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English Version below.
Die kleine Ursula Maria genannt Madame (MischlingsFindelKatze aus Connewitz) hat sich bei einem Sturz aus der 4. Etage wirklich böse das linke Vorderbein gebrochen und muss operiert werden. Leider ist Knochenchirurgie aufwendig & komplex und kommt mit Kosten einher, die mir Angst machen.
Die Erstuntersuchung und -versorgung hat mit 344€ schon mehr als das Verfügbare verschlungen. Nach Prognose der Ärztin in der Notambulanz muß ich mich auf Kosten für die OP zwischen 2.500€ - 3.500€ einstellen.
Deswegen bin ich nun auf Hilfe angewiesen und hoffe auf Eure Unterstützung.
Wer uns nicht kennt und etwas mehr erfahren möchte, dem lege ich den folgenden Text von Lucky, dem großen Bruder von Madame, an´s Herz.
Liebst Maren
Wir Katzen haben ein Sprichwort, gewissermaßen das Leitmotiv unsrer Existenzen: „Scheiß egal – Irgendjemensch wird sich schon kümmern“. Ich musste feststellen, dass diese hervorragendste aller Philosophien ihre Qualität im Umgang mit den ungelenken Mitbewohner*innen mit Versorgungsauftrag erweist, doch anscheinend nicht im Umgang unter uns Katzen miteinander taugt.
Um diese These zu untermauern, lasst mich euch von mir, dem Protagonisten dieser Geschichte, erzählen:
Genannt werde ich Lucky, ich weiß nicht, wieso oder was das heißt, aber sei es drum. Vor langer Zeit, erwuchs ich in einer Gemeinschaft aus Katze und einem hochbetagten Fressenhinsteller. Ich, der Herr, und er, mein Knecht. Doch wie das leider so ist, die Zeit nagte an meinem Geknechteten gar sehr. Die Konstruktion war genial, doch das Material ein Fluch. Er verstarb und ich sah mich damit konfrontiert, eine*n neu zu Knechtende*n zu finden. Eine Bewerberin namens Maren mit Job und Wohnung, Futter und Schutz bietend, erwies sich als geneigt und gnädig nahm ich ihr Angebot, mir zu dienen, an. Nach zwei Jahren Zusammenleben, ich nummehr im gesetzten Alter von 14 Jahren, sie fast täglich über viele Stunden abwesend wegen dieses Jobs, ward mir der Alltag jedoch langweilig. Allein rum zu liegen und nix zu tun macht weniger Spaß, als zu zweit rum zu liegen und mal so gar nix zu tun.
Daher nahm ich es auf mich, zu tolerieren, dass eine neue Gefährtin sich in der WG einfand. Ursula Maria, genannt Madame, von guten Geistern verlassen, vor Hunger dünn und maunzend, unter einer Hecke in einer Gartenanlage, machte Freunde von Maren auf sich aufmerksam. Und manche Leute, so auch Maren, bekommen einfach nicht genug davon, von Katzen gehalten zu werden. Wen kann es verwundern, wir sind einfach mal geile Viecher.
Gut, zugestanden, zuerst nicht so. Sosehr ich mir eine Gesellin wünschte, das Kleinvieh machte anfänglich schon großen Mist. Da musste ich eine Zeit lang erstmal zeigen, wer hier der Boss ist. Sehr zum Leidwesen von Marens Nase. Doch nachdem das geklärt war, sind wir inzwischen ziemlich dicke. Daher es mich auch schmerzt, nun verkünden zu müssen, dass Unfälle passieren. Und dass auch Katzen mal ein bisschen ungelenk sein können. Ich meine, klar, als wir zusammen auf dem Balkon chillten, haben wir auch bissl gekappelt, aber alles freundschaftlich. Es war nur Spaß. Naja, bis zu dem Moment als ich, zu sehr das Spiel genießend, vergaß, dass sie nur halb so schwer wie ich und sie ein bissl zu doll schubste. Das brachte sie ins Wanken, wodurch sie rückwärts Halt suchend und nicht findend aus dem Blumenkasten fiel, vier Stockwerke tief. Ja, ich muss sagen, dass war gar nicht mehr spaßig, weswegen ich mich innerhalb von Sekundenbruchteilen mittels Blickkontakt, über einen im Schockzustand befindlichen Freund unseres Hauses (Besucher*innen mit Erlaubnis, uns zu streicheln und ihren Schoß zur Verfügung zu stellen) hinweg, der den Abend mit Maren chillend zu verbringen gedachte, ebendieser Instruktionen durchgab, was sie nun zu tun habe.
