Mastektomie für Non Binäre Person

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Hoi Menschlis

Ich bin Jen, 18 Jahre, Non Binär und brauche eine Mastektomie (Entfernung der weiblichen Brüste).

Spulen wir mal zurück in meine Kindheit:
Als Kind fühlte ich mich wohl in meinem Körper. Doch dann kam ich in die Pubertät. Mein Körper begann sich zu verändern. Seither schaue ich mich im Spiegel an und sehe nicht mich selbst. Dieser Körper, den ich da im Spiegel sehe, gehört nicht mir. Meine Brüste sind nicht Teil meiner Person und es is unglaublich schwer in einer Hülle zu leben, die nicht ich bin.
Seither versuche ich die Brüste zu verstecken. Früher zog ich mehrere BH‘s an, um den weiblichen Oberkörper abzuflachen. Nun trage ich Binders, die die Brust optisch flach drücken, was sich aber negativ auf die Atmung auswirken kann. Aufs Schwimmen verzichte ich lieber, obwohl ich es eigentlich sehr mag im Sommer ins Wasser zu hüpfen.
Zudem habe ich Körbchengrösse E bei einem BMI von 21. Daher ist es so gut wie unmöglich meine Brust abbinden zu können. Ich habe bereits Haltungsschäden und oft Rückenschmerzen.
Nebenberuflich bin ich Tänzer*in. Auch da bin ich sehr eingeschränkt. Das Umziehen in der Garderobe, enge Kleidung, Sport-BH statt Binder - all dies führt dazu, dass ich immer mehr aufs Tanzen verzichte, obwohl dies meine grösste Leidenschaft ist.
Schamgefühle in sozialen Situationen und Probleme bei Intimität mit anderen Menschen sind ein Problem geworden.
In der Pubertät entwickelte ich eine Essstörung und eine Depression. Ich wollte diese weiblichen Kurven nicht haben.
Vor zwei Jahren war ich in der Notfallpsycheatrie. Da wurde mir klar, ich muss etwas ändern, um leben zu können.
Inzwischen habe ich die Essstörung gut im Griff. Eine Mastektomie könnte meine Lebensqualität extrem beeinflussen und mir den Heilungsprozess erleichtern. ✨

Leider ist meine Familie eher konservativ eingestellt. Bereits als ich mich als homosexuell outete, war das nicht einfach für meine Eltern. Mit meiner Non Binärität können sie noch weniger gut umgehen. Daher erhalte ich keine finanzielle Unterstützung aus der Familie für die OP.
Anders als bei Trans Personen haben Non Binäre Menschlis leider noch immer praktisch keine Chance auf Unterstützung durch die Krankenkasse. Viele Krankenkassen fordern eine „komplette“ Transition zum anderen Geschlecht, da es Non Binärität in der Schweiz offiziell im Gesetz nicht gibt.

Lange Rede, kurzer Sinn: meine Lebensqualität ist extrem eingeschränkt, weil ich in meinem Körper nicht ich selbst sein kann.
Deshalb brauche ich eine Mastektomie.

Auch wenn die Krankenkasse einen Teil übernehmen würde, hätte ich immernoch Kosten, die auf mich fallen. Etwa die Fettabsaugung der Brust (diese ist notwendig um ein professionelles Ergebnis zu erzielen), sowie die anschliessende Narbenbehandlung.
Ich wäre super dankbar, dazu Unterstützung zu erhalten.
Vielen lieben Dank tolles Menschli da draussen :)

Tanzende Grüsse und eine Umarmung <3
Jen ✨(they/them)✨

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Jenny Weber
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Zürich
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