Repression im Nachgang der Reclaim the Night Demonstration

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Nach unserer diesjährigen Vorabenddemonstration zum 8. März wurden wir nicht nur von frauenfeindlichen Männern auf der Straße angegriffen, sondern auch von den Repressionsorganen. Zwei Rauchtöpfe haben der Polizei gar nicht gefallen, und sie sind damit vor Gericht gezogen. Wie absurd dieser Versuch der Kriminalisierung von linkem Protest ist, wollen wir euch zeigen:
"Während des Marsches durch die Stadt konnte des Öfteren eine negative Einstellung der Teilnehmer gegenüber der Polizei und Justiz als Institution vernommen werden, sowie auch ein Grundsatzproblem mit dem männlichen Geschlecht in unserer Gesellschaft." (Auszug aus der Ermittlungsakte der Polizei)
Dass die Bullen nicht kapieren, worum es bei unserer Demonstration geht, überrascht uns nicht. Dass sie sich nicht zu schade sind, ihre eigene Peinlichkeit öffentlich zuzugeben, allerdings schon. Aber es kommt noch besser:
"Aus Deeskalationsgründen übernahm PMin Pollinger die Gesprächsführung von Frau zu Frau." (Auszug aus der Ermittlungsakte der Polizei)
So wenig zu checken ist auch eine Leistung. Noch einmal langsam für alle: Unser Problem ist das Patriarchat und der kapitalistische Staat, und nicht die Existenz des männlichen Geschlechts in der Gesellschaft. Wir reden natürlich nicht mit den Bullen, auch nicht "von Frau zu Frau"
Dass nicht die Männer, die uns während und nach der Demonstration pöbelnd und aggressiv bedrohen wollten vor Gericht landen, sondern wir, zeigt uns erneut:
Dieser Staat schützt mich nicht - meine Schwestern schützen mich!
Der Strafbefehl von 2.000€ konnte vor Gericht auf ein Bußgeld von 300€ verringert werden. Dazu kommen noch Anwalts- und Gerichtskosten.
Gleichzeitig wird ein weiterer Genosse im Nachgang der Proteste gegen die AfD in Osterhofen kriminalisiert.
Insgesamt haben wir damit Repressionskosten von etwa 2.800€ zu stemmen.
Danke für eure Unterstützung!
Solidarität ist unsere Waffe!
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