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Kleine Nutztierarche wird Opfer des Kreisveterinäramtes
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Die Lage ist mehr als ernst! Deswegen bitten wir euch um Hilfe!
Worum geht es?
Die Nutztierarche Swiensgaarn züchtet das extrem vom Aussterben bedrohte, rotbunte Husumer Sattelschwein (rote Liste) und benötigt dringend Spenden.
Warum Spenden?
Die Nutztierarche will sich vor den (unserer Meinung nach) unsinnigen Anforderungen des Kreisveterinäramtes Hildesheim schützen. Dies ist mittlerweile nur noch mit einem Rechtsanwalt möglich. Die dadurch entstehenden, hohen Kosten, sollen, so gut es geht, durch die Spenden gedeckt werden.
Was ist passiert?
Swiensgaarn wird durch das Kreisveterinäramt als Großbetrieb eingestuft und entsprechend behandelt. Dies führt dazu, dass es keinen Raum mehr für die wirklich wichtige Öffentlichkeitsarbeit gibt. Warum ist das so? Die sehr strikten Vorgaben legen fest, dass u.a. Kinder und Menschen mit Behinderungen die Schweine ausschließlich in Schutzkleidung (z.B. Ganzkörper-Schutzanzug inklusive Schuh-Überzüge) in der Scheune anschauen dürfen.
Zusätzlich dazu wird die Nutztierarche mit Bestimmungen und Auflagen derartig torpediert,
dass man vor lauter Umsetzungen nicht mehr dazu kommt, Geld über den eigentlichen Verkauf herein zu bekommen.
Anm. d. Autors:
Das Kreisveterinäramt sieht sich selbst lediglich als Exekutive und weist somit die Schuld von sich.
Dabei sind sie diejenigen, die im Kontext zur SchHaltHygV Abschnitt 2 Mängel festgestellt, Kontrollen angeordnet, Bußgelder verhängt und beschlossen haben diese Punkte zu kommunizieren.
Wie ist es zu dieser Situation gekommen?
Die Nutztierarche Swiensgaarn hat insgesamt 65 Schweine (Sauen, Eber, Mastschweine) plus Ferkel.
Ab einer bestimmten Anzahl von Schweinen (> 20 Mast- oder Aufzuchtplätze, > 3 und < 100 Sauenplätze, siehe SchHaltHygV Abschnitt 2 §3 Absatz 2 ), fällt ein Betrieb unter Anlage 2 der Schweinehaltungshygieneverordnung (Anlage 2 SchHaltHygV ).
Hier wird kein Unterschied zwischen einem kleinen Betrieb mit ca. 100 Schweinen oder einem Mastbetreib mit bis zu 700 Schweinen gemacht.
Wie steht es um den Rotbunten Husumer?
In Deutschland gibt es nur noch 35 Herdbucheber und 85 Sauen. Gibt die Nutztierarche Swiensgaarn den Betrieb auf, entfallen 4 Eberlinien und 5 Sauenlinien. Auch abseits davon bricht der Bestand im ganzen Land weiter zusammen.
TL;DR / Zusammenfassung
Die Nutztierarche Swiensgaarn fällt durch die Höhe ihres Schweinebestandes in die Hygieneverordnungen eines größeren Mastbetriebes. Das liegt an den Bestimmungen, die hier keinen Unterschied zwischen Kleinbetrieb und größeren Mastbetrieb machen. Es spielt dabei ebenfalls keine Rolle, ob die Tiere vom Aussterben bedroht sind.
Die Nutztierarche möchte mit einem Rechtsanwalt dagegen angehen. Hierbei entstehen sehr hohe Kosten, die durch diese Spendenaktion zumindest zum Teil gedeckt werden sollen.
Hier geht es nicht um einen kleinen Betrieb. Hier geht es um einen Kampf für alle Kleinbetriebe!
Aufruf
Alle reden vom Artensterben:
Das rotbunte Husumer Sattelschwein ist ebenfalls davon betroffen.
Lasst diese Art nicht auch noch von dieser Welt verschwinden.
Das Husumer hat ein Recht zu Leben!
Wir sind eine Gruppe von unterstützenden und helfenden Personen,
die an die Nutztierarche und das Husumer glauben.
Artgerechte Haltung und Tierwohl wird hier nicht nur „großgeschrieben“.
Das Schwein wird als Lebewesen und nicht als bloßes Produktionsmittel behandelt.
Wir sorgen uns sehr um die Existenz der Nutztierarche Swiensgaarn!
Dies soll kein Kampf eines kleinen Betriebes sein.
Hier geht es um die künftige, gerechte Behandlung aller Kleinbetriebe.
Ein Betrieb kämpft für alle. Schließ Dich an und spende.
