In Gedenken an Jens Günther

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In Gedenken an Jens Günther


Sonnabend, 04.07.2026:

Noch vor zwei Wochen waren wir mit der Familie essen und haben in harmonischem Zusammensein Papas 52. Geburtstag gefeiert. Vor wenigen Tagen haben wir miteinander telefoniert und vereinbart, uns das nächste Wochenende freizuhalten, um Zeit miteinander zu verbringen: Ich hätte endlich einmal Freiraum in der Prüfungsphase meines Studiums gehabt und Papa wollte für das nächste Drachenboot-Trainingslager absagen. Wir beide haben uns sehr auf die gemeinsame Zeit gefreut, doch kam es leider nicht mehr dazu, dass wir sie gemeinsam erleben…

Es war der 27. Berlin CityCup, das letzte Rennen des Tages. Das Team meines Papas hatte die Zielgerade bereits überquert und paddelte entspannt zurück Richtung Ufer, als mein Papa plötzlich auf den Schoß einer Mitfahrerin zusammensackte.

Das Team leistete sofort Erste Hilfe und das Rettungsboot war schnell zur Stelle.

Eine halbe Stunde lang wurde versucht, meinen Papa zu reanimieren.

Ohne Erfolg. - Er verstarb. - Verdacht auf Herzinfarkt.


Schon seit seiner Kindheit liebte mein Papa den Wassersport.

Er ging in eine Ruder-Klasse einer Sportschule und blieb dem Rudern auch im Erwachsenenalter treu. Oft fuhr er mehrmals pro Woche auf die Elbe hinaus, manchmal durfte ich sogar das Boot unter seiner Anleitung steuern.


Vor ein paar Jahren machten ihm dann jedoch Knieprobleme zu schaffen, schließlich musste sein Kniegelenk durch ein künstliches ersetzt werden. Das Rudern war ihm unter diesen Umständen nicht mehr ohne Schmerzen möglich, weshalb er zum Drachenbootfahren überging, das weniger belastend für seine Knie war.


Ob Rudern oder Drachenbootfahren, ob auf der Elbe, im Fitnessraum oder beim Vereinsfest, ob Trainings- oder Regattawochenende, ob CityCup, Blaues Band oder Europameisterschaft:

Mein Papa war stets gern mit dabei, gab sein Bestes und hatte Freude daran.


Aber mein Papa war nicht nur Wassersportler:


Er ging auch Tanzen und Wandern, traf sich gern mit guten Freunden, tüftelte Zuhause an IT-Projekten und spielte oft strategische Gesellschaftsspiele mit mir.


Er war intelligent und sowohl ein Verfechter des „Schwarzen Humors“ als auch ein Mensch für tiefgründige Gespräche über „Gott und die Welt“.


Er war ein Mensch, der oft etwas Zeit brauchte, um mit anderen Menschen warm zu werden. Je besser man ihn kannte, umso mehr wusste man ihn dann aber zu schätzen.


Er war ein geliebtes Mitglied unserer Familie und ein geschätzter Freund und Kollege und wird dies in unseren Herzen und unseren Erinnerungen auch immer bleiben.


Sein Tod kam völlig unerwartet und bringt für mich Kosten mit sich, die ich als Studentin nicht stemmen kann, zum Beispiel für Bestattung, Trauerfeier, Friedhof und vor allem für unser noch nicht abbezahltes Zuhause (Restschuld rund 135.000€).

Es ist mir ein Herzensanliegen, dass dieses mein Zuhause bleiben kann.


Mir ist bewusst, das höchstwahrscheinlich nicht der gesamte Betrag zusammenkommen wird, aber jede Spende, egal wie hoch, hilft mir weiter.


Für Unterstützung, egal wie klein oder groß, bin ich deshalb sehr dankbar.


In stillem Gedenken


Celia Günther

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Celia Günther
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