Marlons Mama braucht akut finanzielle Hilfe, Beerdigung

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Manchmal braucht es viele kleine Hände, um eine Familie ein Stück weit aufzufangen.

Es fällt mir nicht leicht, diese Zeilen zu schreiben. Und gleichzeitig weiß ich aus vielen Jahren, in denen ich Familien nach dem Verlust eines Kindes begleitet habe, wie wichtig es manchmal ist, nicht nur mit Worten da zu sein, sondern ganz konkret zu helfen.

In meinem engen Umfeld gibt es aktuell eine Familie, deren Welt von einem Moment auf den anderen stehen geblieben ist.

Eine Mama aus dem Raum Bochum hat ihr Baby verloren.
Ihr kleiner Junge kam still zur Welt.

Eigentlich hätte er das dritte Kind dieser kleinen Familie sein sollen. Ein kleiner Bruder. Ein weiteres Familienmitglied, auf das gewartet wurde, das bereits einen Platz im Leben seiner Mama und seiner Geschwister hatte.

Statt ihr Baby mit nach Hause nehmen zu dürfen, muss diese Mama nun etwas tun, auf das kein Mensch vorbereitet sein kann:

Sie muss Abschied nehmen.

Und während eigentlich nichts anderes wichtig sein dürfte, als zu trauern, zu begreifen, ihre beiden Kinder aufzufangen und selbst irgendwie einen Weg durch diese unfassbar schwere Zeit zu finden, kommen gleichzeitig ganz alltägliche und sehr reale Sorgen hinzu.

Die Mama ist alleinerziehend.
Ihre beiden Kinder sind gerade einmal drei und fünf Jahre alt.

Sie steht familiär weitestgehend allein da und muss neben ihrer eigenen Trauer auch für zwei kleine Menschen funktionieren, die ebenfalls erleben, dass ihr kleiner Bruder nicht nach Hause kommen wird.

Dazu kommen plötzlich Kosten, über die man sich während einer Schwangerschaft niemals Gedanken machen möchte:

die Beerdigung ihres Kindes,
der Abschied,
die Dinge, die rund um eine Bestattung notwendig werden.

Und gleichzeitig laufen Miete, Strom, Versicherungen, Lebensmittel und alle anderen Kosten eines ganz normalen Familienlebens einfach weiter.

Gerade als Alleinerziehende gibt es in so einer Situation kaum jemanden, der finanzielle Belastungen kurzfristig einfach mit auffangen kann.

Natürlich werden wir gemeinsam prüfen und beantragen, welche Unterstützungen ihr möglicherweise zustehen.

Und ja: Es gibt in bestimmten Fällen Möglichkeiten, finanzielle Hilfen für notwendige Bestattungskosten oder andere Leistungen zu beantragen.

Aber auch solche Hilfen müssen zunächst beantragt, geprüft und bewilligt werden.

Und Bürokratie braucht Zeit.

Die Rechnungen, die jetzt entstehen, warten darauf leider nicht.

Hinzu kommt etwas, das mir persönlich sehr wichtig ist:

Bei der Beerdigung ihres Kindes geht es für diese Mama nicht einfach nur darum, irgendeine Rechnung zu bezahlen oder irgendeine Pflicht zu erfüllen.

Es ist das Letzte, was sie noch für ihren kleinen Sohn tun kann.

Sie kann ihn nicht mit nach Hause nehmen.
Sie kann ihn nicht aufwachsen sehen.
Sie kann ihm keine Geburtstage schenken und keine Zukunft planen.

Aber sie kann seinen Abschied gestalten.

Und natürlich gibt es bei möglichen Kostenübernahmen Grenzen und Regelleistungen, die sich an notwendigen Ausgaben orientieren.

Doch ein Abschied besteht nicht nur aus dem absolut Notwendigsten.

Vielleicht möchte eine Mama eine bestimmte Blume.
Eine besondere Urne oder einen kleinen Sarg.
Eine Erinnerung.
Etwas Persönliches für das Grab.
Eine Gestaltung, die sich nach ihrem Kind anfühlt.

Keine Luxusausstattung.

Einfach Dinge, bei denen sie später sagen kann:

Ich habe diesen letzten Weg für mein Kind so liebevoll gestaltet, wie es mir möglich war.

Ich finde, niemand sollte sich dafür rechtfertigen müssen, dass der Abschied vom eigenen Kind vielleicht ein kleines bisschen mehr sein darf als nur das, was gerade noch als notwendig gilt.

Deshalb soll diese Spendenaktion auch dort helfen, wo mögliche Unterstützungen nicht greifen oder nicht ausreichen.

Und auch über die Bestattung hinaus geht das Leben dieser kleinen Familie weiter.

Die beiden Geschwister sind drei und fünf Jahre alt.

Sie brauchen weiterhin Essen, Kleidung und Alltag.

Miete und Strom laufen weiter.

Und auch Weihnachten steht vor der Tür.

Natürlich ist Weihnachten gerade wahrscheinlich das Letzte, woran diese Mama denken möchte.

