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Hey, mein Name ist Gina, ich bin 22 Jahre alt und pflege meine Mama Gabi seit August 2024. Am 23ten Juli 2024 kam nach zig Arztbesuchen und tausend Fragen und überlegen, warum meine Mama immer akuter abnimmt, linksseitig immer stärker gelähmt ist und von Tag zu Tag schwächer wird in der Notaufnahme die Diagnose; Hirntumor, ganze 4cm groß und mitten im Gehirn.
Noch in der selben Woche folgte die erste OP, die dank dem fantastischen Team Gott sei Dank gut verlief. Der Arm wurde wieder lebendiger, was man vom linken Bein nicht behaupten konnte.
Die ersten Wochen war meine Mama komplett Rollstuhl gebunden und es war ein langer Kampf, bis sie wieder alleine mit ihrem Gehstock irgendwann laufen konnte. Die Motivation dazu war von Anfang an unser Border Collie Paulchen.
Es gab in der Zeit viele Probleme und selbst das letzte Erbstück, das Cabrio meines Opas, mussten wir, neben vielen anderen Dingen notgedrungen und vor allem sehr schweren Herzens verkaufen um irgendwie die Kosten decken zu können. Ich hatte damals bereits einen Spendenaufruf für meine Mama gemacht, durch den wir durch sehr liebe Menschen ein bisschen mehr Leben und Chancen zurück bekamen.
Im August 2025 folgte notgedrungen unser Umzug. Raus aus dem Schimmel und hoffentlich einen Neustart in einer neuen und ruhigen Umgebung starten können.
Es kam alles anders.. Am 10ten November sollte es eigentlich nur ein ganz normaler Kontroll-MRT sein mit dem Gedanken, dass weiterhin alles gut ist und der Wunsch meiner Mama ab Januar 2026 wieder normal arbeiten gehen zu können wirklich wahr wird.
Dann die Diagnose; neuer Hirntumor, wahrscheinlich genau der gleichen seltenen Art wie der letzte und bisher nur einen cm groß.
Wieder so viele Tränen und die erneute Angst meine Mama vielleicht wieder verlieren zu können. Der Arzt konnte uns bisher nicht viele Informationen geben, außer, dass am kommenden Donnerstag die Details besprochen werden und der neue Hirntumor spätestens bis Anfang Dezember raus muss. Wir sollen uns am Freitag telefonisch bei ihm melden. Der Freitag kam und das Telefonat machte alles schlimmer. Auf einmal doch keine OP, Bestrahlung, vor der wir so panische Angst haben, wäre jetzt die einzig richtige Option mit dem Ziel damit den Tumor zu verkleinern. Ewig mussten wir erneut auf den Anruf vom Strahlenzentrum warten, die zu unserem überraschen rein gar nichts von dem neuen Tumor wussten und dachten es wäre eine vorsorgliche Bestrahlung nach dem Tumor aus 2024 erwünscht. Dementsprechend bekamen wir vor dem 2ten Dezember auch keinen Termin. Der Termin kam irgendwann, während die Probleme mit meinem Arbeitgeber größer wurden, dabei brauchten wir jeden einzelnen Cent so dringend. Der Arzt vor Ort war fantastisch und ging auf jeden Gedanken und Sorge ein und offenbarte uns letztendlich, dass maximal die Kleinhaltung des Hirntumors erzielt werden kann und die OP zur Entfernung bei der jetzt schon so starken Symptomatik das einzig vernünftige wäre. Wir wurden in die Neurochirurgische Ambulanz geschickt und sollten uns einen Termin geben lassen um die OP und alles darum zu besprechen. Wieder begann das warten, da diese Info nie zu unserem Arzt durch drang und mittlerweile telefonierte ich täglich über sämtliche Wege dem Krankenhaus hinterher.
Für den 16ten Dezember bekamen wir endlich einen Termin bei unserem Arzt, der schon beim ersten Anblick meiner Mama beim Reinkommen sofort die OP zur Entfernung in der selben Woche veranlasste und sie einweisen ließ.
Die Prognose für das linke Bein sah nicht gut aus, obwohl der zweite Tumor diesmal deutlich besser lag und problemloser zu entfernen sein sollte. Am 19ten Dezember, so kurz vor Weihnachten folgte die OP. Mein Freund und ich waren grade auf dem Weg um rechtzeitig vor der geplanten Zeit bei meiner Mama sein zu können als der Anruf kam, dass sie jetzt schon viel zu früh von der Station nach unten solle. Dank einer wundervollen Schwester, die alles gab um die Zeit raus zu zögern, schafften wir es gerade so rechtzeitig noch zur OP Vorbereitung und konnten uns beide vorerst verabschieden. Das warten war die absolute Hölle, aber zum Glück lief auch die zweite OP super.
Eigentlich sollte meine Mama im Krankenhaus noch Physiobehandlungen kriegen und auch die so dringend benötigte Seelsorge war "bestellt" worden, weshalb sie erst am 23ten Dezember entlassen werden konnte. Niemand kam.
Seitdem kämpfen wir tagtäglich mit jeglichen Ämtern. Durch die OP hat der letzte überlebende Zahn von dem ersten Hirntumor auch den Geist aufgegeben und diesmal musste schnellstmöglich eine Vollprothese für den Unterkiefer her. Die Rechnung dafür liegt trotz Übernahme eines kleinen Teiles unserer Krankenkasse bei 3000€.
Zusätzlich braucht meine Mama dringend Physio- sowie Massage- und Schwimmstunden, da der Zustand des linken Beines und vor allem des Fußes sich täglich verschlechtert. Uns fehlen in allen Ecken die finanziellen Mittel um die bereits bestehenden Kosten sorglos zu decken, wodurch diese so verdammt dringend nötigen Behandlungen und Hilfsmittel einfach nicht zu stemmen sind. Meine Oma unterstützt uns bereits so gut sie kann und plündert ihre Ersparnisse, die für ihre Beerdigung irgendwann gedacht werden und spart wo sie kann um uns helfen zu können. Ich habe mich an viele Hilfsstätten gewendet und weiß einfach nicht mehr weiter. Momentan bin ich die einzige von uns beiden mit einem Auto, welches meine Mama nicht fahren kann, da sie nur noch Automatik sicher fahren kann, was die Situation noch deutlich erschwert. Uns sind selbst die 10€ Zuzahlung für die Physio bereits zu viel, da ist das eigentlich so nötige Auto nicht finanzierbar.
Ich wünsche mir so sehr, dass meine Mama wieder anfangen kann ein eigenständiges Leben zu führen, ohne bei den kleinsten Dingen auf mich angewiesen sein zu müssen.
Ich danke jedem einzelnen, der mir bei meinen wahrscheinlich viel zu vielen Worten zugehört hat! <3
Wir sind dankbar für jede noch so kleine Hilfe, denn selbst das Teilen meiner Worte bedeutet besonders mir sehr viel.
Falls sich jemand die Option wünschen sollte, habe ich einen Paypal Account damals bereits für den ersten Aufruf erstellt mit dem Usernamen: @kampfzurueckinsleben




