Kleiner Körper großer Kampf - Mina gegen Leukämie

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Meine Tochter Mina Grace ist im Oktober 2025 im Alter von nur einem Jahr an akuter lymphatischer Leukämie erkrankt. Bereits einen Tag nach der Diagnose musste sofort mit der Chemotherapie begonnen werden. Einen weiteren Tag später bekam sie einen zentralen Venenkatheter (Broviac) gelegt.
Seitdem musste Mina viele Wochen Chemotherapie und Immuntherapie durchstehen. Aufgrund eines Materialfehlers musste ihr bereits zwei Wochen nach der ersten Operation ein neuer Broviac-Katheter eingesetzt werden.
Bis heute hat Mina 12 Bluttransfusionen und Thrombozytenkonzentrate erhalten, 9 Lumbalpunktionen und 5 Beckenkammpunktionen über sich ergehen lassen – und es wird leider noch einiges folgen. Sechs Chemoblöcke hat sie bereits tapfer gemeistert.

Vor allem die ersten Tage und Wochen nach der Diagnose waren überwältigend und von unzähligen Eingriffen geprägt. Für Mina änderte sich über Nacht ihre gesamte Welt. Ihr Zuhause und den Familienhund sah sie wochenlang nicht - alle gewohnten Rituale waren plötzlich weg.
Stattdessen war ihr Alltag geprägt von etlichen Kabeln, die sie rund um die Uhr überwachten, und Schläuchen, durch die Medikamente, Infusionen und Blut in ihren kleinen Körper flossen.

Sobald Ärzte oder Schwestern unser Zimmer betraten, sah man Panik in ihren Augen. Mina weinte bitterlich, klammerte sich an mich und schrie – selbst wenn ihr niemand wehtat. Aus Angst. Wochenlang sprach sie kein einziges Wort mit ihnen. Eine kleine Kinderseele die zwischen Eingriffen und Untersuchungen zerbrochen ist.

Und dann war ich dort, als Mama, die nichts weiter für ihr noch so kleines Kind tun konnte, als da zu sein. 24 Stunden, an jedem Tag an ihrer Seite, in jeder Nacht Arm in Arm. Bei jeder Narkose hielt ich Sie, bis sie schlief. Bevor sie aufwachte war ich schon wieder an ihrem Bett. Als sie nicht mehr laufen konnte trug ich sie, als sie nicht mehr stehen konnte hielt ich sie. Wir halfen ihr alles wieder neu zu versuchen und ermutigten sie, als ihr Körper es zuließ.

Am Tag der Diagnose brach für uns als Familie die Welt zusammen. Mit einer so schweren Krankheit hätte ich niemals gerechnet. Mina war immer ein fröhliches, aktives und neugieriges Kind. Sie wollte die Welt entdecken, war voller Lebensfreude und selten krank. Es gab keine typischen Anzeichen, die auf diese Krankheit hingedeutet hätten. Mina liebte es zum Kindersport zu gehen, den Kindergarten, das Wasser und den Strand. Die Erinnerungen an unsere gemeinsamen Urlaube an der Ostsee geben uns heute Kraft.

Denn mit der Diagnose wurde ihr nicht nur ihr Alltag genommen, sondern auch all das, was sie am meisten liebte. Kein Klettern, kein Toben im Sand und vor allem kein Spielen im Wasser mehr.
Durch den zentralen Venenkatheter darf Mina weder baden noch duschen. Wenn wir an den kommenden Sommer denken, bricht es uns das Herz. Wie erklärt man einer Zweijährigen , dass sie selbst im warmen Sommer nicht ins Wasser darf?

Minas Weg wird noch ein langer sein. Er wird hart werden. Vielleicht werden wir ein paar Steine aus dem Weg räumen müssen. Aber wir werden kämpfen. An jedem Tag, in jeder Stunde. Mina kämpft mit allem, was ihr kleiner Körper hergibt. Und wir als Familie kämpfen mit ihr. Für die Hoffnung, dass sie eines Tages wieder gesund ist. Dass sie lachend am Strand spielt, Freunde findet, sich auch mal dreckig machen und einfach Kind sein darf.

Wenn Minas Therapie abgeschlossen ist, möchten wir ihr als Familie einen besonderen Wunsch erfüllen: einen Urlaub am Mittelmeer. Ein paar Tage voller Leichtigkeit, an denen sie endlich wieder planschen, spielen und einfach unbeschwert sein darf. Ohne Angst, ohne Krankenhaus, ohne Einschränkungen.
Einfach Kind sein.

Als Familie und Freunde möchten wir Minas Mama in dieser schweren Zeit unterstützen und bitten euch deshalb von Herzen um Hilfe.

Die lange und intensive Therapie stellt die Familie vor große emotionale und finanzielle Herausforderungen. Um rund um die Uhr für Mina da sein zu können, ist es ihrer Mama aktuell nicht möglich, ihrem Beruf als Erzieherin nachzugehen.

Mit diesem Spendenaufruf möchten wir nicht nur den Herzenswunsch nach einem gemeinsamen Urlaub nach der Therapie möglich machen, sondern die Familie auch im Alltag entlasten. Die Spenden helfen dabei, diese belastende Zeit finanziell etwas abzufedern, damit Minas Mama weiterhin ohne Unterbrechung an ihrer Seite sein kann und Mina jederzeit gut versorgt ist.

Jede noch so kleine Unterstützung hilft.
Von Herzen danken wir euch für jede Spende, jedes Teilen und jeden guten Wunsch.
Ihr helft mit, Mina ein Stück ihrer Kindheit zurückzugeben und ihrer Familie in dieser schweren Zeit Halt zu schenken.



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Justine Hahn
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Haldensleben
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