. Er schaffte es...
Etliche Gesprächen mit Ärzten, Schwestern und Sozialmitarbeitern um ihn nach dem Krankenhaus in eine Therapie zu bekommen, waren erfolglos. Mein Bruder war nicht der Meinung Alkoholkrank zu sein und fragte nicht nach Hilfe. Nach etlichen Wochen/Monaten und endlosen Gesprächen über die Themen Alkohol und Sucht, wurde mir immer und immer wieder mitgeteilt dass das was passiert war, eine Lehre war und kein Thema mehr ist. Auch nach unangekündigten Besuchen und Kontrolle, habe ich keinen Alkohol mehr in der Wohnung gefunden. Auch meine Mutter und Bruder kamen mir nicht vor als hätten sie getrunken. Ich glaubte ihnen irgendwann und das Thema Alkohol verschwand... das war ein großer Fehler meinerseits.

Der nächste Schicksalsschlag hat nicht lange auf sich warten lassen. Brustkrebsdiagnose bei unserer Mutter.
Unsere Mutter ist im März 2024 an den folgen daran verstorben.
Noch im Krankenhaus kam eine Verwandte auf mich zu und erzählte mir das sie den Verdacht hat das mein Bruder nach Alkohol roch. Nach guten 2,5 Jahren war plötzlich Alkohol wieder Thema.
Ich sprach ihn in ruhiger Minute darauf an aber er verneinte vehement und brachte immer wieder das Argument seines letzten Aufenthalts im Krankenhaus bei dem er fast verstarb. Trotzdem fingen bei mir die unangekündigten Besuche und Kontrollen wieder an... kein Ergebnis.

Es vergingen Monate und ich hatte nie auch nur den hauch eines Verdachts das er wieder Alkohol trinkt. Im November 2024 wurde ich eines besseren belehrt.
Er rief mich an und beichtete seinen Alkoholkonsum, das er ohne morgens nicht mehr aus dem Bett kommt und das er gerade bei seinem Hausarzt gewesen sei und Hilfe benötigt. Er bekam eine Überweisung ins Krankenhaus mit Verdacht auf Depression und Alkoholsucht. Er fuhr ins Krankenhaus und wurde mit dem Hinweis das sie keine Betten zur Ausnüchterung frei hätten und einem Glas Wasser Angebot, wieder nach Hause geschickt.
Nacht Stundenlangen telefonieren mit etlichen Einrichtungen haben wir einen Termin bei einer Sozialstation zur Beratung bekommen. Dieser Termin hat aber ein wenig auf sich warten lassen.
Diesen Zeitraum haben wir mit kontrolliertem trinken irgendwie herum bekommen und ich dachte "endlich bekommt er Hilfe". Aus diesem Termin kam er mit drei Flyern mit Anlaufstellen und dem Hinweis das er schnellstmöglich Hilfe braucht. Für diese Aussage haben wir also mehrere Tage warten müssen???
Wir riefen die Nummern sofort an. Ergebnis -->
1. Nummer: Rufen sie täglich von 7-8 Uhr an und wir schauen ob Betten frei sind.
2. Nummer: Niemand ging ran.
3. Nummer: Es ging jemand ran aber hatte keine Ahnung warum diese Nummer einem Menschen in die Hand gedrückt wird, der Hilfe wegen Alkohol und evtl. Depression braucht.

Er gab mittlerweile auf und ich fuhr mit ihm in die Notaufnahme in das Krankenhaus, das laut Flyer eine Suchtstation hatte. Siehe da, genau das Krankenhaus in dem er vor 3 Jahren lag.
Dort hatte der Oberarzt sich um einen Platz gekümmert. Dieser war aber erst in guten zwei Wochen. Auch diese Zeit haben wir irgendwie rum bekommen.
Ich fuhr ihn zur Entgiftung und am 16.12. wurde er "erfolgreich" entlassen.

Wir telefonierten oder trafen uns täglich, manchmal mehrmals und er war glücklich und uns beiden war klar, das wir weiter machen müssen und uns für ihn um eine Langzeittherapie kümmern müssen. Gar nicht so einfach bzw. unmöglich zwischen den Feiertagen. Anfang Januar und meiner Meinung nach immer noch trocken, ging er zur Diakoniestation und regelte alles für den Antrag zur Reha. Aber auch hier vergingen ein paar tage und dieser wurde nie abgeschickt.

Morgens am 20.01.2025 habe ich ihn tot in seiner Wohnung aufgefunden, weil er nicht mehr auf meine Anrufe reagierte.

Ich möchte ihn bei meinen Eltern begraben lassen aber ich kann mir die Beerdigung nicht leisten, da meine Ersparnisse für die Unterstützung laufender Kosten meines Bruders gebraucht wurden.
Ich habe sicherlich viele Einzelheiten vergessen zu erwähnen aber wer bis hierhin gelesen hat, weiß das wichtigste. Ich bin verzweifelt und zur Zeit ist einfach nur wichtig, ihn vernünftig bei meinen Eltern zu bestatten.

Die Polizei ermittelt noch. Daher wurde die Beerdigung erstmal auf den 25.02.2025 terminiert.

Das Bild war der Lieblingsort auf dem Campingplatz auf dem wir als Kinder und Jugendliche jede Ferien und Wochenenden verbracht haben

Vielen Dank für das lesen meiner, grob zusammengefassten, Geschichte.

Organizer

Tobias Grelck
Organizer
Buxtehude, Niedersachsen

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