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Geisteskrank sagt man ja nicht mehr…
Das ist politisch nicht korrekt.
Stimmt.
Wir reden hier schließlich von einer Zeit,
in der politisch so gar nichts korrekt war.
Oder?
Wir sind ein Abschlussjahrgang der Theaterakademie Köln
und im Mai 2026 bringen wir unsere Diplominszenierung auf die Bühne:
Die Geschichte des Kommunismus nacherzählt für Geisteskranke
von Matéï Visniec Unter der Regie von Beka Bediana
Orangerie Theater Köln
07.–10. Mai 2026
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Worum es geht
Ein Schriftsteller bekommt den Auftrag, die Geschichte des Kommunismus in kurzen Geschichten zu erzählen – für Insassen einer psychiatrischen Klinik.
Was folgt, ist absurd, brutal, komisch und verstörend zugleich.
Ein Spiel mit Wahrheit, Ideologie und Erinnerung.
Denn je tiefer man eintaucht, desto klarer wird:
Die Grenze zwischen „vernünftig“ und „wahnsinnig“ ist erschreckend dünn.
Warum wir dieses Stück machen
Matéï Visniec schreibt aus der Erfahrung totalitärer Systeme heraus.
Sein Stück gehört zu den wichtigen Theatertexten, die zeigen, wie Ideologie funktioniert – und wie sie Realität formt.
Die psychiatrische Anstalt ist dabei kein Ort, sondern ein Bild:
für ein System, das vorgibt, Menschen zu „heilen“, während es sie gleichzeitig kontrolliert und umerzieht.
Viele Inszenierungen stellen deshalb genau diese Frage:
Wer ist hier eigentlich krank?
Die Menschen – oder die Ideologie, die ihnen erklärt werden soll?
Visniec arbeitet mit schwarzem Humor und Absurdität, um sichtbar zu machen, was sich oft nicht mehr logisch erklären lässt: wie Systeme Wahrheit verschieben.
Genau deshalb machen wir dieses Stück.
Weil es nicht nur von Vergangenheit erzählt,
sondern davon, wie fragil Realität ist –
und wie schnell sie sich verändern kann.
Warum wir deine Unterstützung brauchen
Unsere Produktion entsteht – wie viele freie Theaterprojekte –
ohne öffentliche Förderung. Ermöglicht wird sie durch den Akademietheater e.V., der seit Jahren dafür sorgt, dass junge Künstler:innen auf professionellen Bühnen arbeiten können.
Aber:
So eine große tolle Bühne kostet zurecht Geld.
Techniker:innen kosten gutes Geld (richtig so!).
Also kurz: Kunst kostet.
Und genau hier kommst du ins Spiel.
Wofür wir das Geld einsetzen
Wir wollen ein intensives Theatererlebnis schaffen – mit möglichst wenigen Mitteln.
Das heißt: Wir arbeiten bewusst mit dem, was da ist.
Wir bauen nicht groß neu, sondern suchen nach Lösungen im Bestehenden. Nachhaltig, reduziert, präzise. Klar, wir müssen das eine oder andere Kostüm anschaffen und wenige ausgewählte Bühnenbild-Elemente.
Unsere Inszenierung entsteht vor allem durch Licht, Ton, Raum.
Klar auch unser Spiel, aber das ist ja zum Glück fast kostenlos :)
Gerade deshalb ist ein Bereich für uns entscheidend: die technische Umsetzung.
Die Möglichkeiten des Orangerie-Theaters sind enorm –
aber sie entfalten sich nur, wenn sie professionell bedient werden.
Und genau hier entstehen Kosten:
• für erfahrene Techniker:innen
• für Licht- und Tonkonzeption
• für die Umsetzung eines Abends, der mit wenigen Mitteln viel erzählt
Das ist kein Luxusposten.
Das ist die Grundlage unserer Inszenierung.
Und es ist ein Bereich, den sich unser Förderverein
ohne eure Unterstützung nicht leisten kann.
Warum du Teil davon sein solltest
Weil Theater nicht nur Unterhaltung ist. Sondern ein Ort, an dem wir Dinge verhandeln, die uns alle betreffen. Grade in unserer aktuellen Zeit müssen Unterhaltung und Politik gut zusammen gedacht werden.
Mit deiner Unterstützung hilfst du nicht nur uns, sondern stärkst junges, freies Theater.
Und vielleicht sitzt du im Mai im Publikum und denkst: Das hier geht mich etwas an.
Spieltermine
07.05.2026 – 20:00
08.05.2026 – 20:00
09.05.2026 – 20:00
10.05.2026 – 18:00
Orangerie Theater Köln
Danke!
Danke fürs Lesen.
Danke fürs Unterstützen.
Danke fürs Mitdenken.
Wir sehen uns im Theater.

