„Magersucht ist leise. Mein Wunsch für 2026 ist laut: Leben.

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„Magersucht ist leise. Mein Wunsch für 2026 ist laut: Leben.

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„Angst begleitet mein Leben, seit ich denken kann“, sagt die Mutter.
„Ich habe früh gelernt, dass nichts selbstverständlich ist.“

Ihr Bruder verunglückte. Ihr Vater ebenfalls.
Ihre Mutter kämpfte lange gegen Krebs.
„Ich habe Menschen verloren, die ich liebte. Ich habe gelernt, stark zu sein, weiterzugehen.“

Dann kam das, womit sie nie gerechnet hätte: die Angst um ihr eigenes Kind.

Ihre Tochter ist 14 Jahre alt. Seit fünf Monaten kämpft sie in einer spezialisierten Klinik gegen Magersucht.

„Am Anfang war es so leise“, erinnert sich die Mutter.
„Ein bisschen weniger essen. Ein bisschen mehr Ehrgeiz. Ich dachte: Sie ist stark. Sie ist Leistungssportlerin. Sie war im Talentekader im Hochsprung.“

Doch die Krankheit kam schleichend.
„Sie schleicht sich in den Alltag, versteckt sich hinter Disziplin und Funktionieren. Und plötzlich merkt man: Es ist lebensgefährlich.“
Als die Therapeutin sagte: „Sie halten Ihr Kind jetzt am Leben.“
In diesem Moment bleibt alles stehen.
Man versteht plötzlich, dass es nicht mehr um Entwicklung oder Fortschritte geht – sondern um das nackte Überleben des eigenen Kindes.
Kein Elternteil sollte diesen Satz hören müssen.


Dann ging alles schnell.
„Von einem Tag auf den anderen hieß es: Klinik. Jetzt. Sofort.“

Die Klinik liegt 700 Kilometer entfernt, am Chiemsee.

„Ich habe ihre Tasche gepackt. Ich habe versucht, ruhig zu bleiben. Ich habe gesagt: Mama ist da.“
Und dann kam der Moment, der sie bis heute verfolgt:
„Man gibt sein Kind ab. Man dreht sich um. Und alles in einem schreit: Geh nicht.“

„Ich bin ihre Mama“, sagt sie.
„Ich habe so viel Verlust erlebt. Aber nichts fühlt sich so hilflos an wie sein eigenes Kind zurückzulassen – und zu wissen, dass man es gerade nicht retten kann.“

Das Einzelzimmer ist für ihre Tochter überlebenswichtig.
„Es ist ihr Schutzraum. Wenn alles zu viel wird. Wenn sie niemanden sehen kann. Wenn sie einfach nur atmen muss.“
Doch dieser Schutz kostet Geld. Sehr viel Geld.

„Wir hatten immer ein gutes Leben, auch finanziell“, sagt die Mutter.
„Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal alles aufbrauche.“
Heute seien alle Ersparnisse weg.
„Aber man sagt seinem Kind nicht: Deine Heilung ist zu teuer.“

Die Mutter ist alleinerziehend und arbeitet in einem anspruchsvollen Job.
„Ich muss funktionieren“, sagt sie.
„Aber innerlich habe ich oft nur noch Angst. Angst, die ich mein ganzes Leben kenne – und die jetzt einen Namen hat: mein Kind.“

Fragen wie: „Warst du zu streng?“ oder „Hast du genug hingeschaut?“
Ich trage beruflich Verantwortung für hunderte Menschen – und plötzlich sollte ich schuld sein an einer schweren psychischen Erkrankung meines Kindes.
Diese Schuldzuweisungen treffen Mütter genau dort, wo sie am verletzlichsten sind: bei der Liebe zum eigenen Kind.

Ein Satz ihrer Tochter lässt sie nicht los:
„Mama, pass immer auf, dass du nie die Kontrolle verlierst.“
„Wenn dein Kind so etwas sagt, weißt du, wie viel Angst es getragen hat“, sagt die Mutter.

Heute bittet sie um Hilfe.
„Wir schaffen es alleine nicht mehr“, sagt sie offen.
„Jede Spende hilft, die Behandlung, das Einzelzimmer und die Besuche weiter zu ermöglichen.“

Und sie richtet einen eindringlichen Appell an andere Eltern:
„Bitte schaut hin. Auch wenn euer Kind stark wirkt. Auch wenn es funktioniert.“
„Diese Krankheit kommt leise. Und wenn man merkt, wie ernst es ist, geht alles sehr schnell.“

Ihre Tochter sei noch nicht gesund.
„Aber sie lebt“, sagt die Mutter.
„Und ich habe schon zu viel verloren, um die Hoffnung aufzugeben.“

Helfen Sie mit, dass diese Geschichte nicht noch einen Verlust bekommt.

Organizer

Stefanie Gruendig
Organizer
Brandenburg, Brandenburg
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