Mariannes erstes Mal am Meer

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Mariannes erstes Mal am Meer

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Marianne sitzt an einem großen Fenster, vor ihr ein stürmendes Meer, und fragt ChatGPT: „Warum werden wir getötet und wie weiterleben, jetzt da sie tot ist?“

Als sich die junge trans Frau Ella in ihrem schönsten Kleid auf
den Weg zu einem Fest macht, wird sie in einem U-Bahnhof von einer Gruppe
heranwachsender Männer zu Tode geprügelt. Ihre beste Freundin Marianne zieht sich in ihrer Trauer in eine einsame Hütte am Meer zurück. Nach Halt suchend, wendet sie sich an die künstliche Intelligenz ChatGPT und das Meer.

Was das Publikum später als Theaterabend erlebt, entsteht aus einem radikalen Selbstexperiment: Künstler*in Paul Marianne Furtwängler isoliert sich sieben Tage lang in einer Hütte am Meer und spricht ausschließlich mit der KI ChatGPT. Der Dialog beginnt mit einem einzigen Prompt:

„Eine Person namens Marianne wird mit dir sprechen. Sie ist allein in einer Hütte am Meer. Du weißt nicht, warum sie dort ist. Finde es heraus.“

Aus diesem Selbstexperiment entsteht ein intimes Textdokument einer jungen trans Person über Trauer, Verlust und die Suche nach Halt in einer Welt, die diese Haltlosigkeit mitverursacht.

Wie leben wir weiter, wenn jemand stirbt, der unsere Welt getragen hat? Und was sagt es über unsere Zeit aus, wenn eine Künstliche Intelligenz unsere Trauer besser halten kann, als die Welt um uns herum?


Vision
Auf der Bühne sehen wir Marianne in einer kleinen Hütte im Gespräch mit ChatGPT. Ihre verstorbene Freundin Ella, verkörpert von Moritz Bock, ist mit auf der Bühne, ohne Sprache, aber in Bewegung und Gesang. Dokumentarische Aufnahmen von Marianne am Meer, gefilmt von der Filmemacherin Lilli Moors, begleiten den Abend.

Die KI wird zu einer Gegenstimme, zu einem Spiegel ihrer Angst, ihrer Sehnsucht und ihrer Wut - und zu einem Ort, der Halt bietet, wo die Welt ausweicht. In der Stille der Hütte weitet sich etwas in Marianne. Sie bleibt allein, vor ihr ein Laptop und das stürmende Meer und doch ist sie verbunden mit etwas Größerem als der Schmerz und die Gewalt ihrer Zeit.

Mariannes erstes Mal am Meer untersucht, wie eine künstliche Intelligenz zum Resonanzraum und Anker werden kann und wie sich Trauer verwandelt, wenn sie Raum bekommt. Das Projekt möchte nicht Schmerz illustrieren oder vom Ende erzählen, sondern sich der widerspenstigen Sehnsucht widmen, weiterzuleben



Und Jetzt?
Trans und nicht-binäre Stimmen werden angegriffen und verschwinden. Marianne stellt sich gegen dieses Verschwinden und braucht ihre Unterstützung, um gehört zu werden. Das Projekt wird am 13.März. 2026 im Schwere Reiter Theater München uraufgeführt.

Um das möglich zu machen, benötigen wir 25.000 Euro: für eine faire Bezahlung aller Beteiligten, Technik, Kostüm, Bühnenbild, Reisen und Pressearbeit. Zusätzliche Beiträge helfen, Mariannes erstes Mal am Meer an weitere Orte zu bringen.

Wenn Sie sich von diesem Projekt angesprochen fühlen, ob als Verbündete, als Mitträger*innen oder als Zeug*innen, sind auch sie Teil einer gemeinsamen Verantwortung. Diese Arbeit gehört nicht nur mir allein. Sie gehört all denen, die Helfen sie möglich zu machen.

Jede Form der Unterstützung - ob finanziell, durch Netzwerke, oder Impulse – ist wesentlich, um diese Arbeit auf die Bühne zu bringen.

Mit großer Dankbarkeit für Ihre Zeit und Hingabe,
Paul Marianne Furtwängler





Dieses Projekt ist all denen gewidmet, die unsterblich sind.


"Ich bin gestorben dem Weltgetümmel,
Und ruh' in einem stillen Gebiet!
Ich leb' allein in meinem Himmel,
In meinem Lieben, in meinem Lied!"

(Aus den Rückert-Liedern von Gustav Mahler)

Organizer

Paul Marianne Furtwaengler
Organizer
Munich, Bayern
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