Ich wies sie an, den Rest der Geschichte antizipierend, am ganzen Körper bebend und ihre Schuhe verlierend hinunter zu rennen, um die Madame zu erretten. Dann, nach dem Auffinden und Zurückbringen eines unter Schock stehenden und vor Schmerzen zu rasch hechelnden Kätzchens, habe sie mit demselben, sich der praktischen (irgendwie wirkte sie total verwirrt, plan- & hilflos) & emotionalen (ich hatte ein bischn Angst, dass sie gleich losheult) Hilfe des anwesenden Freundes bedienend, zum Arzt zu hetzen, mit ÖPNV Freitagnacht zu Notdienstpreisen. Sie habe das dort zu Zahlende ohne Rücklagen aufzubringen, genauso, wie die Kosten der dort als unabwendbar, aber erst nach dem Wochenende ausführbar angekündigten OP, die das gebrochene Bein zurück zu Funktion und Schmerzfreiheit bringen soll.
Toitoitoi. Ganz egal wie jene Maren die Summen von etwa 350 € Notfallbehandlung und irgendwas zwischen 2500 - 3500 € OP-Kosten und bisher nicht kalkulierbarer weiterer Nachsorge und Umsorge aufbringen würde, letzteres z.B. die baldige Anbringung von Katzenauffangnetzen am Balkon beinhaltend. Also, dass Maren sich verschulden werde. So unsere Einigung. Im Gegenzug würde ich zeigen, dass auch ich betrübt und um Schadensminderung bemüht sei. Ich erfüllte nun meinen Teil dieser Abmachung.
Nun, wegen des Teils von Maren, keine Ahnung was das ist, hab ich irgendwie so ein komisches Gefühl, katzenuntypisch das. Maren meinte, es sei vielleicht Mitleiden. Was ich wehement von mir weise. Andererseits..., ich dachte es könnte ja nicht schaden, wenn ich über diesen Wege mal bei ein paar Menschen anfragte, ob sie sich vorstellen könnten, so sie dazu Lust und Kapazitäten haben, vielleicht der Maren ein bisschen zu helfen. Ich hörte nämlich, dass sich in diesem Internetdings auf manchen Seiten, Menschen gegenseitig helfen würden, wenn mal ein Malheur geschieht. Und mehr war das ja nun wirklich nicht, ähm egal, hiervon abgesehen, als Katze sollte mir das alles ja egal sein, aber irgendwie, wäre ich echt dankbar für jede Hilfe, und sei sie noch so gering im Betrag, die ihr Menschen der Maren zukommen lassen könntet. Ihr würden Felsmassive vom Herzen fallen. Und natürlich wäre Ursula Maria „Madame“ auch hyperfroh darüber.
Wir danken euch! Für alles.
English Version:
Little Ursula Maria, known as Madame (a mongrel foundling cat from Connewitz), broke her left front leg quite badly when she fell from the 4th floor.
She now needs an operation. Unfortunately, bone surgery is very complex and comes with expenses that scare me. At €344, the initial examination and treatment already cost more than what was available. According to the doctor's estimate in the emergency room, I have to be prepared to pay between €2,500 and €3,500 for the operation.
That is why I am now dependent on help and hope for your support.