Aber für zwei kleine Kinder bleibt es trotzdem eine besondere Zeit.

Es geht nicht darum, ihnen Berge von Geschenken zu ermöglichen.

Es geht darum, dass diese Mama vielleicht nicht zusätzlich nachts wachliegen muss und überlegen muss, ob sie ihren beiden Kindern überhaupt ein kleines Weihnachtsfest ermöglichen kann, während gleichzeitig die Kosten für die Beerdigung ihres Bruders auf dem Tisch liegen.

Und genau dafür soll diese Hilfe da sein:

als Überbrückung.
Als Sicherheit.
Als ein kleines Stück Luft.

Nicht anstelle möglicher staatlicher Unterstützung.

Sondern zusätzlich dort, wo Hilfe nicht sofort verfügbar ist, wo sie nicht ausreicht oder wo Dinge entstehen, die von keiner Regelleistung abgedeckt werden.

Wir werden selbstverständlich alles prüfen, was dieser Familie zustehen könnte.

Wir werden Anträge stellen.

Wir werden uns informieren.

Wir werden nichts unversucht lassen.

Aber diese Mama braucht nicht erst irgendwann Unterstützung.

Sie braucht sie jetzt.

Sie sollte in den kommenden Wochen nicht abends im Bett liegen und sich neben all dem Schmerz auch noch fragen müssen:

Wie bezahle ich die Beerdigung meines Kindes?
Wie stemme ich den nächsten Monat?
Wie versorge ich meine beiden Kinder?
Wie soll ich all das alleine schaffen?

Genau aus diesem Grund möchte ich diese Spendenaktion ins Leben rufen.

Nicht, um riesige Summen zu sammeln.
Nicht, um aus dem Schicksal dieser Familie Öffentlichkeit zu machen.

Sondern einfach, um gemeinsam ein kleines Stück Last von ihren Schultern zu nehmen.

Wenn viele Menschen einen kleinen Betrag geben, kann daraus etwas sehr Großes entstehen.

5 Euro.
10 Euro.
20 Euro.

Für den Einzelnen vielleicht ein Kaffee, ein Mittagessen oder etwas, das im Alltag kaum auffällt.

Für diese Mama kann es bedeuten, dass sie eine Rechnung weniger anschauen muss. Dass ein Teil der Beerdigung bezahlt werden kann. Dass sie Lebensmittel kaufen kann, ohne im Kopf rechnen zu müssen. Dass sie für einen kleinen Moment nicht darüber nachdenken muss, wie sie finanziell durch die nächsten Wochen kommt.

Und vielleicht ist genau das etwas, das wir gemeinsam schaffen können:

Wir können ihr den Schmerz nicht nehmen.
Wir können ihren kleinen Jungen nicht zurückbringen.
Aber wir können dafür sorgen, dass zu dieser unfassbaren Trauer nicht auch noch Existenzangst hinzukommt.

Ein Punkt ist mir dabei besonders wichtig:

Ich kenne diese Familie nicht durch einen offiziellen Sternenkind-Einsatz.

Ich begleite die Mama in dieser Situation privat und aus persönlicher Verbundenheit heraus. Ich bin momentan einfach für sie da – als Mensch und auch mit der Erfahrung, die ich durch meine langjährige Arbeit als Sternenkindfotografin mitbringe.

Dabei ging es für mich nicht um einen fotografischen Auftrag oder eine offizielle Begleitung.

Es ging darum, da zu sein.

Darum, gemeinsam Dinge festzuhalten, die später vielleicht einmal unendlich wertvoll sein können.

Kleine Erinnerungen, die bleiben dürfen.

Ein Fingerabdruck.
Eine kleine Haarsträhne.
Spuren dieses kleinen Jungen, die zeigen:

Du warst da.
Du bist ein Teil dieser Familie.
Und du wirst nicht vergessen.

Auch diese Erinnerungen sind aus rein privatem Wunsch und persönlicher Unterstützung heraus entstanden.

Die Mama ist bereit, im Rahmen dieser Spendenaktion ein Foto vom Händchen ihres kleinen Sohnes zu zeigen. Nicht, um Aufmerksamkeit zu erzeugen oder ihr Schicksal öffentlich auszubreiten, sondern weil sie selbst das Gefühl hat, dass ihr kleiner Junge sichtbar sein darf und dass er Teil dieser Geschichte ist.

Gleichzeitig möchte sie ihre eigene Identität und insbesondere die ihrer beiden kleinen Kinder zunächst schützen.

Und ich finde, genau das sollte sie auch dürfen.

Sie befindet sich aktuell in einer extrem verletzlichen Situation. Sie hat bislang noch nie eine Spendenaktion dieser Art durchgeführt und weiß selbst noch nicht, wie sich all das für sie anfühlen wird.

Im Moment ist es für sie eine große Erleichterung, dass ich diesen organisatorischen Teil übernehme, Fragen auffange und ihr damit ein kleines bisschen Raum gebe, einfach Mama sein und trauern zu dürfen.

