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Liebe Unterstützer und Unterstützerinnen,
es gibt Momente, die das Leben in ein „Davor“ und ein „Danach“ teilen.
Nach einem Schlaganfall, mehreren TIAs, einer Gehirn-OP und der Diagnose einer seltenen chronischen Blutkrebserkrankung (Polycythaemia Vera) kämpfe ich mich zurück in den Alltag.
Körperlich geht es mir zum Glück besser.
Die eigentliche Herausforderung:
Die vielen medizinischen Probleme und Notfälle haben sich tief in mir eingebrannt. Die Sorge vor weiteren medizinischen Komplikationen ist bei der chronischen Erkrankung leider nicht völlig unbegründet und begleitet mich stetig.
Hinzu kommt: Ausgerechnet das Medikament, das mein Blut stabilisiert, hat psychische Nebenwirkungen, die Unruhe, depressive Zustände und Ängste verursachen bzw. verstärken.
Diese Unsicherheiten und Ängste begleiten mich durch meinen gesamten Alltag und schränken mich sehr ein. Besonders schwierig ist es, sobald ich alleine bin.
Zwei sehr konkrete Beispiele für Einschränkungen aus meinem Alltag:
Alleine sein... löst bei mir massive Anspannung und Unsicherheit bis hin zu Panikzuständen aus – was oft zu schlaflosen Nächten führt. Auf Dauer ist das sehr zermürbend. Deshalb lebe ich aktuell überwiegend bei meinen Eltern. Hier ist es zwar etwas erträglicher, aber dennoch weit entfernt von gut. Und mit 38 kann das natürlich nicht die Lösung sein.
Immer neben der Spur... die dauerhafte innere Unruhe und Anspannung führen außerdem dazu, dass ich oft nicht "bei der Sache bin". Meist sind es eher "harmlose" Dinge wie das Liegenlassen meiner EC-Karte an der Kasse, das Einsteigen in den falschen Zug oder das Aussperren aus der Wohnung. Es gab aber auch schon gefährliche Situationen, etwa beim Überqueren der Straße, das Nichtausschalten von Bügeleisen oder Herd, etc... Das ist kein "gelegentliches Verpeilt sein" mehr, sondern Lebensrealität.
Ich möchte wieder zurück in meine Wohnung, sicher und entspannt alleine sein können und somit auch wieder zuverlässig meiner Berufstätigkeit nachgehen. Wieder mehr Freude und Leichtigkeit fühlen.
Ich habe schon viel probiert, die Themen in den Griff zu bekommen. Ich befinde mich beispielsweise in ambulanter Psychotherapie und war auch bereits stationär. Leider mit mäßigem Erfolg. Auch habe ich versucht, die Medikation der Blutkrebserkrankung zu verändern - leider wurde es dann körperlich wieder schwieriger.
Deshalb habe ich mich nach langen Überlegungen, gemeinsam mit meinen Behandlern für den Weg eines Assistenzhundes entschieden.
Ein Assistenzhund als Brücke zur Freiheit
Ein speziell ausgebildeter Assistenzhund ist für mich kein Haustier zum Kuscheln, sondern ein medizinisches Hilfsmittel. Er schließt die Lücke, die Therapien allein nicht füllen können und kann gezielt unterstützen und Aufgaben übernehmen, die mir im Alltag echte Sicherheit geben.
Was ein speziell ausgebildeter Assistenzhund beispielsweise konkret leisten kann:
- Notfallhilfe: Er kann bei medizinischen Komplikationen im Ernstfall reagieren und Hilfe holen, z.B. das Handy suchen und apportieren oder einen speziellen Notfallknopf am Festnetztelefon betätigen.
- Frühwarnsystem: Er erkennt Stress und Krisen, bevor sie eskalieren und holt meine Aufmerksamkeit z.B. durch Stupsen zurück.
- Sicherheit: Er kann durch individuell trainierte Signale helfen, mich in stressigen Momenten zu sammeln und achtsamer zu reagieren oder auf bestimmte Gefahren hinweisen.
- Stabilität: Er gibt Halt bei Panikattacken und unterstützt aktiv bei der Regulation, indem er sich z.B. gezielt auf mich legt oder Medikamente bringt.
- Und vieles mehr...
Durch seine gezielte Unterstützung wäre vieles wieder möglich.
Mich im Alltag wieder freier und sicherer zu bewegen, ohne ständig in Alarmbereitschaft zu sein. Durch ruhige Nächte auch wieder zuverlässig arbeitsfähig zu sein und Schritt für Schritt in ein selbstständiges Leben zurückzufinden. Und im Falle von körperlichen Komplikationen weiß ich, er kann Hilfe holen.
Obwohl ärztlich dringend empfohlen, übernehmen die Krankenkassen die Ausbildungskosten von rund 27.500 € nicht. Diesen Weg kann ich finanziell nicht alleine gehen.
Dabei wünsche ich mir nichts mehr, als einen "normalen" Alltag.
Ich habe bereits Kontakt zu einem erfahrenen Anbieter und würde die Ausbildung dort gemeinsam mit dem Hund absolvieren.
Jeder Beitrag – egal in welcher Höhe – hilft mir, diesem Ziel näherzukommen. Auch das Teilen meines Aufrufs bedeutet mir unglaublich viel.
Mir ist ein transparenter Umgang mit allen Spenden sehr wichtig. Über Fortschritte und weitere Schritte halte ich euch selbstverständlich auf dem Laufenden.
Von Herzen danke ich euch für eure Unterstützung.
Saskia
P.S.: Der Hund auf dem Foto ist die Hündin meiner Eltern.


