Levi Paul Wilke

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Levi Paul Wilke

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Nach langem Überlegen und vielen Fragen nach einer Möglichkeit uns zu unterstützen, haben wir uns nun entschlossen so einer Spendenaktion eine Chance zu geben.
Es hat lange gedauert, bis wir uns durchringen konnten, so etwas ins Leben zu rufen, da wir uns mit sowas unwohl fühlen und wir ungern „betteln“ oder um Hilfe bitten.
Bisher waren wir sonst immer diejenigen, die anderen helfen wollten und auch konnten und jetzt auf Hilfe angewiesen zu sein, ist neu für uns…

Meine Frau Anna und Ich (Kevin) haben dieses Jahr 2025 unser erstes Kind zur Welt gebracht…
Unser Sohn Levi war leider sehr krank und hat die Geburt nicht überlebt.
Von seinen Krankheiten haben wir bereits früh in der Schwangerschaft erfahren. Es bestand der Verdacht auf einen schweren Gendefekt, der sich anhand einer LKGS und einem Herzfehler geäußert hat.

Im 6. Monat, beim Organscreening konnten dann leider keine Nieren gefunden werden, nachdem der Bluttest auf Trisomie 13 oder 18 negativ ausgefallen war.
Unsere Welt wurde erneut erschüttert, da wir entschlossen waren den Weg mit unserem Kind zu Ende zu gehen und wir die Schwangerschaft nicht vorzeitig beenden wollten.
Wir wollten uns nicht zumuten, Gott zu spielen und über Leben und Tod zu richten.
Außerdem wussten wir, dass der Zeitpunkt noch früh genug eintreten und lange genug anhalten wird, dass unser Sohn Levi nicht mehr bei uns ist.
Die Prognosen der Ärzte waren hart und die Wahrscheinlichkeit, dass er es überhaupt lebendig bis zur Geburt schafft, schwindend gering.
Durch das fast nicht vorhandene Fruchtwasser (ausgelöst durch die fehlenden Nieren) und dem Herzfehler, hätte jeder Tag sein letzter sein können. Und doch hat er gekämpft, bis zum Schluss.
Er meldete sich fleißig und wir konnten ab einem gewissen Punkt unserer Perspektive ändern:
Wir versuchten die uns verbleibende Zeit zu genießen und Erinnerungen mit ihm zu schaffen, solange wir noch konnten.

Unser Levi hielt durch, bis zur 39. Woche und verstarb unter der Geburt - Etwa eine Stunde, bevor wir Ihn in unseren Armen halten konnten.
Er wog 1520g…
1520g voller Liebe und Schönheit. Sein Todeszeitpunkt, der 06.09.2025 um etwa 19:52 Uhr.

Am 22.09.2025 mussten wir uns von seiner menschlichen Hülle verabschieden und unseren Sohn beerdigen.
Ein langer Weg voller Trauer und Schmerz bis hier her.

Leider befinden wir uns darüber hinaus auch aktuell in einer misslichen Lage, in welcher Anna und Ich uns um einen neuen Job bemühen müssen.
Leider kann uns, der Familienbetrieb meiner Eltern nicht weiter beschäftigen, in welchem wir seit dem wir 18 sind mit Herzblut arbeiten.

Das Unternehmen, das bereits 20 Jahre bestanden hat, muss aus wirtschaftlichen Gründen endgültig geschlossen werden...

Leider ist dadurch natürlich auch unserer finanzielle Situation stark beeinträchtigt und wir sind gezwungen zu funktionieren auch wenn wir im Herzen noch nicht soweit sind.

Wäre das mit Levi ein paar Jahre zuvor passiert, wäre es nicht weniger schrecklich gewesen… und doch hätten wir uns mehr Zeit nehmen können um zu heilen. Jetzt kommt das mit der Firma noch hinzu und wir haben weniger Zeit zum trauern und regenerieren als wir uns wünschen würden.

Ich möchte euch nicht anlügen… wir sind absolut gesegnet. Wir haben so viele tolle Menschen um uns herum, die uns ihr letztes Hemd geben würden… unsere Familie und unsere engen Freunde. Auch all die Nachrichten, die wir von Bekannten und Unbekannten bekommen haben - Ein absoluter Segen.

Diese Anteilnahme so vieler Menschen und unser Glaube trägt uns durch diesen Schmerz.
Und doch gibt es noch einiges was auf uns zukommt. Unser Leben hat sich komplett verändert und es bedarf einem kompletten Neustart:
Neue Jobs, neue Situation. Sich selbst wieder finden um weiter zu gehen. Zu versuchen dabei nicht in eine Loch zu fallen und alles gemeinsam durchzustehen.

Die Beerdigung ist so gut wie bezahlt, auch wenn es nur durch die Hilfe unserer Familie und engen Bekannten möglich wurde und dennoch sehr minimalistisch ausgefallen ist.

Meine Eltern haften mit all ihrem privaten Kapital für den Betrieb. Das Haus muss verkauft werden und alles wird zu Geld gemacht. Das alles nur um das Unternehmen anhalten zu können und dennoch wird es nicht ausreichen. Die Familie Wilke muss einen Neustart hinlegen. Anna und ich mit 25 Jahren - gerade unser erstes Kind verloren…
Und meine Eltern Sanja und Stefan mit über 50 Jahren - Keine Rücklagen, kein Kapital. Nur Schulden.

Das Geld, welches hierdurch zusammenkommt, soll helfen uns zumindest teilweise finanziell zu unterstützen, da wir nicht wissen, wie wir all das gleichzeitig stemmen sollen. Während keine Mittel vorhanden sind und auch die Trauer und der ganze Schmerz noch lange nicht verarbeitet ist. Ich weiß nicht, ob das hier jemals gepostet oder veröffentlicht wird, doch es hat gut getan sich alles von der Seele zu schreiben.

Danke an jeden einzelnen, der Anteil an unserem Schicksal nimmt und auch nur das lesen dieser Zeilen bedeutet mir alles.

Bitte spendet nicht, wenn ihr nicht könnt und auch nur was ihr könnt.
Wir sind für jeden Cent unendlich dankbar.

Danke!
Kevin und Anna.

Organizer

Kevin Wilke
Organizer
Wittlingen, Baden-Württemberg

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