Deshalb läuft diese Spendenaktion zunächst überwiegend über mich.

Sollten Fragen entstehen, ist die Mama grundsätzlich bereit, diese zu beantworten. Das wird jedoch zunächst größtenteils über mich beziehungsweise in Rücksprache mit ihr geschehen.

Und vielleicht kommt irgendwann der Moment, an dem sie selbst sagt:

Jetzt möchte ich mich zeigen. Jetzt möchte ich selbst etwas sagen.

Vielleicht aber auch nicht.

Und beides ist vollkommen in Ordnung.

Sie möchte erst einmal sehen, wie diese Aktion anläuft, wie die Menschen damit umgehen und wie sich all das für sie anfühlt.

Diesen Raum möchte ich ihr unbedingt geben.

Niemand sollte gezwungen sein, in einer der schlimmsten Situationen seines Lebens seinen vollständigen Namen, sein Gesicht, seine Kinder oder seinen Wohnort öffentlich zu machen, nur um Unterstützung erhalten zu dürfen.

Gleichzeitig ist mir Transparenz sehr wichtig.

Die gesammelten Spenden dieser Aktion sind für die betroffene Familie bestimmt und sollen in erster Linie dabei helfen, die Kosten rund um die Beerdigung und den Abschied zu tragen sowie die finanziellen Belastungen der ersten Zeit etwas aufzufangen.

Selbstverständlich werde ich – soweit es möglich ist, ohne die Privatsphäre der Familie zu verletzen – im Anschluss nachvollziehbar darüber informieren, dass die Spendengelder bei der Familie angekommen sind.

Dies kann beispielsweise über anonymisierte Überweisungsbelege, Screenshots oder andere geeignete Nachweise erfolgen.

Niemand soll einfach nur „irgendwohin“ Geld schicken und hoffen, dass es ankommt.

Ich selbst bin seit vielen Jahren als Sternenkindfotografin tätig und habe in dieser Zeit immer wieder erlebt, wie viel eine Gemeinschaft tragen kann.

Auch in der Vergangenheit habe ich bereits Familien in schwierigen Situationen unterstützt und Spendenaktionen begleitet. Immer wieder habe ich gesehen, wie aus vielen kleinen Beträgen plötzlich genau das entstehen kann, was gerade dringend gebraucht wird:

eine Beerdigung, die bezahlt werden kann.

Eine Monatsmiete.

Ein gefüllter Kühlschrank.

Ein paar Wochen, in denen nicht jede Rechnung zusätzliche Angst auslöst.

Ein ganz kleines bisschen Luft zum Atmen.

Und genau darum geht es auch hier.

Nicht darum, dieser Familie die Trauer abzunehmen.

Das können wir nicht.

Nicht darum, etwas ungeschehen zu machen.

Auch das können wir nicht.

Aber vielleicht können wir dafür sorgen, dass diese Mama nicht gleichzeitig um ihr Kind trauern, ihre beiden kleinen Kinder auffangen und Angst davor haben muss, ob sie die nächsten Rechnungen bezahlen kann.

Vielleicht können wir gemeinsam wenigstens einen Teil davon tragen.

Deshalb bitte ich euch:

Wenn ihr etwas geben könnt und möchtet, dann helft dieser Mama und ihren beiden Kindern.

Es muss kein großer Betrag sein.

Wirklich nicht.

Jeder einzelne Euro zählt.

5 Euro von vielen Menschen können am Ende genauso wertvoll sein wie eine einzelne große Spende.

Und wenn ihr aktuell selbst nichts geben könnt, dann helft uns bitte, indem ihr diese Spendenaktion teilt.

Auch damit erreicht ihr vielleicht genau den Menschen, der ein paar Euro übrig hat und Teil dieser Hilfe sein möchte.

Unser Ziel ist nicht, dieser Familie ihre Trauer abzunehmen.

Unser Ziel ist, ihr wenigstens einige der Sorgen abzunehmen, die in dieser Situation nicht zusätzlich auf ihren Schultern liegen sollten.

Damit diese Mama ihre Kraft gerade dort einsetzen kann, wo sie am dringendsten gebraucht wird:

bei ihren beiden kleinen Kindern,
bei sich selbst,
bei ihrem Abschied
und bei der Erinnerung an ihren kleinen Sohn.

Für einen kleinen Jungen, der bleiben sollte und viel zu früh gehen musste.

Für seine Geschwister, die ihren Bruder vermissen werden.

Und für eine Mama, die gerade versucht, irgendwie weiterzuatmen.

Viele kleine Beiträge können gemeinsam etwas Großes bewirken.

Danke an jeden Menschen, der spendet.

Danke an jeden Menschen, der diese Aktion teilt.

Danke an jeden Menschen, der respektiert, dass diese Familie im Moment Schutz und Privatsphäre braucht.

Und vor allem:

Danke an jeden, der dieser Mama gerade zeigt:

Du musst nicht alles alleine tragen.
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Isabelle Lidke
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