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Ich erzähle hier die Geschichte von Milo, einem kleinen Hunderüden einer Forenteilnehmerin aus einem Grillforum. In diesem Forum zählt trotz einer enormen Größe an Mitgliedern das "Zwischenmenschliche" sehr viel und die Leute stehen gerne füreinander ein. Das zeigt auch der Inhalt an Beiträgen, es geht nicht nur um Grillen, sondern es wird auch viel gelabert und es gibt zig Themen, die mit Grillen nichts zu tun haben, bspw. auch über Hunde. Und da erreichten uns vorgestern/gestern folgende Nachrichten von Jule (ihre Nachrichten immer in "":
"Sind grade in der Tierklinik… Milo ist kopfüber vom Bett gestürzt und hat sich erstmal überhaupt nicht mehr bewegt Hals abwärts… jetzt ist erstmal wieder beweglich, aber die Reflexe in den Beinen sind nicht ausreichend da. Auf der Hinfahrt hab ich fest damit gerechnet dass er über die Regenbogenbrücke geht… Leider ist das noch nicht ganz ausgeschlossen"
"Er ist nun erstmal stationär. Wie ich das zahlen soll weiß ich zwar noch nicht recht, aber es ist notwendig!"
Spontan meldeten sich einige Foris und boten finanzielle Hilfe an... das zitiere ich jetzt nicht alles, nur Jule's Nachrichten.
"1600€ sind jetzt schon fix ... Notfallgebühren + 2 Tage stationär, Röntgen, Untersuchungen etc."
"ihr seid so lieb, weiß grad nicht so recht wohin mit mir, hab angst, dass das Telefon klingelt und die Klinik dran ist und könnt die ganze zeit nur heulen"
"Grade kam der erlösende Anruf: Milo läuft, sogar recht fix, er weicht den Pflegern aus, wenn sie ihn fangen wollen und kann sich schütteln ohne umzufallen. Ich bin so happy".
"Aktuell 1335€ die in ca 1 Woche per Post kommen dazu kommt noch die Neurologen Untersuchung in ca 5-7 Tagen"
Ich fasse mal den Rest zusammen.
Jetzt ist er wieder zuhause, erst mal kein Springen, Toben, keine Treppe,. Er torkelt gewaltig! Allerdings ist das kein Vergleich zum Tag als es passiert ist. Die Ärztin war selber total entgeistert, dass er schon wieder steht und läuft. Das schwierigste ist halt, den Wurm zum „ausruhen“ zu bewegen! Zumal er eh schon Orientierungsprobleme hat, da er dement ist und wenn er nicht weiß was los ist wild mit dem Kopf schlägt und schnappt… Das ist natürlich sehr kontraproduktiv nur kann Jule ihm das nicht unterbinden. In der Tierklinik ging es gut mit Maulkorb, deswegen hat sie jetzt einen Mini Maulkorb bestellt, in der Hoffnung dass der auch daheim hilft. Und nachts wird er jetzt in seiner Transporttasche schlafen, denn sie kann sonst nicht sicherstellen, dass er nicht rumturnt wenn sie schlafen. Es ist schwierig, denn es fühlt sich falsch an ihn einzusperren aber anders ist es nicht möglich.
Und jetzt flattert da eben eine große Rechnung ins Haus, von der Jule momentan nicht weiß, wie sie das bewältigen soll. Man sollte ja, ist aber nie wirklich auf so etwas vorbereitet, selbst alles schon erlebt und da muss man auch nicht mit dem Finger zeigen, darum geht es hier nicht.
Es geht darum die Belastung zu lindern und da gilt das Motto:
"Jeder noch so kleine Tropfen hilft das Fass zu füllen".
Damit der süße alte Herr auch weiter gut versorgt ist und noch eine glückliche Zeit erleben darf.
Ich kenne das als Hundehalter nur zu gut, welche Sorgen man sich da macht und aussteht und ich kann jedem Spender versichern. Die kleinen und großen Fellnasen danken es einem 1000 Mal mit ihre unbändigen Zuneigung und Liebe.
Von daher möchte ich jedem, der ein paar Taler erübrigen kann nur ein fettes DANKE zurufen.