If you don't know us and would like to find out more, I recommend the following words as expressed by Lucky, Madame's big brother:
We cats have a saying – the leitmotif of our existence, so to speak: “Never mind – someone will take care of it.” I came to realize that this most excellent of all philosophies proves its quality in dealing with those clumsy human roommates with a care mandate, but apparently it is not quite as good in dealing among us cats.
To substantiate this thesis, let me tell you about me, the protagonist of this story:
I'm called Lucky. I don't know why or what that means, but so be it. A long time ago, I grew up in a community of cat and a very old food provider. I, the master, and he, my servant.
Unfortunately, as is the nature of life, time took its toll on my attendant. The design was ingenious, but the material was flawed. He died and I was faced with the necessity of finding a new minion.
An applicant named Maren – equipped with a job and an apartment, offering food and shelter – proved willing, and I graciously accepted her offer to serve me.
However, after two years of living together, me at the ripe age of 14, her being absent for many hours almost every day because of this “job”, I became bored with everyday life. Lying around alone and doing nothing is not as much fun as lying around with someone else and doing even less.
So I came to tolerate the fact that a new companion had found her way into the shared apartment. Ursula Maria, called Madame, abandoned by all good spirits, thin and desperate with hunger, attracted the attention of Maren's friends when she was lying under a hedge in a garden. And some people, including Maren, just can't get enough of being kept by cats.
Who can blame them, we are simply fantabulous creatures.
Well, admittedly, it wasn’t exactly love at first sight. As much as I wanted a companion, the little creature initially caused a lot of trouble. So I had to show who was boss for a while. Maren's nose could tell some stories about it. But once the lines were drawn, we became pretty close.
So it pains me to announce that accidents happen. And that even cats can be a little clumsy sometimes. I mean, sure, when we were chilling together on the balcony, we did have a little spat, but it was all in good fun. Until the moment when, enjoying the game a bit too much, I forgot that she was only half my weight and pushed her a little too hard. That made her stagger, causing her to fall backwards out of the flower box, four floors down, while searching for support and not finding it.
I have to say that this wasn’t fun at all anymore, which is why, within a fraction of a second, I made eye contact with Maren – staring through and around a family friend (i.e. visitor with permission to pet us and offer their lap for our convenience) who had planned to spend the evening chilling with Maren and was now in shock – and gave her instructions on what to do.
Anticipating the rest of the story, I instructed her to run down the stairs to rescue Madame, which she did, trembling all over and losing her shoes in the process. After finding and bringing back a kitten that was in shock and panting frantically from the pain, she was to use the practical (she seemed totally confused, clueless, and helpless) and emotional (I was a little afraid she was about to burst into tears) support of her friend to rush to the doctor using public transportation, on a Friday night at emergency service prices.
She had to pay the bill for those services immediately, without any savings. She would also have to shoulder the costs of the surgery, which was announced as unavoidable but only feasible after the weekend, to restore functionality of the broken leg and free Madame from the pain. Fingers crossed. No matter how, Maren would come up with the sums of around €350 for emergency treatment and somewhere between €2,500 and €3,500 for the surgery and further care, as well as costs that cannot yet be calculated, the latter including the imminent installation of cat safety nets on the balcony.
So, Maren would go into debt. That was our agreement. In return, I would show that I too was saddened and willing to mitigate the damage. I have now fulfilled my part of this deal.
Well, regarding Maren's part, I have no idea what that is, but I have a strange feeling about it, which is very uncatlike. Maren suggested it might be compassion, which I vehemently reject. On the other hand... I thought it couldn't hurt to ask a few people if they could imagine, if they felt like it and had the capacity, maybe helping Maren a little. I heard rumors that on some of the sites in this internet thingy, people help each other when little accidents happen. And that's really all it was, um, never mind. Anyhoo, as a cat I shouldn't care about any of this one way or another, but somehow I would be really grateful for any help, no matter how small, that you humans could give Maren. It would take boulders off her shoulders. And of course, Ursula Maria, aka Madame, would also be overjoyed.
Thank you!
For everything.



